Der Landeswahlausschuss hat das endgültige Ergebnis der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verkündet - und das weicht nicht vom vorläufigen Resultat ab. Es bleibt also dabei, dass die CDU zum ersten Mal seit 35 Jahren wieder bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stärkste Kraft wurde und die seit 1991 ununterbrochen regierende SPD die Staatskanzlei in Mainz aller Voraussicht nach verlieren wird.
Auch nach dem endgültigen Ergebnis kommt die CDU auf 31,0 Prozent. Die SPD liegt mit 25,9 Prozent deutlicher dahinter, als das Umfragen vor der Wahl am 22. März erwarten ließen.
AfD holte bestes Ergebnis in Westdeutschland
Platz drei holte die AfD mit 19,5 Prozent. Es ist ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in einem westdeutschen Bundesland, ihr Resultat von 2021 konnte sie mehr als verdoppeln.
Die bisher in der Ampel mitregierenden Grünen kamen auf 7,9 Prozent, der Koalitionspartner FDP flog mit nur 2,1 Prozent aus dem Landtag. Ebenfalls nicht mehr im Parlament vertreten sein werden die Freien Wähler, die 4,2 Prozent holten. Die Linke verpasste mit 4,4 Prozent den erstmaligen Einzug in den Landtag im historischen Deutschhaus am Rhein.
Keine Veränderungen mehr bei der Zahl der Sitze
Gab es nach der Landtagswahl 2021 noch sechs Fraktionen in dem Parlament, werden es künftig nur noch vier sein. Die Union wird 39 Sitze haben, die SPD 32. Die AfD kommt auf 24 Sitze, die Grünen haben 10.
Alles läuft in Rheinland-Pfalz auf eine Premiere in dem Bundesland hinaus: eine große Koalition unter CDU-Führung mit Gordon Schnieder als Ministerpräsident an der Spitze. Die Union und die Sozialdemokraten führen bereits Sondierungsgespräche. Der neue Landtag wird sich voraussichtlich am 18. Mai konstituieren.
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