Erneut bremst ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr im Saarland viele Fahrgäste aus. Seit dem frühen Morgen haben die Beschäftigten des kommunalen ÖPNV die Arbeit wieder niedergelegt, wie Janosch Fegert, Verdi-Gewerkschaftssekretär von der Fachgruppe Busse und Bahnen im Bezirk Saar-Trier sagte. Der Warnstreik soll bis zur letzten Schicht am Freitag (6. März) dauern.
Als Folge sei der komplette kommunale Busverkehr im Saarland nicht in Betrieb, sagte Fegert. Die Gewerkschaft Verdi hat Verkehrsunternehmen in Saarbrücken, Neunkirchen, Völklingen, Saarlouis und Merzig mit rund 1.200 Arbeitnehmer zum Ausstand aufgerufen. Auch die Fahrer der Saarbahn streiken.
Fegert warb bei den betroffenen Fahrgästen um Verständnis. "Uns ist bewusst, dass der Streik zu Problemen bei vielen Menschen noch mal führt", sagte er. Daher sei es wichtig, zu sagen: "Wir kämpfen dafür, dass wir auch in Zukunft einen ÖPNV haben, der die Leute bedienen kann."
Tarifverhandlungen bisher ohne Ergebnis
Bereits im Februar hatte es Warnstreiks im ÖPNV im Saarland gegeben. Der letzte dauerte 48 Stunden. Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV Saar) kritisiert "die Eskalation mit drei Warnstreiktagen auf dem Rücken der Fahrgäste". Man habe dafür "null Verständnis".
Die Arbeitgeber forderten Verdi auf, schnell an den Verhandlungstisch zurückzukommen. Nur dort und nicht auf der Straße könnten Lösungen gefunden werden. Bei der dritten Verhandlungsrunde am Montag hatte es keinen Durchbruch gegeben.