Wassertourismus
Saisonstart - Schleusen an Saale und Unstrut wieder nutzbar

Ab Gründonnerstag starten die zehn Schleusenanlagen an Saale und Unstrut in die Saison 2026. (Archivbild) Foto: Jan Woitas/dpa-Z
Ab Gründonnerstag starten die zehn Schleusenanlagen an Saale und Unstrut in die Saison 2026. (Archivbild) Foto
© Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Pünktlich zum Saisonstart vor Ostern sind fast alle Schleusen an Saale und Unstrut wieder offen. Für die Region sind sie touristisch wichtig.

Für Bootstouristen auf Saale und Unstrut heißt es kurz vor Ostern wieder "Freie Fahrt voraus!". Am Gründonnerstag startet im Süden Sachsen-Anhalts die Schleusensaison, wie das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und der Burgenlandkreis mitteilten. An den beiden Flüssen in der bei Touristen beliebten Region gibt es den Angaben zufolge zehn Schleusen - jeweils fünf an Saale und Unstrut. Bis auf die wegen Sanierungsarbeiten geschlossene Unstrut-Schleuse Laucha seien alle Anlagen bis voraussichtlich Ende Oktober geöffnet. 

Millionen Euro für Instandhaltung der Unstrut-Schleusen

Das Land sowie der Burgenlandkreis und Saalekreis fördern den Schleusenbetrieb, der von der Gesellschaft für ökologische Sanierungs- und naturnahe Fremdenverkehrs-Infrastrukturprojekte des Burgenlandkreises personell gestemmt wird. Eigentümer der Schleusenanlagen ist der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, wie es hieß. Er kümmere sich mit Unterstützung der Förderer um Instandhaltung, Wartung und Reparatur. Dem Umweltministerium zufolge wurden seit 2015 gut 3,5 Millionen Euro allein in die fünf Schleusen an der Unstrut investiert. 

Mehr als 4.000 Schleusungen im Jahr 2025

Nach Angaben des Burgenlandkreises gab es 2025 auf Saale und Unstrut 4.068 Schleusungen. Davon entfielen 2.438 auf die Unstrut und 1.630 auf die Saale. Pro Schleusung hätten im Schnitt etwa drei Boote mit sieben bis acht Menschen die Anlagen passiert, hieß es. Der Wassertourismus im südlichen Sachsen-Anhalt sei nicht nur gut für die lokale Wirtschaft, er ermögliche es zudem, Naturschätze aus nächster Nähe vom Wasser aus zu erleben.

dpa

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