Sommerboten im Anflug: In Thüringen sind nach dem Winter die ersten Rauchschwalben aus wärmeren Gefilden zurückgekehrt. So wurden bereits Exemplare im Landkreis Gotha gesichtet, wie der Umweltverband Nabu mitteilte. Sie haben südlich der Sahara in Afrika überwintert. Den Rauchschwalben folgen mit etwas zeitlichem Abstand die Mehlschwalben. Beide Arten gelten als gefährdet. Während sich der Bestand an Rauchschwalben bundesweit zuletzt etwas stabilisiert habe, sei die Zahl der Mehlschwalben innerhalb von 40 Jahren um fast die Hälfte zurückgegangen, so der Verband.
Rauchschwalben nisten in Ställen, Scheunen und Garagen, zu denen sie über offene Fenster, Türen oder Einflugöffnungen durchgehend Zugang benötigen. Mehlschwalben bevorzugen Außenwände für den Nestbau. Sie bauen aus hunderten Lehmkügelchen geschlossene Lehmnester mit dem Schnabel unter Dach- oder Fassadenvorsprüngen.
Hilfe beim Nestbau gefragt
Hausbesitzer können Schwalben beim Nestbau unterstützen, etwa durch künstliche Nisthilfen oder indem sie Lehmpfützen im Garten anlegen und diese vor allem zur Nestbauzeit im Mai und Juni immer feucht halten. So finden Schwalben ihr Baumaterial. Lehmpfützen sollten nicht mehr als 300 Meter vom Niststandort entfernt sein und Schutz vor Katzen bieten.