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Norwegen Torwart provoziert mit Schwalbe rote Karte – für den eigenen Mitspieler

Viking Stavangers Torhüter Patrik Gunnarsson sorgte mit seiner Schwalbe für die Szene des Spieltags in Norwegen.
Viking Stavangers Torhüter Patrik Gunnarsson, hier im Trikot des FC Brentford, sorgte mit seiner Schwalbe für die Szene des Spieltags in Norwegen.
© Andrew Aleksiejczuk / Imago Images
Die Fußballwelt lacht über zwei Schwalben: In Norwegen provoziert ein Torhüter eine rote Karte für den eigenen Mitspieler. In Brasilien sorgt Deyverson für die kurioseste Schwalbe des Jahres.

Norwegens erste Fußball-Liga Eliteserien ist nicht unbedingt hinlänglich für große Fußballhighlights bekannt. Eine Szene vom Wochenende aus der Partie von Kristiansund BK gegen Viking Stavanger dürfte aber in aller Munde sein. In der Nachspielzeit geraten Stavangers Torhüter Patrik Gunnarsson und sein Mitspieler David Brekalo aneinander. Brekalo schubst seinen Torhüter zwei Mal, der nach dem zweiten Kontakt theatralisch zu Boden geht und dort liegen bleibt. Gegenüber dem Aftenblad gab Gunnarsson an, dass eine Klärungsaktion der Auslöser für den Streit gewesen sein. Brekalo hätte demnach eine Flanke klären müssen, da er kein Signal vom Torhüter bekommen habe, den Ball passieren zu lassen.

Brekalo war nach der Schauspieleinlage seines Torhüters so erbost, dass ihn mehrere Mitspieler beruhigen mussten. Nach kurzer Überlegung schickte Schiedsrichter Kristoffer Hagenes Bekalo zum Duschen. Ob der Mittelfeldspieler an den verbleibenden beiden Spieltagen - die Saison in Norwegen läuft von April bis Dezember - nochmal auflaufen darf, ist unklar. Stavanger brachte zu zehnt den knappen 3:2-Vorsprung über die Zeit und darf von einer Teilnahme an der Europa Conference League in der kommenden Saison träumen. Bei Viking war man jedoch um Schadensbegrenzung bemüht und postete ein Bild der beiden Streithähne, wie sie sich am Flughafen umarmen.

Auch in der Bundesliga gab es schon einen Platzverweis nach einem Streit unter Mitspielern. Im Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 im Februar 2003 griff Dortmunds Torhüter Jens Lehmann BVB-Stürmer Marcio Amoroso an und wurde vom Platz gestellt. 

Kuriose Schwalbe auch in Brasilien: Deyverson macht seinem Namen alle Ehre

Doch damit nicht genug der kuriosen Schwalben am vergangenen Wochenende. Denn getoppt wurde der Vorfall aus Norwegen in Brasilien. Im Finale der Copa Libertadores, das südamerikanische Pendant zur Champions League, treffen Palmeiras und Flamengo Rio de Janeiro aufeinander, als in der Nachspielzeit der Verlängerung Deyverson wie vom Blitz getroffen zu Boden geht. Nur: Getroffen hatte ihn kein Gegenspieler, sondern der Schiedsrichter.

Nach einer kleinen Rangelei an der Strafraumgrenze war Deyverson, der 2015 acht Spiele für den 1. FC Köln in der Bundesliga bestritt, im kurzen Austausch mit dem Schiedsrichter. Dieser löste die Situation und verpasste Deyverson einen leichten Klaps, der große Wirkung beim Angreifer hatte. Der 30-Jährige wälzte sich schwer getroffen über den Rasen, bis er realisierte, dass er nicht von einem Gegenspieler getroffen wurde. Die kuriose Schwalbe nahm aber auch wichtige Sekunden von der Uhr, Palmeiras feierte einen 2:1-Erfolg und den Gewinn der Copa Libertadores. Den entscheidenden Treffer erzielte wer? Genau, Deyverson.

Quellen: Aftenblad (Paid), Youtube, Twitter


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