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Skandal-Schwalbe: "Papadopoulos hat das mit dem Video-Schiri wohl falsch verstanden"

Der HSV grüßt endlich mal wieder von der Tabellenspitze. Aber irgendwas ist ja immer. Verteidiger Papadopoulos ist jetzt wohl der unbeliebteste Kicker der Liga. So urteilt das Netz über seine Skandal-Schwalbe.

Kyriakos Papadopoulos verärgtert Fans mit Skandal-Schwalbe

Man fragt sich ganz betroffen, ja was hat ihn denn getroffen? Nichts, wie der Video-Schiedsrichter belegte: Kyriakos Papadopoulos während seines Schwalben-Theaters in Köln.

"Das mit dem Videoschiri hättet ihr dem Griechen aber echt nochmal erklären können, #HSV!" Hohn, Spott und Wut ergießt sich derzeit in den sozialen Medien über Kyriakos Papadopoulos. Der hünenhafte Verteidiger des Hamburger SV hat sich mit einer schier unfassbaren Aktion wohl in der Horrorliste der schlimmsten Schwalben der Bundesliga-Geschichte verewigt. Das Urteil der Fans in den sozialen Medien ist jedenfalls eindeutig; der 25-Jährige hat einiges an Kredit verspielt: "Wann hat endlich mal ein Verein den Arsch in der Hose und sperrt einen Spieler vereinsintern", twitterte User Marco und versah seinen Tweet mit den Hashtags #Papadopoulos #kannweg.

Was den in seiner bisherigen Bundesligazeit als aufrechten Kämpfer geschätzten "Papa" geritten hat, ist nach wie vor schwer nachzuvollziehen. In der sechsten (!) Minute der Nachspielzeit der Bundesligapartie des HSV in Köln am Freitagabend lässt sich der Defensivmann im eigenen Strafraum plötzlich fallen und mimt mit schmerzverzerrtem Gesicht das Opfer - angeblich schwer an der Brust getroffen von einem Gegenspieler. Dumm nur: Es ist kein Gegenspieler in der Nähe (ein Kölner war nach dem Tor zum 1:2 lediglich an ihm vorbeigelaufen). Doppelt dumm für den HSV-Spieler: Seit Beginn der Saison gibt es einen Video-Schiedsrichter. Ergebnis: Statt einer Roten Karte für den Gegner gibt's Gelb für Papadopoulos; die erste Gelbe Karte aufgrund einer Entscheidung des Videoschiedsrichters in der Bundesliga überhaupt. Ein ordentlicher Shitstorm in den sozialen Medien kommt obendrauf.


Kyriakos Papadopoulos: Wie war das mit dem Video-Schiri?

Offenbar habe "Papa" habe das mit dem Video-Schiri nicht ganz begriffen, lästern einige über die Oscar-reife Leistung. Möglicherweise habe er auch schlicht geglaubt, der Video-Schiedsrichter sei auf die exklusiven Bilder des Eurosport-Players angewiesen, der am Freitag über weite Strecken ausgefallen war - allerdings nicht zum Zeitpunkt der Skandal-Schwalbe.


Andere erinnern daran, dass Nationalstürmer Timo Werner von RB Leipzig nach einem offensichtlich vorgetäuschten Foul in der vergangenen Saison noch heute in den Stadien - auch bei Länderspielen - ausgepfiffen wird. In Erinnerung daran sollte Papadopoulos der "Timo Werner Award" zuerkannt werden, finde einige.


Auf jeden Fall hat der HSV-Verteidiger kräftig seinen Ruf ruiniert. Die Fans urteilen hart - und sie tun es wort- und ideenreich:


Verdorben hat Papadopoulos übrigens seinem Verein auch die positiven sportlichen Schlagzeilen nach dem 3:1 in Köln. Beim Sieg gegen Augsburg redete alles von Nicolai Müllers Jubel-Verletzung, jetzt redet alles über die Super-Schwalbe. Ein Twitter-User zieht angesichts dessen sein Fazit: "HSV doing HSV stuff."

dho / dho

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