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Bundesliga im stern-Check: Die kuriose Schuh-Geschichte von Leipzigs neuem Siegtorschützen

Die gute Nachricht beim Hamburger SV: Der neue Trainer Bernd Hollerbach verlor auch sein zweites Spiel nicht. Das Doofe: Alles andere deutet klar auf Abstieg hin - auf und neben dem Platz. Hinter dem Tor des Tages steckt derweil eine lustige Geschichte.

Ademola Lookman schoss Leipzig zum Sieg - obwohl er nur ein Paar Fußballschuhe aus England mitgebracht hatte

Ademola Lookman schoss Leipzig zum Sieg - obwohl er nur ein Paar Fußballschuhe aus England mitgebracht hatte, das überhaupt nicht zum Wetter passen wollte.

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So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Aufreger des Spieltags

Die interessanteste Szene für Regelfüchse gab es in  . Nachdem Herthas Verteidiger Stark den Hoffenheimer Schulz im Strafraum getroffen hatte, gab es Elfmeter. Der Tritt war unstrittig, allerdings hatte der Gefoulte bei Ballabgabe im Toraus und damit im Abseits gestanden. Hätte Schiedsrichter Deniz Aytekin also auf Freistoß Berlin statt Elfmeter Hoffenheim entscheiden müssen? Nicht unbedingt. Ging er davon aus, dass eine neue Spielsituation entstanden war, war der Elfmeterpfiff berechtigt. Bei so viel Regelunklarheit wollte sich auch der Videoschiri lieber nicht einmischen.

Dieses Tor sollten Sie (noch einmal) sehen

Auf den letzten Drücker hatte RB Leipzig vor Transferschluss noch Ademola Lookman aus Everton ausgeliehen. Am Samstag erzielte der Leihspieler nach einem furiosen Sololauf kurz vor Schluss das goldene Tor gegen Mönchengladbach. Fast noch bemerkenswerter als das Tor an sich: Der Neuzugang war nach Aussage seines Trainers Ralph Hasenhüttl lediglich mit einem Paar Fußballschuhe aus England angereist - seinen Glücksschuhen. Auf dem seifigen Boden rutschte er damit mehrfach weg, weshalb Hasenhüttl ihn schon wieder auswechseln wollte. Bei Lookmans Sololauf durch die komplette gegnerische Abwehr war von Standschwierigkeiten dann aber nichts mehr zu sehen. Trotzdem hat der Verein ihm mittlerweile neue Schuhe besorgt.

Verlierer des Spieltags

Wenn man es unbedingt positiv sehen will, könnte man sagen: Der HSV hat schon wieder nicht verloren und ist unter Neu-Trainer weiter ungeschlagen. Doch selbst für eingefleischte HSV-Optimisten hört sich das nach dem quälenden 1:1 gegen Hannover 96 nach hohlen Durchhalteparolen an.

Sportlich gesehen haben die Hamburger nicht nur zwei Punkte auf den direkten Konkurrenten Werder Bremen verloren, der auf Schalke gewann. Sie machten - im Gegensatz zu den Bremern -  auch nicht den Eindruck als könnten sie in dieser Saison noch viele Spiele gewinnen. Mit Walace stocherte ein Spieler im zentralen Mittelfeld herum, der gar nicht mehr für den HSV spielen will. Hoffnungsträger Jann-Fiete Arp bekam nach seiner Einwechslung kein Bein auf den Boden und Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos flog völlig verdient vom Platz.

Und auch auf allen anderen Ebenen gibt der Verein selbst für HSV-Verhältnisse derzeit ein Bild der Schwäche ab. Zu den ewigen Querschüssen des Mäzens Klaus-Michael Kühne kam vor dem Hannover-Spiel auch noch ein Putschversuch im Aufsichtsrat: Vergeblich hatte ein Aufsichtsratsmitglied versucht, Klubboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt zu stürzen. Und auch viele Fans scheinen den Glauben verloren zu haben und nur noch die Spieltage bis zum ersten Abstieg der Geschichte herunterzuzählen: Anders ist es nicht zu erklären, dass das Stadion bei so einem wichtigen Spiel - zum wiederholten Male - nicht ausverkauft war. Geschlossenheit und Glaube an das Ziel Klassenerhalt sieht anders aus.

Gewinner des Spieltags

Dass die Bayern ihr Spiel in Mainz mit 2:0 gewannen, war alles andere als eine Sensation. Zu allem Überfluss bekamen die Münchner aber auch noch maximale Schützenhilfe von der Konkurrenz. Die vor dem Spieltag auf Rang 2, 3 und 4 platzierten Teams schafften es allesamt nicht, ihre Spiele zu gewinnen. Leverkusen spielte nur Unentschieden in Freiburg, verlor gegen Bremen und Frankfurt in Augsburg. Bayern ist so gut wie Meister.

Bild des Tages 

Gestatten, der neue Aubameyang: Michy Batshuayi

Gestatten, der neue Aubameyang: Michy Batshuayi

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Besser hätte das Debüt für Aubameyang-Ersatz Michy Batshuayi gar nicht laufen können. Mit zwei Toren und einem Assist führte der Neuzugang den BVB zum 3:2-Sieg in Köln. Dass ihm ein weiterer Treffer nach Videobeweis wieder aberkannt worden war, konnte er da gut verschmerzen.

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