Integration Wie aus Flüchtlingen Lehrer an deutschen Schulen werden

Im Mai unterrichtete Ali Alhalabieh noch als Hospitant an der Theodor-König-Gesamtschule in Duisburg. Nach den Sommerferien wird er dort als Vertretungslehrer anfangen.
Im Mai unterrichtete Ali Alhalabieh noch als Hospitant an der Theodor-König-Gesamtschule in Duisburg. Nach den Sommerferien wird er dort als Vertretungslehrer anfangen.
© Marcus Simaitis
Lehrern aus Syrien oder dem Iran erscheint vieles fremd am deutschen Unterricht. Eine Schulung ebnet ihnen den Weg in die hiesigen Klassenzimmer.
Von Martin Theis

Da, wo der Lehrer Ali Alhalabieh herkommt, gehen Mädchen und Jungen getrennt zur Schule. Sie tragen Uniform, müssen zweimal in der Woche der Flagge salutieren und Parolen skandieren. An den Wänden hängen Porträts der Assad-Familie, die das Land seit Jahrzehnten im Würgegriff hält. Lehrer gelten als unfehlbare Autoritäten und herrschen oft mit militärischem Ton und Rohrstock. Wer sich eine kritische Meinung erlaubt, lebt gefährlich: "Als Kind hatte ich in der Schule immer Angst", sagt Ali Alhalabieh.


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