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Firma "Bayern Ei" - Salmonellen und Tierquälerei So erkennen Sie die Eier des Skandal-Betriebs


Europaweit brachen 2014 Salmonellen aus. Schuld soll der Betrieb "Bayern Ei" sein, der schon öfter wegen Tierquälerei und mangelnder Hygiene Schlagzeilen machte. So erkennen Sie die Eier der Firma.

Vergangenen Sommer erkrankten hunderte Menschen in Deutschland, Großbritannien, Österreich, Frankreich und Luxemburg an Salmonellen. Mindestens zwei Menschen starben.

Laut einem gemeinsamen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" und dem BR-Politikmagazin "Kontrovers" soll der Ausbruch auf verseuchte Eier der Firma "Bayern Ei" aus dem niederbayerischen Aiterhofen zurückzuführen sein. Dem Bericht zufolge sehen die Behörden in Großbritannien und Österreich eine direkte Verbindung von jeweils einem Todesfall zu der Firma. Dabei beriefen sich die Ermittler auf eine Rekonstruktion der Lieferwege "und eine Art genetischer Fingerabdruck der Bakterien". Dieser sei nahezu identisch mit den Proben, die bei "Bayern Ei" genommen wurden. Die Staatsanwaltschaft Regensburg habe Ermittlungen gegen den Eierproduzenten eingeleitet.

Auffällig sei, dass die Eier damals überhaupt in den Handel gelangt seien, kritisieren die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC und die Lebensmittelaufsicht EFSA. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betont, "sachgerecht und korrekt" gehandelt zu haben. Doch trotz vieler Hinweise auf die Quelle der Erreger des Typs Salmonella enteritidis PT14b handelt das LGL nicht. Es gab keine Rückrufaktion der Eier, schreiben die "SZ" und der "BR".

"Tierquäler der Nation"

Tierschützern ist der Betrieb schon lange ein Dorn im Auge. Nun beklagten sie erneut die mangelhaften hygienischen Zustände in einem Stall des Unternehmens. Auf heimlich gedrehten Videoaufnahmen waren dem Bericht zufolge "zerrupfte Hühner, dazu Dreck, sterbende Hennen - und immer wieder Tierkadaver" zu sehen. Der Geschäftsführer Stefan Pohlmann und sein Vater Anton Pohlmann, der auch als "Tierquäler der Nation" bekannt ist, stehen schon lange wegen Tierquälerei und Manipulationsvorwürfen in der Kritik. Vor rund 20 Jahren wurden sie verurteilt, weil sie in einem Hühnerstall Nikotin versprüht haben sollen und ein Mitarbeiter dabei fast ums Leben kam. Zu den neuen Vorwürfen wollten sie sich auf Anfragen von SZ und Bayrischem Rundfunk nicht zu den Vorwürfen äußern.

So erkennen Sie Eier aus dem Skandal-Betrieb

Ob Sie ein Ei aus dem bayerischen Betrieb in den Händen halten, erkennen Sie an folgenden Kennzeichnungen:

3-DE-0920431 – Farm Niederharthausen-Aiterhofen

3-DE-0920411 – Farm Wallersdorf Ettling

3-DE-0920441 – Legehennenfarm Tabertshausen

mh/AFP AFP

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