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Wuhan: Hundertjähriger Coronavirus-Patient in China geheilt

Gute Nachrichten aus China: In Wuhan, dem bisherigen Epizentrum des Coronavirus, ist ein hundertjähriger Mann von der Lungenkrankheit Covid-19 geheilt worden.

Ein Mediziner in einem Krankenhaus in Wuhan

Ein Mediziner in einem Krankenhaus in Wuhan: China ist auf einem guten Weg, die Coronavirus-Epidemie in den Griff zu bekommen.

AFP

Besonders für alte Menschen mit Vorerkrankungen ist das Coronavirus lebensgefährlich. Dennoch haben bei frühzeitiger Erkennung und richtiger Behandlung auch Risikopatienten eine Überlebenschance. In China ist nun ein 100 Jahre alter Mann von der Lungenkrankheit Covid-19 geheilt worden. Das berichten britische Medien unter Berufung auf die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Der Hundertjährige wäre damit der älteste Patient, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat und davon wieder genesen ist. Zuvor war bereits der Fall einer 98-jährigen Frau bekanntgeworden, die ebenfalls geheilt wurde. Am Samstag wurde der Mann zusammen mit 80 anderen Patienten aus einer Klinik in Wuhan entlassen. In der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei war die Krankheit im Dezember erstmals ausgebrochen.

China: Patient mit Vorerkrankungen von Covid-19 geheilt

Besonders bemerkenswert ist die Genesung des greisen Patienten, da dieser unter einer Reihe von Vorerkrankungen litt – Alzheimer, Herzschwäche, hoher Blutdruck. Wie die englische Zeitung "Daily Mail" berichtet, wurde er in dem Krankenhaus in Wuhan mit Bluttransfusionen ehemaliger Covid-19-Patienten behandelt. Die Antikörper, die das Immunsystem bereits genesener Menschen gebildet haben, können offenbar zur Heilung bei solchen Patienten beitragen, die noch gegen die Krankheit kämpfen.

Von der Methode erhoffen sich die Ärzte weitere Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus. "Die Tatsache, dass wir Blut mit Antikörpern von geheilten Patienten benutzt haben, um einen Hundertjährigen zu heilen, gibt den anderen Patienten Zuversicht", sagte einer der behandelnden Ärzte dem chinesischen Staatsfernsehen.

Birgit Schlerith ist an Covid-19 erkrankt. Wegen des neuartigen Coronavirus steht sie mit ihrer Familie unter Quarantäne.

Zahl der Neuinfektionen in China geht deutlich zurück

In China geht die Zahl der Neuinfektionen seit einigen Tagen deutlich zurück. Am Dienstag gab es nach Behördenangaben nur 17 Neuansteckungen in Wuhan – dies war die niedrigste Zahl seit Beginn der Veröffentlichung der täglichen Neuinfektionen in China am 21. Januar. Chinas Staatschef Xi Jinping sieht die Epidemie in dem bisherigen Epizentrum Hubei "im Wesentlichen eingedämmt".

Seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus im Dezember wurden in Festlandchina mehr als 80.700 Infektionen sowie mehr als 3100 Todesfälle registriert, die meisten in Hubei. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in China mehr als 70 Prozent der Coronavirus-Patienten wieder gesund. Von den mehr als 80.000 Erkrankten in China hätten 58.000 Patienten die Krankenhäuser wieder verlassen können, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Weltweit sei die Gefahr einer Pandemie mittlerweile aber "sehr real".

Quellen: "Daily Mail" / "Independent"


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