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Bericht aus Texas 30-Jähriger hielt Coronavirus für einen "Scherz" – und stirbt nach "Covid-19-Party"

US-amerikanischer Karnkenwagen
In Texas ist ein 30-jähriger Patient an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Zuvor soll er an einer "Covid-19-Party" teilgenommen haben. (Symbolbild)
© David Dee Delgado / Getty Images / AFP
Wie eine Ärztin aus Texas berichtet, habe ein Patient das Coronavirus als "Scherz" abgetan und sei zu einer "Covid-19-Party" gegangen. Kurz vor seinem Tod soll er gesagt haben: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht". 

Nicht nur Alte und Kranke erkranken schwer am Coronavirus. Auch für jüngere Menschen kann der Erreger gefährlich werden, wie der Fall eines 30-jährigen Patienten aus Texas erneut vor Augen führt. Wie die Ärztin Jane Appleby vom Methodisten-Krankenhaus in San Antonio in einem Video berichtet, ist der Patient an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, nachdem er an einer "Covid-19-Party" teilgenommen hatte. US-Medien, darunter der Regionalsender "News4SA", hatten das Video der Medizinerin am Wochenende verbreitet.

Der nun Verstorbene habe sich kurz vor seinem Tod an eine Krankenschwester gewandt und gesagt: "Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht, ich dachte, das wäre ein Scherz, aber das ist es nicht." Der Gastgeber der Party sei selbst mit dem Coronavirus infiziert gewesen, berichtet die Ärztin weiter. Die Teilnehmer der Party hätten herausfinden wollen, ob das Virus wirklich existiere und Menschen sich damit infizieren können. Der Tod des jungen Patienten sei möglicherweise "vermeidbar" gewesen – sie fühle mit der Familie.

Ärztin über Coronavirus: Niemand ist "unbesiegbar"

In dem Video appelliert die Ärztin vor allem an junge Menschen. "Niemand von uns ist unbesiegbar", sagte sie. "Ich möchte nicht alarmistisch klingen, wir versuchen nur, einige Beispiele aus der Praxis zu benennen, damit unsere Gesellschaft erkennt, dass dieses Virus sehr ernstzunehmend ist und sich leicht verbreiten kann." In der Klinik in San Antonio seien derzeit etliche junge Menschen in Behandlung. Einige könnten schnell wieder entlassen werden, andere befänden sich in einem kritischen Zustand auf der Intensivstation.

Sorgen bereitet der Medizinerin auch der Anstieg der positiv getesteten Coronavirus-Fälle vor Ort. Fast jeder fünfte Test (22 Prozent) falle mittlerweile positiv aus, so Appleby. Sie rief die Menschen dazu auf, Masken zu tragen und sich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Texas gehört aktuell zu den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Staaten in den USA. Der texanische Gouverneur hatte deshalb eine Maskenpflicht für einen Großteil des Bundesstaates angeordnet. In den USA hatte sich die Corona-Krise zuletzt wieder deutlich zugespitzt - die Infektionsraten erreichten mehrere Tage in Folge neue Höchstwerte. 

Quelle: "News4SA" / "Johns Hopkins University"

ikr

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