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Coronavirus: Achtung, Fake News! Gesundheitsministerium warnt auf Twitter vor Falschmeldungen

Neben hilfreichen Tipps und Hinweise verbreiten sich im Netz aktuell auch tausende Gerüchte rund um das Coronavirus. Und zwar rasant. Das Bundesgesundheitsministerium warnt nun eindringlich vor sogenannten Fake News. Auch in Österreich gibt es Probleme.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Bundespressekonferenz

Hat derzeit alle Hände voll zu tun: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

DPA

In sozialen Medien wie Facebook und WhatsApp kursieren derzeit unzählige Informationen über das neuartige Coronavirus. Darunter seriöse Tipps und hilfreiche Hinweise, aber auch ebenso viele Gerüchte, Halbwahrheiten und Mythen. Und genau die lassen bei vielen Menschen die Sorgenfalten noch tiefer werden. Das Bundesgesundheitsministerium warnt die Bevölkerung nun eindringlich vor Falschnachrichten und Panikmache in der Corona-Krise. "Achtung Fake News", schrieb das Ministerium am Samstag auf Twitter.

Gerüchte über massive Einschränkungen des Lebens

"Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen." Eine Sprecherin äußerte sich auch zur Aussage von Minister Jens Spahn, wonach sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz selbst für zwei Wochen in Quarantäne begeben sollten. Dabei handele es sich um eine Empfehlung, erklärte eine Sprecherin.

"Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", hatten Spahn und sein Ministerium am Freitagabend jeweils auf Twitter geschrieben. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

Falsche Sprachnachricht: Uni Wien wehrt sich

Auch in Österreich machen zahlreiche Gerüchte rund um das Coronavirus die Runde. Darunter eine Sprach- und Textnachricht, die derzeit via WhatsApp verbreitet wird. Darin wird behauptet, dass die vielen Todesfälle in Italien auch auf die Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen zurückzuführen seien.

Achtung - Fake News Derzeit werden WhatsApp-Text- und Sprachnachrichten in unterschiedlichen Social Media-Netzwerken...

Gepostet von Medizinische Universität Wien am Samstag, 14. März 2020

Die unbekannten Urheber beziehen sich dabei auf angebliche Forschungsergebnisse der "Wiener Uniklinik". Die verbat sich auf ihrer Facebookseite, mit dieser Falschmeldung in Verbindung gebracht zu werden. "Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um Fake News handelt, die in keinerlei Zusammenhang mit der MedUni Wien stehen!", hieß es dort am Samstagmittag.

js / DPA

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