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Fake News: Französisches Gesundheitsministerium stellt klar: Kokain hilft nicht gegen Corona

Online verbreiten sich Falschmeldungen zum Coronavirus. Das französische Gesundheitsministerium warnt vor Kokain, im Iran starben Dutzende an gepanschtem Alkohol.

Eine Linie Kokain auf einem Tisch

Kokain hilft nicht gegen das Coronavirus, sondern kann sogar gesundheitsgefährdende Wirkung haben

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Das Coronavirus breitet sich weiter in Europa aus, entsprechend steigt auch die Angst vor Infektionen und den möglichen Folgen in der Bevölkerung. Politiker und Experten weisen zwar auf den Ernst der Lage hin und treffen teils harte Maßnahmen, um das Virus einzudämmen – sie warnen aber gleichzeitig auch vor dem Ausbruch einer Panik. Trotzdem versuchen Menschen, sich mit allen Mitteln vor dem Virus zu schützen – und gefährden sich dabei teilweise selbst.

So sah sich das französische Gesundheitsministerium veranlasst, eine ungewöhnliche Klarstellung zu veröffentlichen: Nein, Kokain schütze nicht vor dem Coronavirus. Zuvor hatten sich im Internet entsprechende Falschmeldungen verbreitet. "Es ist eine abhängig machende Droge, die schwerwiegende Nebeneffekte hat und gesundheitsschädigend sein kann", warnte das Ministerium.

Coronavirus: Falschmeldungen verbreiten sich im Internet

Offenbar kam das Gerücht durch einen gefälschten Screenshot einer Fernsehmeldung in die Welt. Das Portal "Mimikama" hatte allerdings schon Anfang Februar aufgedeckt, dass die Falschmeldung mit einem Online-Generator erstellt wurde. Dennoch verbreitete sich die Fake News immer weiter, vor allem in den sozialen Netzwerken. Auf Facebook werden entsprechende Posts mittlerweile auch als Falschmeldung gekennzeichnet.

Die Gesundheitsbehörden in verschiedenen europäischen Ländern warnen vor falschen Informationen zum Coronavirus und fordern die Bevölkerung auf, sich an die Empfehlungen von Gesundheitsämtern und Wissenschaftlern zu halten. Noch gibt es kein Medikament und keinen Impfstoff gegen das Virus. Um sich gar nicht erst anzustecken, ist gründliches Händewaschen eine wirksame Vorsichtsmaßnahme. Auch sich Alkohol oder Chlor auf die Haut zu sprühen, sei – anders als in manchen Online-Foren zu lesen – nicht hilfreich, ergänzte das französische Gesundheitsministerium. 

Wer auf Fake News hereinfällt und zu den falschen Vorsichtsmaßnahmen greift, kann sich sogar selbst in Lebensgefahr begeben. Im Iran sind nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA 44 Menschen an einer Methanolvergiftung gestorben. Sie waren dem Gerücht aufgesessen, Alkohol könne die Krankheit Covid-19 heilen. Da im Iran Alkoholkonsum streng verboten ist, hatten die Infizierten offenbar gepanschten Äthylalkohol getrunken.

Quellen: Französisches Gesundheitsministerium auf Twitter / "Mimikama" / "USA Today"

epp

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