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Erneut Darmkeime in Bremer Klinik: Frühchenstation steht vor dem Aus

Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die gleichen resistenten Bakterien wie im vergangenen Jahr auf einer Bremer Frühchenstation entdeckt worden. Jetzt wird über eine endgültige Schließung spekuliert.

Nach dem erneuten Auftreten eines gefährlichen Darmkeims auf der Frühchenstation des Klinikums Bremen-Mitte sucht die Gesundheitsbehörde nach einer Alternative. Senatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) lasse den Aufbau einer Ausweichstation prüfen, sagte ihre Sprecherin Karla Götz am Dienstag. "Der Aufnahmestopp im Klinikum Mitte bleibt erhalten." Bei drei Frühchen wurde der multiresistente Keim nachgewiesen, keines ist bislang daran erkrankt.

Es werde geprüft, ob Frauen mit Risikoschwangerschaften verlegt werden können. Jürgens-Pieper werde am 13. März die Deputation der Bürgerschaft informieren, sagte Götz. Medienberichten zufolge könnte die Frühchenstation im Klinikum Mitte damit vor dem endgültigen Aus stehen. Aus der Gesundheitsbehörde gab es dazu am Dienstag keine genaueren Angaben. Der Aufnahmestopp komme aber zunächst einer Schließung gleich.

Ein Speziallabor in Bochum hatte am Montag mitgeteilt, dass es sich bei den in Bremen nachgewiesenen Keimen mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit um den identischen Bakterienstamm wie bei den Funden aus dem vergangenen Jahr handele. Das habe eine Genuntersuchung ergeben. Damals waren drei Frühchen gestorben und mehrere schwer erkrankt. Die Bakterien sind multiresistent gegen Antibiotika und deshalb besonders gefährlich für Frühchen mit einem noch nicht ausgereiften Immunsystem.

Experten-Bericht soll Aufschluss geben

Hoffnungen bei der Suche nach der Quelle der Keime setzen Behörde und Klinik auf den ausstehenden Bericht des Berliner Robert Koch-Instituts. Ein Spezialistenteam war am Wochenende auf der Station. Auch die Untersuchungen des Personals sind noch nicht abgeschlossen.

Nach den tödlichen Infektionen im vergangenen Jahr war die Frühchen-Intensivstation mehrere Wochen lang für Desinfektion und Umbau geschlossen worden. Ein Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit den Vorgängen. Zeugen berichteten von erheblichen Mängeln bei der Hygiene und im Umgang mit dem Keimausbruch. Der Chefarzt der Kinderklinik war damals entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Todesfälle.

mlr/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.