HOME

Foodwatch-Report: Worüber sich Verbraucher im Supermarkt ärgern

Ist das Müsli gesund? Und wie wurde das Fleisch produziert? Viele Verbraucher wünschen sich eine bessere Lebensmittelkennzeichnung, zeigt ein Report. Das Vertrauen in die Hersteller ist gering.

Woher stammt das Fleisch? Und wurden die Tiere artgerecht gehalten? Für Verbraucher ist das mitunter nur schwer zu erkennen.

Woher stammt das Fleisch? Und wurden die Tiere artgerecht gehalten? Für Verbraucher ist das mitunter nur schwer zu erkennen.

Man braucht schon ein kleines Lexikon. Eine Lupe wäre auch nicht schlecht. Zeit ist natürlich einzuplanen, und bevor man den Lebensmittelladen betritt, sollte man ein kleines Kennzeichnungs-Abitur absolviert haben. Dann ist die Spezies Verbraucher gut gerüstet für den Einkauf. Denn auf Anhieb dürfte wohl kaum einer alle Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie erkennen - oder hätten Sie erwartet, dass Kirschtee niemals Kirschen gesehen hat und dass Hühnersuppe nur ein Prozent Hühnerfett enthält?

Solche Verbrauchertäuschungen prangert die Verbraucherorganisation Foodwatch regelmäßig an. Seit 2007 hat sie für die Kampagne "Abgespeist" 37 Lebensmittel unter die Lupe genommen. Die öffentliche Kritik und der Verbraucherprotest haben Wirkung gezeigt: Etwa jedes dritte Unternehmen hat daraufhin das Produkt oder den Werbeauftritt verändert. Doch das grundlegende Problem bestehe weiterhin, kritisiert Foodwatch: Die Lebensmittelriesen führen die Kunden noch immer an der Nase herum - und das ganz legal.

Der unmündig gehaltene Verbraucher

Verbraucher würden durch die Gesetze nicht hinreichend vor Täuschung und Gesundheitsgefahren geschützt, heißt es im "Verbraucherreport 2014". Informierte Entscheidungen zu treffen, sei so nicht möglich. "Alle reden vom mündigen Verbraucher - doch weder Hersteller noch Gesetzgeber geben uns die Informationen an die Hand, die uns Verbraucher erst mündig machen würden", kritisiert Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Er fordert eine "klare Information über die wesentlichen Eigenschaften eines Lebensmittels", damit Verbraucher beim Einkauf bewusste Entscheidungen treffen können.

Für den Report, den die Organisation jetzt in Berlin vorgestellt hat, hat das Meinungsforschungsunternehmen TNS Emnid im Auftrag von Foodwatch gut 1000 Bürger befragt. Das Ergebnis: Drei von vier Verbrauchern scheitern an der Lebensmittelkennzeichnung: Sie finden es schwierig, die Qualität der Lebensmittel anhand der auf der Verpackung abgedruckten Angaben zu erkennen.

Weitere wichtige Ergebnisse der Umfrage im Überblick

  • Zwei Drittel der Befragten befürchten "häufig" oder "manchmal", dass wichtige Inhaltsstoffe nur versteckt oder unverständlich auf der Verpackung stehen.
  • Zwei Drittel machen sich "häufig" oder "manchmal" Gedanken darüber, dass ein Lebensmittel nicht so gesund ist, wie es die Verpackung verspricht.
  • Etwas mehr als die Hälfte der Verbraucher hat Sorge, dass sie eine versteckte Preiserhöhung nicht mitbekommen.
  • Zwei Drittel haben sich schon einmal über die zu kleine Schrift auf Lebensmittelverpackungen geärgert.
  • 82 Prozent der Befragten finden, dass Gesundheitswerbung bei tatsächlich unausgewogenen Produkten wie Süßigkeiten oder Softdrinks verboten werden sollte.
  • Den Nährwertgehalt geben Hersteller oftmals mit Prozentwerten - sogenannten GDA-Werten (Guideline Daily Amounts, Richtwerte für die Tageszufuhr) - an. Immerhin hält eine Mehrheit der Befragten (58 Prozent) diese für verständlich. Für vier von zehn Befragten sind sie allerdings noch Jahre nach ihrer Einführung unverständlich. Tatsächlich zeigt ein direkter Vergleich mit dem Ampelmodell, dass mit diesem ungesunde Lebensmittel besser enttarnt werden können.
  • Das Vertrauen in die Lebensmittelhersteller ist nicht gerade groß. Nur etwa jeder Dritte glaubt, dass deren Angaben über die Qualität und Beschaffenheit von Lebensmitteln verlässlich sind.

Dabei sei es ohnehin nicht viel, was Hersteller verpflichtend auf Lebensmitteln angeben müssen, kritisiert Foodwatch in dem Report. Neben der Produktbezeichnung zählen das Zutatenverzeichnis, die Füllmenge und ein Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum dazu. Auch Stoffe, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können, müssen erwähnt werden. Will der Kunde mehr wissen - etwa woher die Zutaten stammen -, ist er auf das Wohlwollen der Unternehmen angewiesen, bemängelt die Verbraucherorganisation.

Kleine Portionen, natürliche Aromen

Und die Firmen wissen die Lücken der Gesetzgebung kreativ zu nutzen: Portionen als Bezugsgröße werden unrealistisch klein gewählt, sodass etwa der Zucker- und Salzgehalt des Lebensmittels bei den abgedruckten Nähwertinformationen unproblematisch erscheint, kritisiert der Report. Gegen die Ampelkennzeichnung habe sich die Industrie erfolgreich zur Wehr gesetzt, stattdessen dürften noch immer die für Verbraucher unverständlicheren GDA-Werte prominent auf den Verpackungen platziert werden. Ein natürliches Aroma müsse keineswegs von der angegebenen Frucht stammen und Produktionsbedingungen würden hinter nichtssagenden Begriffen wie "artgerechte Tierhaltung" verschleiert.

Dabei wünschen sich der Umfrage zufolge 88 Prozent der Befragten klare Angaben über die Herkunft der wichtigsten Zutaten. Auch darüber, ob Tierbestandteile in der Herstellung verwendet wurden oder Gentechnik im Tierfutter zum Einsatz kam, wollen 79 Prozent informiert werden. Verpflichtend sind solche Angaben bis jetzt nicht.

Um den "legalen Etikettenschwindel" zu beenden, fordert Foodwatch gesetzliche Konsequenzen. Die Vorgaben für die Kennzeichnung müssten verbessert und der Rahmen für Bewerbung und Vermarktung der Produkte verändert werden. "An manchen Stellen ist tatsächlich mehr Information erforderlich - an anderen vor allem mehr Verständlichkeit", heißt es in dem Report.

lea

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(