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Pandemie-Bekämpfung Britische Forscher arbeiten an Corona-Impfung in Pillen- oder Sprayform

Kommt die Corona-Impfung in Pillenform?
Kommt die Corona-Impfung in Pillenform?
© Anatoliy Sizov / Getty Images
Manche Menschen haben panische Angst vor Spritzen – für sie könnte es gute Nachrichten geben. Britische Wissenschaftler glauben, dass die Corona-Impfung als Tablette oder Nasenspray genauso gut oder gar besser wirken könnte.

Auch nach Entwicklung der verschiedenen Corona-Impfstoffe wird weiter an Vakzinen gearbeitet. So beispielsweise an der Universität Oxford, wo Sarah Gilbert, Professorin für Impfstoffforschung, an einer alternativen Methode arbeitet, den Menschen die Impfung zu verabreichen. Das dürfte besonders für diejenigen interessant sein, die große Angst vor Spritzen und Injektionen haben: Gilbert und ihr Team wollen den Impfstoff in Tablettenform oder als Nasenspray verfügbar machen.

"Wir denken über eine zweite Generation des Impfstoffs nach", sagt Giilbert dem "Evening Standard". "Wie allgemein bekannt ist, werden die Impfungen derzeit als intramuskuläre Injektionen verabreicht, und das ist nicht zwingend die beste Methode, um dem Körper einen Schutzmechanismus für ein Atemwegsvirus zu verpassen. Denn hierbei wollen wir, dass das Immunsystem in den oberen Atemwegen und später auch in den unteren Atemwegen aktiv wird, wo das Virus die Infektion verursacht."

Andere Darreichungsformen für Impfung hätten Vorteile

Statt einer Spritze also ein Spray – das dürfte für viele Menschen deutlich attraktiver klingen. Aber auch als Pille könnte es die Impfung irgendwann geben: "Es ist auch eine Möglichkeit, Schluckimpfungen in Betracht zu ziehen. Dabei nimmt man eine Tablette ein, die einem die Immunisierung gibt. Für die Impfkampagne böte das große Vorteile, wenn man nicht mit Nadeln und Spritzen hantieren müsste."

Diese Impfmethoden der "zweiten Generation" hätten also zahlreiche Vorteile – aber sie haben auch einen großen Nachteil. "Es wird dauern, bis sie fertig entwickelt sind", sagt Sarah Gilbert. "Beide Varianten, an denen wir begonnen haben zu arbeiten, brauchen noch Zeit. Sie müssen auf ihre Sicherheit getestet werden, und auf ihre Wirksamkeit." Sie ist aber überzeugt davon, dass die Arbeit, die sie und ihr Team gerade leisten, auf lange Sicht wertvoll sein wird. "Darum richten wir jetzt unsere Aufmerksamkeit voll und ganz darauf, herauszufinden, wie wir andere Verabreichungsmethoden für zukünftige Impfungen entwickeln können."

Quelle:   "Evening Standard"

wt

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