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Gastbeitrag

Wissenschaftsautor: Bas Kast über die Zeit nach Corona und eine neue Gesellschaft: "Im Verzicht liegt auch Gewinn"

Wohlstandsstress, Klimasünden, Ausbeutung der Tiere: Wollen wir, wenn sich der Corona-Spuk gelegt hat, wirklich zurückkehren in die Welt, wie sie war? Nein, wir können uns ändern, es liegt in unserer Hand, meint Wissenschaftsautor Bas Kast im Gastbeitrag für den stern.

Der deutsch-niederländische Wissenschaftsautor Bas Cast fragt, was uns wirklich ist

Bestsellerautor: Der deutsch-niederländische Wissenschaftsautor Bas Kast macht sich in Corona-Zeiten Gedanken darüber, was im Leben wirklich wichtig sein sollte.

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Ruhe. Ungewöhnliche, innere Ruhe. In diesen sonderbaren Tagen, die ich, wie die meisten von uns, weitgehend in den eigenen vier Wänden verbringe, 24 Stunden täglich mit meiner Frau und meinen drei kleinen Söhnen, mache ich mehr und mehr eine überraschende Entdeckung. Es ist die Ahnung von einem anderen Leben: Jetzt, da das gesamte Land, ja die halbe Welt so jäh ein paar Gänge runtergeschaltet hat, stellt sich auch bei mir – neben einer gewissen Alarmbereitschaft und Sorge –  zumindest phasenweise eine nie gekannte Ruhe ein.

Üblicherweise erlebe ich eher selten einen Moment, in dem ich den Moment als solches richtig auskosten könnte. In Gedanken bin ich meist schon beim nächsten Augenblick, den ich im Kopf vorwegnehme, als würde mir dieser zukünftige Augenblick das große Glück bringen. Sobald der Augenblick dann erst einmal gekommen ist, kann ich den natürlich auch nicht genießen, da ich mir ja nun den wiederum nächsten Augenblick herbeisehne.

Mir ist klar, dass ich nicht der Einzige bin, der sich chronisch gehetzt fühlt, und doch dachte ich intuitiv immer: Es liegt an mir. An meiner mangelnden buddhistischen Natur. In diesen Tagen merke ich, dass es nicht zuletzt die gestresste Welt war, die mich in ständige Unruhe versetzt hat.

Die Prä-Corona-Welt war wie ein Fußballstadion

Man könnte sich unsere Prä-Corona-Welt als Fußballstadion vorstellen, in dem irgendwann ein Fan aus Begeisterung aufspringt und damit den Blick der hinteren Nachbarn versperrt. Also stehen nun auch die Nachbarn von ihren Plätzen auf, was wiederum deren Nachbarn dazu nötigt, ebenfalls aufzustehen. Am Ende stehen alle, ohne wirklich besser dazustehen, im Gegenteil: Das Sitzen war erheblich bequemer, nur ist Sitzenbleiben inmitten von Stehenden keine attraktive Option mehr. Unsere Lage hat sich lediglich dadurch verschlechtert, dass sich die Situation der anderen "verbessert" hat. Wir müssen aufstehen, wenn wir einfach nur das Spiel weitersehen wollen.

In der Prä-Corona-Welt mussten wir alle immer stehen, und zunehmend auf den Zehenspitzen, um etwas sehen zu können. Immer rennen, rennen, rennen, nur um mitzuhalten. Als wäre die Welt ein Riesenlaufband, das sich schneller und schneller drehte: Wer es wagte, eine Verschnaufpause einzulegen, blieb in unserer Turbo-Gesellschaft nicht einfach bloß stehen. Nein, er oder sie fiel unweigerlich zurück. Wurde vom Laufband gnadenlos auf den Boden gespuckt.

So haben wir uns alle gegenseitig dazu genötigt, uns zu verausgaben, ständig Gas zu geben, rund um die Uhr erreichbar zu sein, in dem verzweifelten Versuch, nicht viel mehr als den Status Quo zu halten. Jetzt, wo das Laufband plötzlich zum Stillstand kommt, können auch wir einen Augenblick lang aufatmen.

Ist da nicht etwas verloren gegangen?

Ja, natürlich ist auch mir schmerzhaft bewusst, dass der momentane Lockdown der Welt mit enormen Kosten einhergeht, mit unfassbarem Leid, mit Jobverlust, Existenzangst, Krankheit und Tod. Und doch erwächst in der kollektiven Not nun vielleicht auch etwas, dass nicht nur negativ ist.

Denn ist in dem Irrsinnstempo, das unser bisheriges Überholspur-Leben ausgemacht hat, nicht auch etwas verloren gegangen? Etwas Elementares, wie Ruhe. Muße. Zeit für Reflexion. Zeit für das, was wir etwas herablassend als die "einfachen Dinge" bezeichnen, wie die Familie, die eigenen Kinder. Ich selbst bin wie gesagt Vater von drei Jungs, für die ich nun mehr Zeit als je zuvor habe. Das "social distancing" hat bei mir, wie vermutlich bei Millionen anderer Menschen auch, eine ungeahnte familiäre Nähe mit sich gebracht.

Endlich eröffnet sich uns Zeit, einmal über das nachzudenken, was uns – statt der Welt draußen – am Herzen liegt. Was ist uns wirklich wichtig? Wer immer nur von einem Termin und Meeting zum nächsten hastet, hat keine Muße, sich einmal die grundsätzliche Frage zu stellen, wie sinnvoll diese unzähligen Termine und Meetings eigentlich sind.

Im Verzicht liegt auch Gewinn

Verblüfft stelle ich fest, auf wie vieles ich verzichten kann. Und dass in diesem "Verzicht" teils sogar ein Gewinn liegt. Müssen wir für jede Besprechung ins Auto, in den ICE, in den Flieger steigen, zu irgendeinem Treffen, das wir bequemer und umweltfreundlicher per Skype hätten erledigen können?

Sind diese Meetings überhaupt das, womit wir die wenige Zeit, die uns gegeben ist, verwenden wollen? Lebe ich mein Leben so, wie ich es leben möchte? Und wenn nicht, was hindert mich eigentlich daran? Warum lebe ich nicht das Leben, das ich mir einst für mich erträumt hatte? Habe ich die "richtigen" Ziele verfolgt? Einfache Fragen, die in unserem ständigen Beschäftigtsein nur allzu leicht untergehen. Aber sind das nicht letztlich auch Fragen, auf die es ankommt?

Vor ein paar Tagen überfiel mich für einen flüchtigen Moment folgende naive Fantasie: Warum nicht fortan so weiterleben, wie jetzt? Oder, wenn das naiv ist, weil ich schließlich auch eine Familie zu ernähren habe: doch zumindest etwas mehr so wie jetzt? Zum Beispiel: Nur noch jene Termine und Meetings wahrnehmen, die wirklich wichtig sind. Wäre das so unrealistisch?

Vor der natürlichen Welt entfernt

Wie oft habe ich mich dabei ertappt, wie ich beim Spielen mit meinen Kindern nur mit maximal einer Hirnhälfte dabei bin, weil die andere Hälfte bei meinem Handy ist. Ich spiele gewissermaßen mit der tickenden Uhr im Kopf. Ein paar Minuten, eine halbe Stunde keine E-Mails und keine Nachrichten gecheckt, nichts gegoogelt – schon werde ich nervös: Schließlich könnte ich gerade etwas Entscheidendes verpassen. Aber was eigentlich? Befindet sich das Entscheidende nicht direkt vor mir, und in meiner Angst, etwas in der Regel eher Belangloses zu verpassen, verpasse ich das Wichtigste? Ist mir, ist uns allen in blinder Geschäftigkeit der Sinn für das Wesentliche abhandengekommen?

Womöglich sehen wir das Verhältnis oder Missverhältnis zu uns selbst in diesen Tagen des gedrosselten Lebenstempos mit etwas mehr Klarheit. Und nicht nur das Verhältnis zu uns selbst, auch das Verhältnis zu unseren Mitgeschöpfen, zum Planeten, auf dem wir leben.

Als der Schauspieler Joaquin Phoenix im Februar bei der diesjährigen Oscar-Verleihung als bester Hauptdarsteller für seine "Joker"-Rolle ausgezeichnet wurde, sagte er in seiner Dankesrede, den Tränen nahe: Wir Menschen hätten uns "von der natürlichen Welt sehr weit entfernt". Wir plünderten die Ressourcen dieser Welt ohne jede Rücksicht auf Verluste. "Wir fühlen uns berechtigt, eine Kuh künstlich zu befruchten, wir stehlen ihr Baby, obwohl ihre Angstschreie unverkennbar sind. Dann nehmen wir ihre Milch, die für ihr Kalb bestimmt ist, und schütten sie in unseren Kaffee und unser Müsli."

Das Virus hatte leichtes Spiel

Zu dem Zeitpunkt, als Phoenix diese Worte sprach, wussten wir noch nicht, welche Katastrophe uns unmittelbar bevorstand. Tatsächlich hatte die Epidemie da längst ihren Lauf genommen. Und das Missverhältnis zu unseren Mitgeschöpfen, das Phoenix angesprochen hat, spielte auch bei der Entstehung dieser Epidemie eine ursächliche Rolle.

Wie wir wissen, lag der Ursprung der aktuellen Corona-Pandemie in China, wo es auf Lebensmittelmärkten gang und gäbe ist oder bislang jedenfalls war, die exotischsten Wildtiere feilzubieten, von Skorpionen über Fledermäusen bis hin zu Schildkröten. In einem nach derzeitigen Erkenntnissen plausiblen Szenario "sprang" auf einem dieser Märkte das Corona-Virus Sars-CoV-2 von einer Fledermaus – direkt oder über ein Zwischentier – auf den Menschen.

Hühner, Kaninchen, Enten, Tauben werden auf diesen Märkten in offenen, verrosteten Stahldrahtkäfigen endlos neben- und übereinander gestapelt. Tiere, die sich sonst in der Wildnis nie so nahe kämen – hier können sie sich gegenseitig und auch uns Menschen problemlos infizieren. Der Stress, unter dem die Tiere stehen, schwächt ihr Immunsystem, wodurch das Virus einmal mehr leichtes Spiel hat. Orte wie diese, die es in Asien zu Tausenden und Abertausenden gibt, gleichen, wie sich nun herausstellt, einem natürlichen Biowaffenlabor.

Dr. Eckart von Hirschhausen redet über die Maskenpflicht während der Corona-Krise.

China zieht erste Konsequenzen

Eine gute Nachricht ist: China hat bereits erste Konsequenzen gezogen. Der Handel und Konsum von Wildtieren soll fortan verboten sein. Manche Städte, wie die Millionenmetropole Shenzhen, haben zudem vor wenigen Tagen den Verzehr von Hunden und Katzen untersagt.

Die Unsitte und Gefahr dieser Märkte herauszustellen, hat nichts mit einer Geringschätzung der Chinesen oder gar Rassismus zu tun – oder sollte damit nichts zu tun haben. Es besteht wahrlich kein Grund zu Überheblichkeit unsererseits. Erstens verzehren die allermeisten Chinesen keine Fledermäuse. Zweitens lässt sich selbstverständlich nicht jede Pandemie auf chinesische Essgewohnheiten zurückführen. Die Schweinegrippe von 2009 etwa hat ihren Ursprung in Mexiko, wo das Influenza-Virus H1N1 vom Schwein auf den Menschen überging.

Tatsache ist, dass wir uns leider keinen Deut vernünftiger verhalten. Unsere Massentierhaltung zum Beispiel ist so extrem unnatürlich und unhygienisch, dass wir sie nur mit dem flächendeckenden Einsatz von Antibiotika einigermaßen "in den Griff" bekommen. Die gestressten und gequälten Tiere würden sonst erkranken und vorzeitig verrecken.

Die nächste Zeitbombe tickt schon

Hier tickt bereits die nächste Zeitbombe: Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Kampf ums Überleben ein Bakterium hervorbringt, das durch eine kleine Mutation im Erbgut gegen sämtliche Antibiotika widerstandfähig ist. So züchten wir derzeit sehenden Auges einen Superbazillus heran, dem wir absolut hilflos ausgeliefert sein werden, weil dagegen kein Antibiotikum gewachsen sein wird. Wieso tun wir das? Weil wir unser Wiener Schnitzel möglichst billig haben wollen. Unser billiges Schnitzel gibt es jetzt. Die in jeder Hinsicht teure Pandemie kommt später.

In unserer Kurzsichtigkeit haben wir auf die endliche Ressource Öl gesetzt und den Planeten aufgeheizt, und wir heizen ihn munter weiter auf, statt dass wir von Anfang an jene Energiequellen genutzt hätten, die langfristig vorhanden sein werden, wie die Sonne. Wir wissen, dass uns das Öl ausgehen wird, trotzdem zapfen wir es an, als gäbe es kein Morgen. Dass wir irgendwann ohnehin auf nachhaltige Energie umstellen müssen, ist vollkommen klar, lieber jedoch schieben wir das Problem auf die nächsten Generationen. Ja, sicher, eigentlich sollten wir uns bald mal darum kümmern. Aber nicht heute. Heute wollen noch so weiterleben, wie bisher.

Wir leben, als hätten wir keine Kinder. Wir haben die Welt so lange bedenkenlos mit Plastik vollgemüllt, bis uns die Erde das ganze Plastik zurückgespult hat, an unsere Urlaubsstrände und in Form plastikverseuchter Fische auf unserem Teller. Fisch gehörte einst zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt, aber auch das haben wir innerhalb kürzester Zeit geändert: Inzwischen kann man ihn kaum noch guten Gewissens uneingeschränkt empfehlen.

Maßlose Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe

Wird uns jetzt endlich klar, dass das, was wir "der Erde" antun, irgendwann, in irgendeiner vorhersehbaren oder unvorhersehbaren Form auf uns selbst zurückfällt?

Das Verhältnis, das wir zu uns selbst, zu unseren Mitgeschöpfen, zum Planeten insgesamt haben, ist, kurz gesagt, geprägt von maßloser Ausbeutung. Und wozu? Was haben wir dafür zurückbekommen? Wir haben uns selbst ausgebeutet für Geld, Wachstum, für immer mehr materiellen Besitz. Haben uns verausgabt bis zum Burnout. Und ja, klar hat uns der Wohlstand einiges an Komfort gebracht. So irre viel glücklicher als vergangene Generation jedoch hat er uns auch wieder nicht gemacht, wie Langzeitstudien offenbaren.

Wollen wir, wenn sich der Corona-Spuk gelegt hat, wenn die Zahnräder dieser Welt wieder in Bewegung kommen, wenn sich der Terminkalender wieder zu füllen beginnt und die Meetings erneut losgehen, als sei nichts geschehen, wollen wir dann wirklich zurückkehren in die Welt, wie sie war? Wollen wir zurück in dieses alte System, das uns die derzeitige Krise beschert hat, die wahrscheinlich "nur" ein Vorgeschmack auf weitaus tiefgreifendere, noch tödlichere hausgemachte Katastrophen ist? Oder entdecken wir uns selbst in dieser Krise neu? Wird es bald wieder business as usual geben, oder bleibt etwas haften von der Erfahrung, die wir in diesen Tagen machen?

Pfleger sind wertvoller als Investmentbroker

Ich könnte mir vorstellen, dass sich zumindest an meinem eigenen Leben etwas ändern wird. Ich könnte mir vorstellen, dass sich darüber hinaus in unserer Gesellschaft gerade so etwas wie eine Rekalibrierung unseres Wertesystems vollzieht, die womöglich über den Tag hinausgeht.

Ich spüre am eigenen Leib, wie meine Wertschätzung für Berufe steigt, die ich vorher – wie ich ungern zugebe – viel zu wenig beachtet habe, wie all die wundervollen Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, die sonst meine Kinder so kompetent und liebevoll betreut haben. Eine Lehrerin meines Sohns meldet sich nun regelmäßig bei uns, um sich nach seinen Lernfortschritten im Homeschooling zu erkundigen. Jetzt erst wird mir die Hingabe, die sie unserem Kind entgegenbringt, voll bewusst, und ich bin beeindruckt davon und dankbar dafür. Danke, Frau Breitenstein!

Was habe ich in den letzten Tagen und Wochen die Virologen, die Pflegerinnen und Pfleger, die Ärzte an vorderster Front, die Müllmänner und Seniorenbetreuer neu zu schätzen gelernt. Ich bewundere sie und ihre Arbeit weitaus mehr, als die Investmentbroker, die unzähligen "Berater" und Banken-CEOs, die sich bald vermutlich wieder von uns Steuerzahlern retten lassen, nur um dann wenig später wie üblich ihre maßlosen Boni einzustreichen. Die momentane Situation offenbart mir, wer für mein Leben wirklich wichtig ist. Wer etwas mehr Anerkennung und, ja, auch etwas mehr Gehalt verdient hätte – und wer vielleicht etwas weniger.

Wir brauchen keine Schaumschläger

Ich shoppe sonst nicht ungern, kaufe mir lauter Zeugs und noch mehr Zeugs, Klamotten zum Beispiel. Auch das ist eine schöne Entdeckung: In diesen Tagen verspüre ich nicht den geringsten Impuls, mir irgendwelche neuen Jacken oder Schuhe zuzulegen, die ich eigentlich eh nicht brauche. Ich habe keinen Nerv für alberne TV-Shows, Influencer, Selbstdarsteller und sonstige Ulknudeln. Sie erscheinen mir heute noch belangloser als sonst. Ich spüre, wie kostbar die knappe Ressource Aufmerksamkeit ist, und ich habe meine Aufmerksamkeit zu lange zu sehr an Nichtigkeiten verschwendet.

Lieber höre ich den letzten Podcast mit dem Berliner Charité-Virologen Christian Drosten. Seine Expertise ist eine Wohltat, ein Geschenk. Dankbar stelle ich fest: Expertise rettet Leben. Wir brauchen keine weiteren Schaumschläger, keine Ignoranten mit aufgeblasenem Ego, wir brauchen Menschen, die sich wirklich auskennen. Die sich die Mühe machen, tiefgründig zu recherchieren. Deren Analysen und Aussagen Hand und Fuß haben. Ich hoffe, dass die Zeiten vorbei sind, in denen ein narzisstischer TV-Star, der von nichts eine Ahnung hat, außer vielleicht davon, wie man Geld anhäuft und sich selbst lobt, und der für Wissenschaft nur Verachtung übrig hat, zum mächtigsten Mann der Welt aufsteigen kann (und natürlich ist es kein Zufall, sondern entspringt es direkt Trumps Inkompetenz, dass er auch diese Krise zuerst ignoriert und dann zu lange heruntergespielt hat).

Na gut, das mag eine verwegene Hoffnung sein. Aber wir selbst können uns ändern. Es liegt in unserer Hand. Wie wollen wir sein? In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Wer bekommt unsere Wertschätzung? Vielleicht entdecken wir tatsächlich wieder so etwas wie einen Sinn für das Wesentliche. Für einen achtsameren Umgang mit uns selbst und der Welt um uns herum.

Ich für meinen Teil werde jetzt den Laptop zuklappen. Das Handy zur Seite legen. Mich in den Garten begeben, die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen so gut es geht. Meine Frau und meine Kinder sind schon da.

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