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Organspende: Lauras Herz wird bald versagen. Doch auf ein neues wird sie mindestens sechs Jahre warten müssen

Laura steht auf der Warteliste für ein neues Herz, doch die Wartezeit für ein neues Organ ist lang. Ihr Mann erzählt ihre Geschichte auf Facebook und hofft auf eine Reform des Organspendegesetzes. Der Bundestag hat nun gegen einen diesbezüglichen Antrag von Jens Spahn gestimmt.

Laura ist 33 Jahre alt und unheilbar krank, ihr Herz wird bald versagen. Ihr Mann Tobias erzählt in einem Facebook-Post die Geschichte seiner Frau. Laura arbeitete als Sozialarbeiterin, liebte sportliche Aktivitäten und Reisen. Ihre Gesundheit hielt sie für selbstverständlich. Doch dann änderte sich in einer Nacht 2018 alles: Laura kam in die Notaufnahme. Die Ärzte diagnostizierten eine unheilbare Herzerkrankung. Sie hatten keine Erklärung für das plötzliche Versagen ihres Herzens. Ihr Zustand verschlechterte sich. Sie hat bis heute nur eine Überlebenschance: ein neues Herz. Seit einem halben Jahr steht sie schon auf der Transplantationsliste. Ihr Herz wird nicht mehr lange schlagen, die Ärzte geben ihr noch ein oder anderthalb Jahre, spätestens dann braucht sie das neue Herz. Doch die Wartezeit ist länger. Sechs Jahre mindestens.

Hallo zusammen, heute möchte ich euch meine Geschichte erzählen, weil sie ein Thema behandelt, das uns alle angeht, ein...

Gepostet von Tobias Schied am Mittwoch, 8. Januar 2020

Deutschland ist das Schlusslicht im europäischen Vergleich

Nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur ist die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr in Deutschland von 955 auf 932 zurückgegangen. Auch bei den gespendeten Organen verzeichnete die Deutsche Stiftung Organtransplantation einen Rückgang von 3113 im Jahr 2018 auf 2995 in 2019. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verzeichnet etwa 9500 Menschen, die aktuell auf der Warteliste für ein Spenderorgan in Deutschland stehen. Die meisten von ihnen warten auf eine neue Niere. Deutschland bildet mit 11,5 Organspenden pro eine Million Einwohner im internationalen Vergleich das Schlusslicht. 2017 kamen etwa in Spanien auf eine Million Einwohner 46,9 Organspenderinnen und Organspender.

Auch im Podcast "ELTERNGespräch" war Organspende Thema – die emotionale Folge rund um die Frage "Würde ich die Organspende eines anderen, verstorbenen Kindes annehmen, um mein todkrankes Kind zu retten?" können Sie hier hören: 

Organspende: Herzchirurg erklärt die Schwierigkeiten einer Herztransplantation

Bundestag lehnt Spahns Antrag ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn machte sich für eine "doppelte Widerspruchslösung" stark, doch diese wurde nun vom Bundestag abgelehnt. 292 Parlamentarier stimmten dafür, 379 dagegen. Wäre der Gesetzesänderung zugestimmt worden, wäre jeder Deutsche automatisch Organspender geworden und hätte aktiv dagegen widersprechen müssen. Derzeit müssen Menschen, die ihre Organe gerne spenden möchten, dem aktiv zustimmen, indem sie einen unterschriebenen Organspendeausweis bei sich tragen. Haben sie einen solchen nicht, besteht außerdem die Möglichkeit, Angehörige nach den Wünschen der oder des Verstorbenen zu fragen. Daran wird sich nun vorerst nichts ändern. 

Tobias äußert sich auf Facebook darüber, warum er den Post verfasste. "Es gibt leider noch immer viele Bundestagsabgeordnete, die gegen die Idee der Widerspruchsregelung sind." Er möchte zeigen, dass es Menschen gibt, die die Widerspruchsregelung begrüßen und dem Thema Organspende offen gegenüberstehen. "Schlussendlich bin ich es meiner Frau und den vielen tausend Menschen, die ums Überleben ringen, schuldig, auf das Thema aufmerksam zu machen", schreibt er.

Quellen: Facebook-PostBundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

fis / mit DPA

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.