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Sicherheit und Datenschutz Das sollten Eltern über Pokémon Go wissen


Ihr Kind hat seit Tagen nur noch Pokémon Go im Kopf – und Sie überkommt ein mulmiges Gefühl, wenn es unterwegs ist und spielt?  Die Medieninitiative "Schau hin!" gibt Tipps für einen sicheren Umgang mit der App.

Pokémon Go ist derzeit das Gesprächsthema Nummer Eins bei Kindern und Jugendlichen. Der Clou des Spiels: In der realen Welt können fiktive Pokémons gefangen und im Anschluss trainiert werden. Alles, was dafür benötigt wird, ist ein Smartphone mit GPS-Ortung.

Daraus ergeben sich jedoch auch zahlreiche Gefahren: Wer ständig auf das Handy starrt, hat kaum noch Augen für den Straßenverkehr, und über die Ortungsfunktion können womöglich sensible Daten abgegriffen werden. Die Medieninitiative Schau hin! hat deshalb mit dem Spieleratgeber NRW Tipps für Eltern erarbeitet – für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Pokémon Go.

1. App prüfen

Es ist wichtig, dass Eltern Installation und Anmeldung selbst vornehmen und sich vorher über Datenschutzbestimmungen und Altersempfehlungen informieren. So ist Pokémon Go im Play Store mit sechs Jahren, im Apple App-Store ab neun Jahren eingestuft. Da von den Kindern gefordert wird, Kaufanreizen Stand zu halten, die eigene Spielzeit zu begrenzen, sich in Kontakt mit Fremden zu begeben, persönliche Daten freizugeben und sicher im Straßenverkehr zu agieren, ist das Spiel nach einer Einschätzung des Spieleratgebers NRW eher ab zwölf Jahren zu empfehlen.

2. Datenschutz beachten

Laut Richtlinie muss für Kinder unter 13 Jahren ein Elternteil oder gesetzlicher Vertreter eines Kindes über den Pokémon Trainer Club ein Kinder-Konto anlegen. Dafür werden E-Mail-Adresse und Benutzername sowie Geburtsdatum abgefragt. Für den Account ist generell eine neue E-Mail-Adresse zu nutzen. Eltern können beim Betreiber den Zugriff auf alle gespeicherten Daten anfordern.

Um Pokémon Go spielen zu können wird das Smartphone über GPS geortet. Die App speichert dabei Daten zum Standort des Spielers und erstellt so Bewegungsprofile. Zudem können andere Spieler den Standort und Benutzernamen sehen. Daher unbedingt einen Namen auswählen, der nichts über einen persönlich verrät. Auch ist der Standort nach dem Spiel auf jeden Fall auszuschalten. Zudem sollte man online keine Screenshots des Spiels posten, da man so verrät, wo man sich aufhält. 

3. In-App-Käufe einschränken

Das Spiel bietet auch In-App-Käufen, indem man virtuelle Poké-Münzen für echtes Geld erwerben und diese für wichtige Gegenstände einlösen kann. Zwar kann man sich diese auch erspielen, doch kann schnell der Druck entstehen, Geld auszugeben – um im Spiel schneller weiter zu kommen. Am besten deaktivieren Eltern diese Käufe (iOS) oder schützen sie per Passwort (Android).

4. Gemeinsam Spielzeit vereinbaren

Schau hin! rät, mit dem Kind feste Medienzeiten zu vereinbaren, die es mit den mobilen Geräten am Stück verbringt, etwa eine Stunde. Kommt es über die Festlegung der Spieldauer zum Streit, hilft es sachlich die Position zu erklären. Schließlich dürfen andere Tätigkeiten wie Hausaufgaben und Hobbys nicht zu kurz kommen. Ein Kompromiss kann sein, Kinder eine gewisse Anzahl an Gegenständen sammeln zu lassen und somit nicht zum Spielverderber zu werden.

5. Auf Gefahren hinweisen

Laut Medienberichten wurden in den USA Opfer mit besonders interessanten "Lockmodulen" zu Pokéstops gelockt und ausgeraubt. Es ist zu empfehlen, Kinder für Gefahren bei der Smartphone-Nutzung im Stadtverkehr zu sensibilisieren und das Spiel auf geschützte Flächen wie Parks und Spielplätze in der Nähe zu beschränken. Abgesperrte Bereiche oder Privatgelände nicht betreten. Bei jüngeren Kindern den Bewegungsradius eingrenzen, also vereinbaren, dass es sich nur in Bereichen bewegt, die es schon kennt.

6. Ersatz-Akku mitnehmen

Daran denken, dass das Spiel durch den Zugriff auf den Standort sehr viel Akku verbraucht. Wichtig ist, dass Kinder möglichst Akku sparen, indem sie etwa die Kamera ausstellen und andere Apps deaktivieren, und sicherheitshalber einen externen Akku dabei haben, um erreichbar zu sein oder in Notfällen anzurufen. Entfernte Pokéstops nur in Begleitung aufsuchen, etwa beim Familienspaziergang. Das ist auch ein guter Anlass, um seine Umgebung gemeinsam neu zu erkunden.

Sie wollen wissen, wie man möglichst viele Pokémons fängt und schnell in den Leveln aufsteigt? Tipps und Tricks finden Sie hier "Pokémon Go Tipps".

ikr/Schau hin!/Spieleratgeber NRW

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