VG-Wort Pixel

Star-Physiker Diesen gut gemeinten Rat gibt Stephen Hawking US-Präsident Trump

Stephen Hawking fühlt sich in den USA nicht mehr willkommen
Star-Physiker Stephen Hawking (75)
© Ramon De La Rocha/EFE/DPA
Stephen Hawking hat einem britischen Fernsehsender ein Interview gegeben, in dem er sich klar gegen Donald Trump positioniert. Dem US-Präsidenten gibt er außerdem einen guten Ratschlag mit auf den Weg.

Physiker Stephen Hawking und US-Präsident Donald Trump konnten sich noch nie besonders gut leiden. Das Verhältnis der beiden gilt als zerrüttet, was vor allem daran liegt, dass Hawking nie einen Hehl daraus machte, was er von dem US-amerikanischen Unternehmer hielt. Er sei ein "Demagoge", sagte Hawking im Mai 2016 über Trump, der damals noch Präsidentschaftskandidat der Republikaner war und Wahlkampf machte. Nun äußerte sich der Ausnahme-Physiker erneut über den US-Präsidenten - und machte seinem Ärger Luft. 

Ein Reporter der Fernsehsendung "Good Morning Britain" interviewte den Physiker und fragte ihn nach seiner Meinung zu aktuellen Themen. Die Schwerpunktthemen waren US-Präsident Trump, der anstehende Austritt Großbritanniens aus der EU und der Klimawandel. Das Interview wurde gestern auf dem Sender "ITV" ausgestrahlt.

Stephen Hawking über Trumps Amerika

"Was halten sie von Trumps bisheriger Präsidentschaft?", fragte der Reporter und Hawking antwortete gewohnt offen: "Trump wurde von Menschen gewählt, die sich von der herrschenden Elite entmachtet fühlten – als Zeichen des Aufstandes gegen die Globalisierung. Sein erstes Ziel wird sein, seine Wählerschaft zu befriedigen, die weder liberal noch gut informiert ist. Wir können das schon jetzt sehen – nämlich in seinem Versprechen, eine Mauer an der mexikanischen Grenze zu bauen (...)", erklärte Hawking.

Hawking betonte allerdings auch, wie gern er sich in den USA aufhalte. "Ich habe dort viele Freunde und Kollegen, und es ist immer noch ein Ort, den ich mag und auf so viele Weisen bewundere." Nun allerdings fürchte der Physiker, dass er dort "nicht willkommen" sein könnte.

Auf die Frage, was er dem Präsidenten mitteilen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte, antwortete Hawking: "Er sollte Scott Pruin als Leiter der 'Environmental Protection Agency' ersetzen." Laut Hawking sei Pruin ein Klimaskeptiker, "der nicht glaubt, das Kohlenstoffdioxid zum Klimawandel führt." Der Klimawandel sei jedoch "eine der größten Gefahren, der wir derzeit gegenüberstehen", betonte Hawking. "Und es ist eine, die wir verhindern können." Der Physiker betonte außerdem die Rolle der USA für den Klimaschutz.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Hawking zu möglichen Folgen des Klimawandels geäußert hatte. Bereits im November vergangenen Jahres warnte Hawking vor einem selbstverschuldeten Ende der Menschheit auf der Erde. "Ich glaube nicht, dass wir noch weitere 1000 Jahre überleben werden, ohne unseren fragilen Planeten zu verlassen", erklärte der Physiker damals. Die Zukunft der Menschheit könnte demnach im Weltall liegen.

Hawking wurde durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Astrophysik weltberühmt. Er leidet an der Nervenkrankheit ALS, die ihn fast komplett gelähmt hat. Trotz seiner schweren Erkrankung hält Stephen Hawking regelmäßig Vorträge zu populärwissenschaftlichen Themen, die eine breite Öffentlichkeit erreichen. Aufgrund seiner Erkrankung kann er nicht mehr sprechen und ist auf die Hilfe eines Sprachroboters angewiesen.

ikr

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker