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Stiftung Warentest Welcher Laufschuh passt zu mir?

Die Stiftung Warentest hat 17 Laufschuhe genauer unter die Lupe genommen.
Die Stiftung Warentest hat 17 Laufschuhe genauer unter die Lupe genommen.
© Stiftung Warentest
Laufschuhe sollten Stöße dämpfen, haltbar sein und gut sitzen. Die Stiftung Warentest hat 17 Modelle für verschiedene Läufertypen getestet. Das Fazit: Es gibt nicht einen für alle - trotzdem ist ein Schuh der Spitzenrenner

Dick wie auf Wolken oder dünn, als liefe man barfuß: Die Theorien über den richtigen Laufschuh wechseln nahezu jährlich. Derzeit gilt wieder die Devise: Wer auf hartem Untergrund läuft, braucht einen dämpfenden Schuh. Vor allem, wenn der Läufer untrainiert ist. 

Doch auch unter den "Dicksohlen" gibt es himmelweite Unterschiede. Jeder Läufer hat aufgrund seines Gewichts, seiner Fitness, seines Laufpensums und seiner Anatomie andere Ansprüche an einen Schuh. Welcher Schuh passt also zu wem? Die Stiftung Warentest hat 17 Paar Laufschuhe für Herren getestet und dabei die wichtigsten Eigenschaften, die ein Schuh haben sollte, unter die Lupe genommen. 

1. Wie ist die Fußstellung?

Entscheidend für den Schuhkauf ist, wie stark die Ferse beim Laufen einknickt. Feststellen lässt sich dies mittels einer Laufanalyse beim Sporthändler. Man spricht von Pronation. Je stärker sie ausgeprägt ist (Überpronation), desto wichtiger ist ein stabilisierender Laufschuh. Wird der Fuß nicht ausreichend gestützt, kann es zu Überlastungsbeschwerden im Fuß, Knie oder Hüftgelenk kommen. Am besten schnitten diesbezüglich der Mizuno Wave Inspire 11 und der Nike Zoom Structure 18 ab. Auch die anderen Stützschuhe gegen Überpronation erzielten gute Ergebnisse. Bei den Neutralschuhen war die Stützfunktion bei fast allen getesteten Modellen nur gering bis mittel.

 2. Welcher Schuh ist am bequemsten?

Das zweite Kriterium, nach dem die Schuhe bewertet wurden, war der Tragekomfort. 24 erfahrene Läufer mussten die Schuhe unter anderem in Sachen Passform, Stoßdämpfung und Handhabung beurteilen. Das Rennen machte der Asics GT-1000 3. Mit den meisten anderen Modellen kamen die Testpersonen auch gut zurecht. Vier Modelle schnitten nur mit befriedigend ab: Darunter der Lunge Vivo und Nike Free. Die Passform ist nach Meinung von vielen Experten mit das wichtigste Kaufkriterium. 

3. Was kann der Barfußschuh?

Sie schnitten im Test durch die Bank schlecht ab. "Sohle wie Papier" urteilte ein Läufer. "Jeder Stein drückt durch", schrieb ein anderer. Besonders unbeliebt war der Nike Free 5.0. Ein Laufschuh ohne Stoßdämpfer sei nichts für längere Strecken, befanden die Tester einhellig. Zwei- bis dreimal höherer Kräfte wirken beim Laufen auf die Gelenke - Dämpfung ist daher unerlässlich. 

4. Wie viel Stoßdämpfer muss sein?

Mithilfe technischer Messgeräte maßen die Prüfer Stoßdämpfung und Stützfunktion der Laufschuhe. Die beste Druckverteilung wiesen unter den Neutralschuhen der New Balance 880 V4 und Saucony Ride 7 auf. Unter den  Stabilschuhe gewann der Saucony Guide 8. Gerade bei untrainierten Läufern ist eine gute Dämpfung wichtig. Trainierte haben eine stärker ausgeprägte Muskulatur und kommen daher auch mit weniger Dämpfung aus. 

5. Wie lange hält ein Laufschuh?

Nach 1000 Kilometern sollte der Schuh ausgetauscht werden, lautet eine Regel unter Läufern. Die Prüfer unterzogen die Schuhe einem Dauertest, die meisten Modelle hielten den Strapazen gut stand. Doch einige Schuhe trugen Blessuren davon: Darunter der Lunge Vivo, dessen Sohle im Biegetest brach. Die Sohlen von Adidas Supernova Sequence und Nike Free bekamen Risse.

Fazit: Den Spitzenlaufschuh für jedermann gibt es nicht, dafür sind die individuellen Ansprüche an einen Schuh zu verschieden. Dennoch schnitten 13 von 17 getesteten Laufschuhen mit der Note "gut" ab.  Der Asics GT-1000 3 erhielt sogar ein "Sehr gut". Drei erhielten nur eine "befriedigende" Bewertung. Die Preise der Schuhe liegen zwischen 110 und 180 Euro.

 Mehr zum Laufschuh-Test finden Sie auf www.test.de

mh

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