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Vogelgrippe: Todesfälle in China und Indonesien

Indonesien meldet zwei neue Tote, und auch in China sind nun die ersten Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Verzweifelt versucht die chinesische Regierung, die Seuche zu stoppen.

Auch inIndonesien sind erneut zwei Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag bestätigt. Bei den beiden neuen Opfern handelte es sich den Angaben zufolge um zwei Frauen. Sie waren von einem Hongkonger Laboratorium positiv auf die Vogelgrippe getestet worden.

Das zwölfjährige Mädchen, das in China an der Vogelgrippe gestorben ist, stammt aus der Provinz Hunan in Mittelchina. Das zweite chinesische Opfer, eine Mitarbeiterin einer Geflügelfarm, aus der ostchinesischen Provinz Anhui. Beide seien der Vogelgrippe erlegen, teilte ein WHO-Sprecher in Peking mit. Bei der dritten Person, die sich mit der Vogelgrippe infizierte, handele es sich um den neunjährigen Bruder des verstorbenen Mädchens. Der Junge sei wieder genesen, sagte WHO-Sprecher Roy Wadia.

Chinesische Regierung ließ 320 Millionen Tiere impfen

Es deute viel darauf hin, dass sich die Kinder mit dem H5N1-Virus infiziert hätten, sagte Wadia. In den vergangenen Monaten gab es elf Vogelgrippe-Ausbrüche bei Tieren im ganzen Land. Um die weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern haben die chinesischen Behörden in den vergangenen Tagen 320 Millionen Tiere geimpft. Sämtliches Geflügel in der Provinz Lianoning sei geimpft worden, sagte Fu Jungwu vom regionalen Veterinäramt. In der Provinz war es zuvor zu vier Ausbrüchen der Tierseuche gekommen. 10 Millionen Tiere wurden danach getötet.

Auch die vietnamesischen Behörden meldeten am Mittwoch Ausbrüche in drei weiteren Provinzen; Vinh Phuc, Son La und Quang Ngai. Damit sind 13 Städte oder Provinzen von der jüngsten Vogelgrippe-Welle in Vietnam betroffen.

Weltweite Ausbreitung der Vogelgrippe

Bundesregierung für Verlängerung des Geflügel-Importverbots

Die Bundesregierung fordert angesichts der jüngsten Fälle von Vogelgrippe, das EU-Importverbot für kommerzielle Zier- und Wildvögel aus Südostasien zu verlängern. Deutschland setze sich dafür ein, dass die Regelung bis Ende Januar aufrechterhalten werde, sagte Staatssekretär Alexander Müller vom Verbraucherschutzministerium. Die Beschränkungen hätten dazu geführt, dass der Handel mit Vögeln in der EU praktisch zum Erliegen gekommen sei. Da in Südostasien laufend neue Fälle von Vogelgrippe gemeldet würden, müsse die Regelung verlängert werden, meinte er.

Die EU-Kommission hatte Ende Oktober beschlossen, das Importverbot zunächst bis Ende November zu befristen. Im Laufe des Mittwochs wollte der zuständige Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit in Brüssel über eine Verlängerung beraten. Nach EU-Angaben wurden in den drei Monaten vor In-Kraft-Treten der Regelung 232.000 Wild- und Ziervögel zu kommerziellen Zwecken in die EU importiert.

AP

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