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Drei Jahre nach Krankenhaus-Skandal: Zahl der Organspender nimmt leicht zu

Zum ersten Mal seit dem Skandal um manipulierte Empfängerlisten ist die Zahl von Organspendern in Deutschland wieder gestiegen. Eine Trendwende sehen Experten allerdings noch nicht.

Damit es im Fall der Fälle Angehörigen schwerwiegende Entscheidungen erspart bleiben, kann sich jeder einen Organspendeausweis zulegen und selbstbestimmt entscheiden.

Damit es im Fall der Fälle Angehörigen schwerwiegende Entscheidungen erspart bleiben, kann sich jeder einen Organspendeausweis zulegen und selbstbestimmt entscheiden.

In Deutschland haben wieder mehr Menschen Organe gespendet. Die Zahl der Spender lag von Januar bis März dieses Jahres bei 242, das sind 38 mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Samstag in Frankfurt mit. Im Jahr 2014 gab es im ersten Quartal nur 204 bereitwillige Spender. 2010 gab es im gleichen Zeitraum allerdings noch 343 Spender. Nachdem vor drei Jahren der Skandal um Manipulationen bei der Vergabe von Lebern öffentlich geworden war, stieg die Spenderbereitschaft nun erstmals wieder.

"Auch in den Angehörigengesprächen gibt es nach einem vorübergehenden Rückgang wieder mehr Zustimmung zur Organspende", sagte Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der Stiftung. Angesichts der steigenden Zahlen könnten betroffene Patienten zwar wieder auf eine Besserung der Situation hoffen, von einer positiven Trendwende dürfe aber nicht die Rede sein.

Bundesweit hat sich die Zahl der Spender im vergangenen Jahr mit 864 nahezu stabilisiert (2013: 876). Derzeit warten rund 10.600 Patienten auf ein Spenderorgan, wie die Stiftung Eurotransplant berichtet.

ono/DPA / DPA

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