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Deutscher Filmpreis 2003: "Good bye, Lenin!" räumt ab

"Good bye, Lenin!" und Daniel Brühl sind die großen Sieger beim Deutschen Filmpreis 2003. Bei der Verleihung erhielt Wolfgang Beckers Tragikomödie über die untergegangene DDR neun Preise, darunter den mit 500 000 Euro dotierten Filmpreis in Gold.

"Good bye, Lenin!" und Daniel Brühl sind die großen Sieger beim Deutschen Filmpreis 2003. Bei der Verleihung am Freitagabend in Berlin erhielt Wolfgang Beckers Tragikomödie über die untergegangene DDR neun Preise, darunter den mit 500 000 Euro dotierten Filmpreis in Gold. Als beste Hauptdarstellerin wurde Hannelore Elsner ("Mein letzter Film") mit der Lola ausgezeichnet, bester Hauptdarsteller wurde Daniel Brühl, der auch den Publikumspreis bekam.

Beifall im Tempodrom

Für "Good bye, Lenin!" gab es auf der Gala im Tempodrom viel Beifall. Der Film sei "ein hartes Stück Arbeit" gewesen, bekannte Regisseur Becker, der sich sichtlich über den Preisregen freute. "Es gibt nicht Größeres, als mit einer guten Geschichte viele Leute zu erreichen", sagte Brühl, der schon 2002 die goldene Lola bekommen hatte. Filmpreise in Silber (400 000 Euro) erhielten der Episodenfilm "Lichter" von Hans-Christian Schmid und das Beziehungsdrama "Nackt" von Doris Dörrie.

5,8 Millionen Kinozuschauer

"Good bye, Lenin!", den 5,8 Millionen Kinozuschauer sahen, bekam neben dem Hauptpreis und den Publikumspreisen noch sechs goldene Lolas (10 000 Euro) für herausragende künstlerische Einzelleistungen. Die Gewinner sind Regisseur Becker, Hauptdarsteller Brühl, der auch für seine Leistung in dem Film "Elefantenherz" ausgezeichnet wurde, Florian Lukas für die beste Nebenrolle, Yann Tiersen für die Musik sowie Peter Adam für den Schnitt und Lothar Holler für das Szenenbild in der DDR-Komödie. Hauptdarstellerin Katrin Saß, die wegen einer Fußverletzung im Rollstuhl saß, ging leer aus.

Beste Nebendarstellerin

Als beste Nebendarstellerin wurde Corinna Harfouch für "Bibi Blocksberg" ausgezeichnet. Der Filmpreis in Gold (250 000 Euro) für den besten Kinder- und Jugendfilm ging an die Kästner-Verfilmung "Das fliegende Klassenzimmer" von Tomy Wiegand. Als bester Dokumentarfilm wurde "Rivers and Tides" von Thomas Riedelsheimer prämiert, der auch den Filmpreis in Gold für die beste Kamera erhielt. Bester ausländischer Film ist "The Hours" von Stephen Daldry. Einen Ehrenpreis bekam der Berliner Filmpublizist und -historiker Ulrich Gregor.

Prominente Gäste

Mit insgesamt fast drei Millionen Euro ist der Deutsche Filmpreis die höchstdotierte deutsche Kulturauszeichnung. Zu den prominenten Gästen der Gala gehörten Kulturstaatsministerin und "Preisstifterin" Christina Weiss, Doris Dörrie, Oscarpreisträgerin Caroline Link, Tom Tykwer, die Schauspieler Joachim Król, Otto Sander und Jürgen Vogel, die Autorin Elke Heidenreich und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit. Höhepunkte der Gala, die Jörg Pilawa moderierte, werden am Samstag um 22.10 Uhr in der ARD ausgestrahlt.