Hollywood-Filmpreis Christoph Waltz für Golden Globe nominiert


Dem österreichischen Schauspieler Christoph Waltz stehen aufregende Wochen bevor: Er ist für den Golden Globe nominiert - und gilt damit auch als Favorit für den Oscar. Auch eine deutsche Filmproduktion darf sich Hoffnungen machen.

Deutschland und Österreich können auf neue Film-Trophäen in Hollywood hoffen: Die deutsch-österreichische Koproduktion "Das Weiße Band" des Regisseurs Michael Haneke ist in Beverly Hills für den begehrten Filmpreis "Golden Globe" nominiert worden und könnte im Januar als beste fremdsprachige Produktion ausgezeichnet werden. Eine Nominierung in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" heimste der österreichische Schauspieler Christoph Waltz für seine Rolle in dem Kriegsfilm "Inglourious Basterds" von Regisseur Quentin Tarantino ein. In der Königskategorie der Auszeichnung für den besten Film treten fünf US-Produktionen gegeneinander an: Nominiert sind neben Tarantinos "Inglourious Basterds" auch der Irakkriegs-Film "The Hurt Locker" (deutsch: "Tödliches Kommando"), das Teenager-Drama "Precious", die Komödie "Up In The Air" und das Science-Fiction-Spektakel "Avatar". Die Golden Globes, die von der Auslandspresse in Hollywood vergeben werden, gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung im Februar. Sie werden am 17. Januar zum 67. Mal vergeben.

Michael Haneke zum zweitbesten Regisseur gewählt

Kurz zuvor hatten auch die Filmkritiker in Los Angeles und New York ihre Wertungen für das zurückliegende Filmjahr abgegeben. Sie erklärten den Kriegsfilm "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zum besten Film des Jahres. Beide Verbände sprachen Regisseurin Kathryn Bigelow für ihre realistische Darstellung von Bombenexperten im Irak die Auszeichnung für die beste Regie-Arbeit zu.

Die Filmkritiker von Los Angeles wählten ihren österreichischen Kollegen Michael Haneke für den deutschen Film "Das weiße Band" zum zweitbesten Regisseur. Hanekes Landsmann Christoph Waltz, der in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" einen charmant-schaurigen SS-Mann spielt, erhielt von beiden Organisationen den Preis als bester Nebendarsteller.

Jeff Bridges geehrt

George Clooney konnte die New Yorker Filmkritiker in der Rolle eines vielfliegenden Geschäftsmannes in der Drama-Komödie "Up in the Air" überzeugen, während die Kollegen in Los Angeles Jeff Bridges für seinen Auftritt als abgewrackter Country-Sänger in "Crazy Heart" ihre Stimme gaben. Die New Yorker kürten Meryl Streep als Starköchin Julia Child in "Julie & Julia" zur besten Hauptdarstellerin. Hollywoods Kritiker zeichneten dagegen die Belgierin Yolande Moreau für "Seraphine" aus.

In der Kategorie "bester ausländischer Film" waren sich beide Verbände einig: das französische Drama "Summer Hours" stach die internationale Konkurrenz aus. Die Preise werden im Januar in Los Angeles und in New York überreicht.

AFP/DPA DPA

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