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Es ist zum Heulen!

Der Taschentuch-Hit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist verdientermaßen auf Platz zwei geschossen. Er kam dann aber doch nicht an "Maleficents" spitzen Wangenknochen vorbei.

Von Sophie Albers Ben Chamo und Nicky Wong

Platz 1 (1) "Maleficent - Die dunkle Fee"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Angelina Jolie ("Mr. & Mrs. Smith"), Elle Fanning ("Super 8") und Sharlto Copley ("Elysium")

Die Geschichte in einem Satz:

Als Fee Malefiz von einer Armee angegriffen wird, verteidigt sie ihre Heimat, wird zur Hexe und belegt die Tochter des neuen Königs mit einem Fluch, doch dann verbringt sie zu viel Zeit mit dem Mädchen.

Geschwister im Kinoversum:

"Pans Labyrinth"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil er zeigt, dass Sequels auch wunderbar sein können, wenn sie nur mutig genug sind. Diese extrem-gepimpte Komplettüberarbeitung von "Dornröschen" ist nämlich eine schlaue, spannende Neuerfindung. Warum ist Maleficent eigentlich so sauer, lautet die Frage. Angelina Jolies Auftritt als gehörnte Schönheit ist einfach nur ein Fest - wobei ihre neuen spitzen Wangenknochen noch der geringste Showeffekt sind. Bevor Sie jetzt allerdings ihre Kinder unter den Arm klemmen und ins Kino rennen: "Maleficents" brutale Düsternis hinterlässt tiefen Eindruck. Sagen wir mal im Gruselfaktor ist der Film vergleichbar mit dem Ende der "Harry Potter"-Saga. Das könnte Ihren Kindern und somit Ihnen womöglich schlaflose Nächte bereiten.

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Platz 2 (-) "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Shailene Woodley ("The Descendants"), Laura Dern ("Jurassic Park") und Willem Dafoe ("Spider-Man")

Die Geschichte in einem Satz:

Die 16-jährige Hazel leidet an Schilddrüsenkrebs ohne Aussicht auf Heilung, muss deshalb zu einer Selbsthilfegruppe, wo sie gar nicht hin will, wo sie aber einen ebenfalls schwerkranken Jungen kennenlernt, mit dem sie sich ihren größten Wunsch erfüllen möchte.

Geschwister im Kinoversum:

"Love Story"; "Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt"

Warum Sie den Film sehen müssen:

Weil er ganz großes Kino ist, das in der perfekten Balance zwischen Sentimentalität und Härte vom Sterben im jungen Alter erzählt. Weil er Sie alle Existenz-, Verlust- und Trennungsängste in großem Schwung rausheulen lässt und Sie trotzdem immer wieder mit Lachern tröstet. Und glauben Sie mir, Sie werden in Ihrer Pfütze nicht allein sitzen!

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Platz 3 (-) "Tinkerbell und die Piratenfee"

Wen Sie kennen könnten: die Stimmen von Yvonne Catterfeld ("Keinohrhasen") und Christian Tramitz ("Der Schuh des Manitu")

Die Geschichte in einem Satz:

Die Fee Zarina stiehlt den Feenstaub aus dem Tal der Fabelwesen und tut sich mit dem Piraten James zusammen, doch Tinkerbell ist auf den Staub angewiesen und muss ihn schleunigst zurückholen.

Geschwister im Kinoversum:

"Das Geheimnis der Feenflügel"

Warum Sie den Film sehen könnten:

Weil es Sonntag ist, und die Kinder unbedingt ins Kino wollen, und dieses Piratenabenteuer über Mädchenfreundschaft und Mädchenpower tatsächlich Spaß macht und perfekt 3D-animiert ist. Und Mütter können einfach daran denken, dass in der Originalversion Tom Hiddleston den jungen Captain Hook spricht und singt! Genau: Loki!

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Platz 4 (2) "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Sir Ian McKellen ("Der Herr der Ringe"), Sir Patrick Stewart ("Star Trek"), Michael Fassbender ("Shame"), James McAvoy ("Drecksau"), Jennifer Lawrence ("Die Tribute von Panem"), Hugh Jackman ("Les Misérables"), Halle Berry ("Monster's Ball") und Ellen Page ("Juno")

Die Geschichte in einem Satz:

Wolverine wird in die Vergangenheit geschickt, um Professor X und Magneto zur Zusammenarbeit zu bewegen, denn in der Zukunft werden Mutanten von beeindruckend fiesen Robotern gejagt und getötet.

Geschwister im Kinoversum:

"X-Men: Erste Entscheidung"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil High-End-Action noch nie so liebevoll war! In einem grandiosen Mix aus Drama, Humor und spektakulärer Spezialeffekte-Action geht es um nicht weniger als das Abwenden eines Vernichtungskrieges der Menschen gegen die Mutanten. Wolverine wird "Terminator"-mäßig in die 70er verfrachtet, wo er einen alles auslösenden Mord verhindern soll. Dazu braucht er aber die Hilfe von Professor X und Magneto, die sich zu dieser Zeit bis aufs Blut hassen. Zudem sitzt Magneto im "sichersten" Gefängnis der Welt, mehrere Stockwerke unter dem Pentagon. Jedes Detail stimmt in der Welt von morgen und gestern, Jackmans Wolverine ist cooler denn je, und auch James McAvoy und Michael Fassbender scheinen vollends in ihren Rollen angekommen. Ein Fest für "X-Men"-Fans, und für Neueinsteiger (gehen die in Teil fünf?) mindestens mit einer der besten CGI-Sequenzen der letzten Jahre versehen: Marvel-Held Quicksilver (der schnellste unter den Mutanten) hat einen leider vorerst nur kurzen Auftritt und schreibt damit in der Küche des Pentagon Filmgeschichte wie einst die Slow-Motion-Kämpfe in "Matrix".

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Platz 5 (3) "A Million Ways to Die in the West"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur und Darsteller Seth MacFarlane ("Ted"), Charlize Theron ("Prometheus"), Liam Neeson ("Grey") und Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother")

Die Geschichte in einem Satz:

Cowboy Albert ist so langweilig und harmlos, dass ihm die Freundin abhanden kommt, und sein neues Objekt der Begierde ist mit einem schießwütigen Banditen liiert.

Geschwister im Kinoversum:

"Movie 43"

Warum Sie den Film nicht sehen sollten:

Weil Sie nach "Movie 43" dachten, schlimmer geht's nicht.

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Platz 6 (4) "Edge of Tomorrow"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Tom Cruise ("Mission: Impossible") und Emily Blunt ("Der Teufel trägt Prada")

Die Geschichte in einem Satz:

Major Bill Cage ist in einer Zeitschleife gefangen: Jedes Mal wenn der PR-Fachmann an der Front im Krieg gegen eine überlegene Alienrasse stirbt, wacht er am Tag vor der Schlacht wieder auf und muss nun herausfinden a. warum und b. wie er die Weltretten kann.

Geschwister im Kinoversum:

"Source Code" - der einfach so viel besser ist

Warum Sie den Film nicht unbedingt sehen müssen:

Weil Sie sich die ganze Zeit fragen, wem es in Hollywood immer noch rund 180 Millionen Dollar wert ist, Tom Cruise dabei zuzusehen, wie er mal wieder die Welt rettet. Einziger Lichtblick im Effekte-Overload ist "Fast verheiratet"-Emily Blunt, die als "Full Metal Bitch" (Yup, das ist ihr Film-Charakter!) mal eben an Lara Croft vorbeizieht.

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Platz 7 (5) "Bad Neighbors"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Seth Rogen ("Beim ersten Mal"), Zac Efron ("High School Musical") und Rose Byrne ("X-Men: Erste Entscheidung")

Die Geschichte in einem Satz:

Die frisch gebackenen Eltern Mac und Kelly genießen das ruhige Leben am Stadtrand, doch als nebenan eine Studentenverbindung einzieht, müssen sie nicht nur jede Menge lautstarker Partys aushalten, sondern früher oder später zum Gegenangriff übergehen.

Geschwister im Kinoversum:

"Old School"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Ein guter Grund für den Kinobesuch sind ohne Frage die bemerkenswerten Bauchmuskeln von Zac Efron, der hier erfolgreich vom makellosen "High School Musical"-Star zum prolligen Party-Monster mutiert. Oder - je nach Geschmack - auch Seth Rogens gemütliches Bierbäuchlein. Auf jeden Fall macht die reichlich ausgelassene Komödie von Nicholas Stoller ("Nie wieder Sex mit der Ex") auf im besten Sinne geschmacklose Weise unglaublich viel Spaß.

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Platz 8 (8) "Boyhood"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Ethan Hawke ("Before Sunset") und Patricia Arquette ("Medium - Nichts bleibt verborgen") und Regisseur Richard Linklater ("Before Sunset")

Die Geschichte in einem Satz:

Der sechsjährige Mason Jr. zieht mit Mutter und Schwester zurück in die texanische Heimat, wo er heranwächst und irgendwann das erste Bier, den ersten Joint und die erste Liebe erfährt.

Geschwister im Kinoversum:

Gibt es nicht

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil er so wunderschön wie einzigartig ist! Über zwölf Jahre haben Regisseur Richard Linklater und die ganze Filmcrew das Heranwachsen zweier Jugendlicher begleitet. Hauptfigur ist Mason, der sich vom kuscheligen Kind zum stacheligen Pubertanten zum coolen jungen Mann entwickelt. Doch auch seiner Schwester sieht man dabei zu, wie die Magie des Lebens passiert: Man verändert sich jeden verdammten Tag! Das wahrlich Großartige an "Boyhood" ist die Sichtbarmachung dieses Prozesses, den kein CGI auf der Welt je so hinkriegen wird wie die Natur selbst. Dieses "Timelapse-Foto eines Menschen" (ZItat von Ethan Hawke, der den Vater spielt) ist so viel spannender als jeder Action-Blockbuster, weil das reale Leben einfach intensiver ist als jede Geschichte, jeder Film, jedes Kunstwerk. Punkt.

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Platz 9 (-) "Einmal Hans mit scharfer Soße"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Idil Uner ("Evet, ich will"), Julia Dietze ("Iron Sky") und Max von Thun ("Rubbeldiekatz")

Die Geschichte in einem Satz:

Die deutsch-türkische Journalistin Hatice muss heiraten, am besten sofort, denn nach anatolischer Tradition muss sie vor ihrer jüngeren Schwester unter die Haube, und "die Kleine" ist schwanger, deshalb bleibt Hatice verdammt wenig Zeit, sich gegen "Sex and the City" und für Mr. Right zu entscheiden.

Geschwister im Kinoversum:

"Almanya"

Warum Sie den Film sehen könnten:

Weil er auf harmlos-selbstverliebte Art von der türkisch-deutschen Identitätskrise erzählt.

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Platz 10 (7) "Brick Mansions"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Paul Walker ("The Fast and the Furious"), David Belle und RZA ("The Man with the Iron Fist")

Die Geschichte in einem Satz:

Damien muss Drogenboss Tremaine hochnehmen, der eine Massenvernichtungswaffe gestohlen hat, und Damien muss sich beeilen, weil er erst einmal Tremaines Festung stürmen muss, die Brick Mansions.

Geschwister im Kinoversum:

das Original "Ghettogangz - Die Hölle vor Paris"; "Ghettogangz 2"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil es der letzte Film ist, den der Ende 2013 tödlich verunglückte "The Fast and the Furious"-Star Paul Walker bis zum Ende abgedreht hat, und dieses Remake eines französischen Actionklassikers ihn für 90 Minuten wieder auferstehen lässt. Der wahre Star der von Luc Besson produzierten Adrenalin-Superdosis ist allerdings der unglaubliche David Belle, seines Zeichens der Pate des Parkour und unzerschrottbarer Gummiball, der schon im französischen Vorbild die Schwerkraft ausgelacht hat.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo