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M. Beisenherz: Sorry, ich bin privat hier: Gesprächsstoff

Viele Politiker – und Politikerinnen – legen Wert auf einen unverkennbaren Kleidungsstil. Nicht immer zu ihrem Vorteil.



Der letzte CDU-Parteitag war erschütternd für mich.

Das hat vornehmlich mit Annegret Kramp-Karrenbauer (man schreibt sie leichter, als man sie ausspricht) zu tun. Ich war nicht erschüttert, weil sie zur CDU-Parteivorsitzenden gewählt wurde – sondern wegen des Sakkos, das sie an dem Tag anhatte. Fatalerweise trug ich am Tag ihres Triumphes eine Jacke mit demselben Karomuster. Seitdem bete ich, dass AKK dieses Stück nicht zu ihrer Daueroberbekleidung macht. Auch wenn klein kariert gut zur Union passt – ich möchte meinen Überwurf nur ungern in den Müll schmeißen müssen. Aber irgendein auffälliges Kleidungsstück wird sie sich natürlich aussuchen müssen. Politiker brauchen "Signature Pieces".

Wenn Sie in der Politik etwas werden wollen, brauchen Sie prägnante Bekleidung.

 Was waren das noch für Zeiten, als das zentrale Thema eines TV-Duells die "Schlandkette" der Kanzlerin war. Nebenbei bemerkt ein überflüssiges Accessoire, da ja bereits die drei Wechselknöpfe, die vorn auf jedem Kostüm Merkels prangen, der Regierungschefin ein unverwechselbares Profil verleihen.

Wenn Sie in der Politik etwas werden wollen, brauchen Sie prägnante Bekleidung. Nicht umsonst merkt man sich doch jemanden wie den früh vergreisten Teenager Philipp Amthor, der als beschlipster Vertreter der Jungen Union so aussieht, als wäre er zu spät auf die Welt gekommen, weil sein Koffer sich im Geburtskanal verkeilt hat. Sein Gegenstück Kevin Kühnert hingegen dürfte es gar nicht mehr wagen, ohne Kapuzenpulli irgendwo aufzutauchen, um nicht schon optisch die letzten sozialdemokratischen Werte zu verraten. War es nicht der Brioni-Anzug, der Gerhard Schröders langsamen Abstieg zum Sozenjudas einleitete, während er sich mit dem "It-Piece" des Sommers 2002, den Gummistiefeln, noch knapp ein weiteres Mal ins Kanzleramt hineinfluten konnte?

Gern erinnern wir uns auch an Joschka Fischer, dereinst Turnschuh-Guevara und später Schrecken aller Schneider, die pausenlos damit beschäftigt waren, die schicken Dreiteiler zwischen fünf Kleidergrößen hin- und herzuändern. Theo Waigel wiederum brauchte für sein Markenzeichen nicht mal klassische Anziehsachen. Wobei für seine Augenbrauen, würde man sie künstlich erzeugen wollen, locker drei, vier Baumwollfelder draufgehen dürften. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie den Namen "Claudia Nolte" hören? Niemand kennt mehr das Ressort, aber alle die Rüschen. Ottmar Schreiner und der rote Schal! Dirk Niebel und diese dämliche Mütze!

Und was wird hängen bleiben von einem Donald Trump?

Im Zweifel gilt das Prinzip: Wenn du schon nicht interessant bist, sieh wenigstens so aus.

Richtig geschmeidig ist das natürlich auch nicht immer: Noch heute kriegen Musikbegeisterte Stressschweiß bei dem Gedanken an Karl Theo zu Guttenberg, der im AC/DC-Shirt Volksnähe und Emotion vortäuschen wollte. Ähnlich "Captain Bavaria" Markus Söder, der erstaunlicherweise immer dann am beschissensten aussieht, wenn er aus den Loden steigt (ein weltweit einzigartiges Phänomen).

Und was wird hängen bleiben von einem Donald Trump? Also, außer einem gewaltigen kulturellen Rückschritt. Am Ende ist es neben dem toten Frettchen auf dem orangefarbenen Schädel doch die rote "Make America great again"-Mütze, mit der sich Zehntausende Fans gern selbst degradieren.

Nicht wenigen gilt die Kappe bereits als moderne Ablösung der Ku-Klux-Klan-Kutte.

Muss man auch erst mal schaffen.

Dann vielleicht doch lieber die Rüschenbluse.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(