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Fan-Liebe ins Jenseits: Elvis ist schon 43 Jahre tot – trotzdem reise ich ihm immer noch hinterher

Am 8. Januar, wäre Elvis Presley 85 geworden. Als er starb, war unsere Redakteurin erst ein Jahr alt. Trotzdem fährt sie für den King of Rock 'n' Roll quer durch die Republik. Hier erklärt sie, warum man als Fan noch etwas erleben kann, auch, wenn das Idol lange tot ist.

Jessica Kröll in Bad Nauheim beim European-Elvis-Festival zu Ehren von Elvis Presley

Jedes Jahr fahre ich zum European-Elvis-Festival in Bad Nauheim. Hier lebte Elvis während seiner Armeezeit in Deutschland

Als ich das erste Mal die Stimme von Elvis hörte, traf sie mich mitten ins Herz. Es war in einer Zeit, als man noch Schallplatten hörte. Und wie so viele Eltern hatten auch meine ein paar Scheiben vom King of Rock 'n' Roll. Bis ich jedoch zum richtigen Fan mutierte, vergingen noch einige Jahre. Mein erstes Konzert besuchte ich 1999 in der Alsterdorfer Sporthalle. Zwei Jahre zuvor war ich von einem kleinen Dorf in Hessen nach Hamburg gezogen. Die Atmosphäre war wundervoll. Im bestuhlten Saal waren viele Ältere, solche, die noch lebten, als der King es auch tat. Aber auch sehr viele junge Menschen. Viele der Besucher trugen T-Shirts mit Elvis-Aufdruck, Jeansjacken mit selbst aufgenähten Elvis-Stickern, viele auch mit Elvis-Tattoos auf der Haut. Frauen mit Petticoats, Männer mit Pomaden-Tolle – es war wie auf einer Zeitreise in die 60er. 

Als der Vorhang aufging, stand sie da: Die Original-Band von Elvis. James Burton an der Gitarre, Glen D-Hardin am Klavier, und Ron Tutt am Schlagzeug. Auch die Background-Band – die Sweet Inspirations – standen auf der Bühne. Auf einer großen Leinwand wurde der King eingeblendet. "If you never saw Elvis…this is close as it gets" stand auf den Werbeplakaten zur Show. Und sie sollten Recht behalten. Denn auch wenn Elvis nicht live dabei war, so wurde er riesengroß auf der Leinwand gezeigt. Und tatsächlich hatte man das Gefühl, als sei er tatsächlich da. 

Elvis in Concert

Und so sieht es heute aus, wenn Elvis mit der TCB-Band auf Tournee geht

Picture Alliance

Jedes Jahr zum Elvis-Festival nach Bad Nauheim

Mittlerweile habe ich viele solcher Konzerte besucht. In Hamburg, Frankfurt und Berlin. Einmal bin ich sogar nach Kopenhagen gereist, nur um vor Ort festzustellen, dass nicht die Original-Band auftrat, sondern sechs dänische Künstler die größten Hits von ihm nachsangen. Egal, war trotzdem schön. Denn auch wenn Elvis schon lange tot ist, seine Musik lebt weiter. 

2017 war Priscilla Presley zum ersten Mal bei einem Konzert in Deutschland mit dabei

2017 war Priscilla Presley in Berlin zum ersten Mal bei einem Konzert in Deutschland mit dabei

Elvis ist ein Hobby, das man nicht einfach so mit jedem teilen kann. Zwar habe ich noch niemanden getroffen, der seine Musik nicht mag, aber oft bekomme ich zu hören: "Der war doch so schmalzig" oder "Der war doch am Schluss so fett". Ich habe zum Glück eine meiner besten Freundinnen, mit der ich zu den ganzen Events reisen kann. Wir haben uns vor genau zehn Jahren kennengelernt. Damals wurde anlässlich des 75. Geburtstags von Elvis eine große Rundreise in die USA angeboten. Auf dem Programm standen unter anderem der Besuch der legendären Sun-Studios, des Geburtshauses von Elvis in Tupelo und des berühmten Fairgrounds, wo er 1956 das erste Mal auftrat und natürlich Graceland. Wir blieben danach in Kontakt und planen seitdem unsere Elvis-Trips gemeinsam. 

Grab von Elvis auf Graceland

2010 besuchte ich das erste Mal das Grab von Elvis auf Graceland

So fahren wir jedes Jahr ins hessische Bad Nauheim aufs European-Elvis-Festival und gönnen uns den Drei-Tage-Platinum Pass, der so um die 350 Euro kostet. Plus Bahnfahrt und Hotel ist man also schnell mal 500 Euro los. Viel Geld für einen Toten. Aber Elvis gehört ja nicht umsonst zu denjenigen, die auch noch im Jenseits richtig Kohle machen. Aber wo sonst hat man schon mal die Möglichkeit, mit den engsten Weggefährten zu plaudern, Fotos zu machen und Autogramme zu bekommen? 

Viele Weggefährten von Elvis gibt es nicht mehr

Viele von ihnen, die ich mittlerweile treffen durfte, sind schon verstorben. Wie zum Beispiel Sonny West, den ehemaligen Bodyguard, der Elvis 1970 ins Weiße Haus zu Präsident Nixon begleitet hatte. Ihn traf ich 2007 in einem Berliner Hotel bei einer Elvis-Ausstellung. Trotzdem er damals schon fast 70 war, hatte er immer noch eine beeindruckende Statur.

Der ehemalige Bodyguard von Elvis, Sonny West,

2007 traf ich den ehemaligen Bodyguard von Elvis, Sonny West, in Berlin

Er erzählte, wie Nixon am Schreibtisch im Oval Office saß, als er zusammen mit dem Musiker Jerry Schilling den Raum betrat, nachdem Elvis schon drin war und die beiden mit einer Handbewegung dazu aufforderte, einzutreten. "Er rief: Mister Präsident, hier sind die Männer, die ich ihnen vorstellen wollte. Und Elvis winkte einfach so den Präsidenten zu sich heran. Als er uns dann kleine Gastgeschenke überreichte, erklärte er: Mister Präsident, die beiden haben auch Ehefrauen. Und so packte Nixon noch Geschenke für die Frauen obendrauf." Ich hätte ihm stundenlang zuhören können. Zehn Jahre später erlag er einem Krebsleiden. 

Elvis mit Jerry Schilling, Sonny West und Präsident Nixon

Sonny West (2.v.l.) besuchte mit Elvis Presley und Jerry Schilling den US-Präsidenten Nixon im Weißen Haus

Picture Alliance

Aber es gibt eben auch einige Weggefährten, die noch leben. Und ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie oft die mittlerweile ziemliche betagten Amerikaner jedes Mal den weiten Weg nach Europa auf sich nehmen, um das Vermächtnis von Elvis am Leben zu erhalten. So gehen seine legendäre TCB-Band, sein Gospelchor The Imperials und auch Ex-Frau Priscilla jedes Jahr für die Fans auf eine einwöchige Mittelmeer-Kreuzfahrt.

Einmal saß die halbe Band wegen eines heftigen Sturms zwei Tage in den USA am Flughafen fest. Trotzdem machten sie sich auf den Weg, um im hessischen Bad Nauheim die Elvis-Anhänger zu beglücken. Zwar sind die Herren alle schon im Rentenalter, aber wenn James Burton an seiner Gitarre zupft, dann kann er locker mit jüngeren Musikern mithalten. Mit seinen 80 Jahren feuert er sein Plektron immer noch zielsicher in Richtung Konzertbesucher. Nur Ronnie Tutt nimmt die beschwerliche Reise nach Deutschland aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf sich. 

James Burton Autogrammstunde

Bei einer Autogrammstunde in Bad Nauheim ließ ich mir von Elvis-Gitarrist James Burton die Schuhe signieren. Im Hintergrund: Terry Blackwood vom Gospelchor The Imperials.

Man merkt den alten Männer an, wie viel Spaß ihnen noch die Musik macht. Und ohne Elvis würden sie wohl nicht mehr um die ganze Welt fliegen und den Fans eine gute Zeit bescheren.

Linda Thompson erinnerte mit Marshmallows an den King

"Irgendwann ist einfach niemand mehr da" ist ein Satz, den ich oft auf solchen Events höre. Denn irgendwann werden auch die letzten Weggefährten das Zeitliche segnen. Mit das beeindruckendste bei solchen Begegnungen ist: Jeder, der mit Elvis zu tun hatte, hat nur Gutes über ihn zu sagen. Einigen kommen heute noch die Tränen, wenn sie über ihn sprechen. Die meisten tragen immer noch irgendein Schmuckstück, dass ihnen der King – der als sehr großzügig und spendabel galt – irgendwann einmal geschenkt hat. Und jeder verbindet mit ihm seine ganz eigene Geschichte.

Auf einem Treffen ließ Linda Thompson – sie lebte vier Jahre lang mit ihm auf Graceland – Marshmallows an die Fans verteilen, um zu demonstrieren, wie es sich angefühlt hat, Elvis zu küssen. "Seine Lippen waren genauso weich", schwärmte die 69-Jährige, die fünf Jahre nach der Trennung von Elvis den Zehnkämpfer Bruce Jenner heiratete und mit ihm zwei Söhne bekam. Bruce Jenner? Ist das nicht? Ja, genau. Der Stiefvater von Kim Kardashian, der sich später einer Geschlechtsumwandlung unterzog und sich heute Caitlyn nennt. "Ich habe einfach kein Glück mit Männern", witzelte Thompson. "Der eine ist gestorben, der andere wurde zur Frau." 

Elvis&Nixon

Die Fans lieben die Geschichten von Elvis-Weggefährten. Ob sie auch tatsächlich stimmen, lässt sich natürlich nicht mehr nachvollziehen. Aber das ist auch nicht so wichtig. Durch die Geschichten bleibt der King eben unsterblich. 

Im Sommer geht es für mich und meine Freundin natürlich wieder zum European Elvis-Festival nach Bad Nauheim. Aber vorher besuche ich noch das Elvis-Musical in Köln. Das mache ich zusammen mit meiner Schwester und meinem Vater. Der ist übrigens großer Queen-Fan und schwärmt für den ebenfalls schon früh verstorbenen Freddie Mercury. Wer weiß, vielleicht ist diese Fan-Liebe zu toten Künstlern ja auch erblich bedingt.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.