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Neuer Song "Nazi-Bitch" und "Nutte" - Farid Bang droht AfD-Politikerin Alice Weidel

Farid Bang
Farid Bang
© Axel Schmidt / AFP
Er pöbelt weiter: Farid Bang hat nach dem Echo-Eklat einen neuen Song aufgenommen. Darin attackiert er die AfD-Fraktionschefin Alice Weidel und droht ihr mit einem Nasenbeinbruch.

Seine Plattenfirma setzte ihn vor die Tür. BMG beendete nach dem Echo-Eklat um sein umstrittenes Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" Ende April die Zusammenarbeit mit Farid Bang. Für den Rapper kein Grund, in seinen Texten auf Provokationen zu verzichten - im Gegenteil.

Bang veröffentlichte am Montagabend auf Instagram einen kurzen Ausschnitt aus seinem neuen Song. "Hier nochmal ne kleine Kostprobe zu Killa 2018", schrieb der 31-Jährige dazu. In dem 20 Sekunden langen Videoschnipsel ist zu hören, wie er die AfD-Politikerin Alice Weidel als "Nazi-Bitch" und "Nutte" bezeichnet und ihr damit droht, ihr das Nasenbein zu brechen.

"Brech' Alice Weidel das Nasenbein"

Wörtlich singt Farid Bang: "Brech' Alice Weidel ihr Nasenbein, es wird zu gravierend. Und wenn mein Haken trifft, kann die Nazi-Bitch ihren Namen nicht mehr buchstabieren. Nutte du weißt, die Polizei findet dich in der U-Bahn liegend, weil du mir den Pass abnehmen wolltest wie beim Fußballspiel." 

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel wollte den Text zunächst nicht kommentieren, aber juristische Schritte gegen Bang prüfen lassen. Das teilte ihr Pressesprecher mit. Der Text könnte den Tatbestand der Beleidigung und/ oder der Bedrohung erfüllen. Dem entgegen steht die durch Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes geschützte Kunstfreiheit. Wörtlich heißt es in der Verfassung: "Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung."

Retourkutsche für Weidel von Farid Bang

Der Diss von Bang in seinem neuen Song ist offenbar eine Retourkutsche. Bang und sein Rap-Partner Kollegah waren im April trotz von vielen als antisemitisch empfundener Textzeilen mit dem Echo ausgezeichnet worden. Weidel hatte damals getwittert, Bang sei "nichts weiter als ein asozialer Marokkaner" - eine Anspielung auf dessen Song "Asozialer Marokkaner". Der Musiker hat marokkanische Wurzeln, wurde aber in Spanien geboren und lebt seit seiner Kindheit in Deutschland.

mai

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