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Gerichtsmediziner bestätigt: Chris Cornell hat Suizid begangen

Sein Tod ist für viele Fans ein Schock: Chris Cornell, Frontmann von Soundgarden, ist tot. Laut Gerichtsmediziner hat sich bestätigt, dass der Sänger und Gitarrist Suizid beging.

Ein Gerichtsmediziner hat laut übereinstimmenden Medienberichten bestätigt, dass der Soundgarden-Frontmann Chris Cornell Suizid begangen hat. Der Miterfinder von Grunge erhängte sich in einem Hotelzimmer in Detroit und wurde 52 Jahre alt. Zuvor hatte Cornell mit Soundgarden noch einen Auftritt absolviert. Zu Cornells berühmtesten Songs gehört "Black Hole Sun".

Wenige Stunden nach dem Konzert in habe Cornells Familie den Rettungsdienst alarmiert, sagte Polizeisprecherin Jennifer Moreno. Ersthelfer seien in sein Hotelzimmer gestürmt, wo Cornell regungslos aufgefunden worden sei. Die "Detroit Free Press" berichtete, um den Hals des Sängers sei eine Schnur gefunden worden.

Der Pressesprecher des Sängers, Brian Bumbery, erklärte, Cornells Ehefrau Vicky Karayiannis Cornell und die übrigen Familienmitglieder seien "schockiert über den plötzlichen und unerwarteten ". Die Familie danke den Fans "für ihre beständige Liebe und Loyalität" und bitte darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Pionier des Grunge

Cornell zählte zu den Pionieren des Grunge-Rock. In der US-Westküstenstadt Seattle geboren, gründete er 1984 die Band Soundgarden, die zusammen mit Nirvana, Alice in Chains und Pearl Jam zu den führenden Bands der Grunge-Bewegung in den späten 80er und frühen 90er Jahren gehörte. Die Band gewann mehrere Grammys, bevor sie sich 1997 auflöste. Erst 2010 fanden Cornell und seine Bandkollegen wieder zusammen. Der Auftritt in Detroit war laut dem US-Magazin "Variety" planmäßig die letzte Etappe einer US-Tournee.

Obwohl gesangstechnisch kaum ausgebildet, hatte Cornell einen Stimmumfang über fast vier Oktaven: Sein Gesang bewegte sich zwischen tiefem Bariton und einem hohen, kreischenden Tenor - begleitet von dissonanten Mollakkorden seiner Gitarre.


Nach der Auflösung von Soundgarden spielte Cornell bei der Band Temple of the Dog und gründete 2001 mit drei ehemaligen Mitgliedern von Rage Against the Machine die Rock-Formation Audioslave. Diese durfte 2005 vor zehntausenden Menschen im kommunistischen Kuba auftreten. 2006 sang Cornell "You Know My Name", den Titelsong des James-Bond-Films "Casino Royale".

Viele Jahre Heroin konsumiert

Mit Cornells Tod wird nach dem von Nirvana-Sänger Kurt Cobain im Jahr 1994 ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Grunge geschlossen. Der Sänger der Stone Temple Pilots, Scott Weiland, starb 2015 an einer Überdosis Rauschgift.

Auch Cornell konsumierte viele Jahre Heroin und andere Drogen und kämpfte gegen Depressionen an. In einem Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" räumte er 1994 ein, schon mit 13 Jahren täglich Drogen genommen zu haben. Die Schule schloss er nicht ab, stattdessen fand er Erfüllung in der Musik. 

Mitte der 2000er Jahre kam er von den Drogen los und erlebte danach eine neue Phase der Kreativität: er veröffentlichte mehrere Soloalben und tat sich wieder mit Soundgarden zusammen.

Chris Cornell hinterlässt drei Kinder

Poplegende Elton John zeigte sich "schockiert und betrübt" über Cornells Tod und nannte ihn "einen großartigen Sänger, Songschreiber und den liebenswürdigsten Mann". Led Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page erklärte auf Twitter: "RIP (Ruhe in Frieden) . Unglaublich talentiert. Unglaublich jung. Unglaublich vermisst." Cornell hinterlässt drei Kinder.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

tis/Shaun Tandon/AFP
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo