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Noch kein Gamer? Das ist jetzt die richtige Gaming-Plattform

Eine junge Dame vor ihrem Gaming-Setup (Symbolbild).
Eine junge Dame vor ihrem Gaming-Setup (Symbolbild).
© Gorodenkoff/Shutterstock.com
Wer derzeit wegen des Coronavirus viel zuhause ist, der könnte mit dem Gedanken spielen, sich eine Videospielkonsole zuzulegen.

Wegen des Coronavirus verbringen die meisten Menschen momentan wohl mehr Zeit in der Wohnung als an der frischen Luft. Aber was tun, wenn das letzte Buch gelesen und die Lieblingsserie schon zum zwölften Mal durchgeschaut ist? Wer mit dem Gedanken spielt, sich beispielsweise eine Spielekonsole zuzulegen, der bekommt hier einen Überblick über die beliebtesten Alternativen.

Der PC: Hausherr in Sachen Bandbreite

Keine Plattform ist so reich an unterschiedlichen Inhalten wie der Windows-PC oder -Laptop. Auf digitalen Videospiel-Marktplätzen wie Steam und dem Epic Games Store gibt es sämtliche Genres an Spielen. Oftmals finden sich auf dem PC auch Titel, die es bei den Mitkonkurrenten nicht gibt - vor allem wenn es um Genres wie Echtzeitstrategie, Simulationen oder Indie Games, also Spiele von unabhängigen Entwicklern, geht. Zusätzlich gibt es unzählige Angebote für oftmals kostenlose Browserspiele oder auch Anlaufstellen, wo sich ebenso ohne Entgelt Games-Klassiker spielen lassen. Außerdem bieten High-End-PC-Spiele - je nach Titel und vorhandener Hardware - oft den größeren Wow-Faktor im Vergleich zu Konsolen, wenn es um die Grafik geht.

Es gibt aber auch gehörige Nachteile am PC. Zum einen braucht man ein geeignetes Gerät, wenn man aktuelle Veröffentlichungen flüssig und auf höheren Grafikeinstellungen spielen möchte. So kann es gut und gerne sein, dass bei der erstmaligen Anschaffung vierstellige Beträge zusammenkommen. Zudem sollte man ein grundsätzliches technisches Verständnis mitbringen, da es durchaus zu technischen Problemen kommen kann - und so beispielsweise Spiele erst gar nicht starten oder unter anderem die richtigen Treiber installiert werden müssen, damit man auch Sound auf die Ohren bekommt und dergleichen mehr.

PlayStation 4 und Xbox One: Die Power-Konsolen

Dem PC kommen die PlayStation 4 Pro und die Xbox One X am nächsten. Das ist gerade für Einsteiger spannend. Zwar muss man ein paar Abstriche in Sachen grafischer Brillanz machen, dafür bieten die Konsolen für Neulinge auch zahlreiche Vorteile. So ist in etwa nur ein sehr geringes technisches Verständnis notwendig, um Games spielen zu können - etwa um die Verbindung nach dem ersten Hochfahren einzurichten, wenn man mit dem Gerät auch online gehen will, um beispielsweise in den digitalen Stores der Systeme einzukaufen oder auch online gegen andere zu spielen. Davon abgesehen lassen sich die Geräte wirklich einfach mit dem heimischen TV verbinden.

Außerdem sind die Konsolen im Regelfall bei der ersten Anschaffung deutlich billiger als ein Gaming-PC. Inklusive den ersten Spielen, einem zweiten Controller für einen Mitspieler vor Ort und dergleichen mehr, sollte man mit bis zu 500 Euro hinkommen. Zusätzlicch gibt es auch sogenannte Bundles mit festen Spielen, die oftmals noch billiger sind - beispielsweise die PlayStation 4 Pro mit dem Game "Death Stranding" oder die Xbox One X mit "Star Wars Jedi: Fallen Order". Zudem gibt es Grundvarianten der PlayStation 4 und Xbox One, die nicht ganz so leistungsstark sind, dafür aber noch einmal etwas billiger.

Für welche der beiden Konsolen man sich entscheidet, sollte man von der für einen selbst attraktiveren Spieleauswahl abhängig machen und ob man Freunde besitzt, die bereits eine PlayStation oder Xbox haben. Die Plattformen bieten Exklusivtitel, die nur auf dem entsprechenden System spielbar sind. Zudem ist es nicht möglich mit einem Freund zusammen zu spielen, wenn man selbst beispielsweise eine PlayStation kauft, der Freund aber eine Xbox besitzt.

Nintendo Switch: Die Transportable

Ähnlich verhält es sich mit der Switch von Nintendo, die vor allem auch für Kinder gut geeignet ist, weil sehr viele Games für die ganze Familie geboten werden. Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche Titel für Erwachsene auf dem System. Es ist also nicht so, als ob nur die Kids auf ihre Kosten kommen.

Zwar ist die Hardware trotz vergleichbaren Preises noch einmal schwächer als die von Sonys und Microsofts Konsolen, dafür hat die Switch einen großen Vorteil zu bieten: Man kann sie nicht nur an den Fernseher anschließen, sondern auch als Handheld - also unterwegs oder in der ganzen Wohnung - benutzen, weil sie einen eingebauten Bildschirm besitzt. Neben dem herkömmlichen Modell gibt es eine Lite-Variante, die bereits für unter 200 Euro zu haben ist. Mit dieser kann aber nur im portablen Modus gespielt werden, das Anschließen an den Fernseher geht hier also nicht.

Das Smartphone: Was für eine Einstiegshürde?

Wer in Sachen Gaming überhaupt gar keine Ahnung hat, der könnte erst einmal zum eigenen Smartphone greifen. Die dort gebotenen Games haben - mit Ausnahmen - zwar oftmals weniger Spieltiefe zu bieten, gerade für Einsteiger scheinen Handy-Spiele aber wie geschaffen, auch wenn diese von alteingesessenen Gamern meist belächelt werden.

Wer sich mit seinem Smartphone auskennt, der muss auch keine Einstiegshürde befürchten. Ein Videospiel auf iOS oder Android ist genauso einfach installiert wie eine andere App. Das große Plus ist zudem, dass die allermeisten Menschen bereits ein Smartphone besitzen und somit kein neues Gerät anschaffen müssen. Zusätzlich sind sehr viele der erhältlichen Games kostenlos. Bei diesen Titeln muss man sich allerdings - wie auch bei den anderen entsprechenden Apps - vermehrt mit Werbung und In-App-Käufen abfinden.

Alternativ bietet Apple mittlerweile seinen Service Apple Arcade. Das Abo läuft eigentlich wie zum Beispiel auch bei Netflix. Man zahlt nach dem Ablauf eines kostenlosen Probe-Abos eine monatliche Gebühr von knapp fünf Euro und kann alle enthaltenen Spiele kostenlos auf sein iPhone oder iPad herunterladen und spielen, so viel man möchte. Werbung und In-App-Käufe entfallen hier komplett.

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