Oscars 2026 Wie divers ist die Nominiertenliste?

"Blood & Sinners" steht in Sachen Diversität an der Spitze.
"Blood & Sinners" steht in Sachen Diversität an der Spitze.
© imago/Landmark Media / Supplied by LMK
Die Oscar-Nominierungen 2026 stehen fest. Die Liste zeigt Rekorde bei weiblichen Filmschaffenden und People of Color.

Bei den diesjährigen Oscar-Nominierungen zeigt sich die Diversität. Ryan Cooglers (39) Vampir-Epos "Blood & Sinners" dominiert nicht nur mit 16 Nominierungen die Kandidatenliste, sondern stellt auch einen Rekord ein: Zehn Schwarze Künstlerinnen und Künstler wurden für ihre Arbeit an dem Film gewürdigt, wie "Variety" berichtet. Damit zieht "Blood & Sinners" mit "Judas and the Black Messiah" aus dem Jahr 2021 gleich.

Zu den Nominierten gehören Ryan Coogler selbst ("Bester Film", "Beste Regie", "Bestes Originaldrehbuch"), seine Ehefrau und Produzentin Zinzi Coogler, Hauptdarsteller Michael B. Jordan sowie Nebendarsteller Delroy Lindo und Nebendarstellerin Wunmi Mosaku. Hinzu kommen Auszeichnungen in den technischen Kategorien für Szenenbildnerin Hannah Beachler, Kamerafrau Autumn Durald Arkapaw, Kostümdesignerin Ruth E. Carter, Songwriter Raphael Saadiq sowie Hairstylistin Shunika Terry.

Ryan und Zinzi Coogler schreiben Oscar-Geschichte

Ryan Coogler wird mit seinen Nominierungen Teil eines exklusiven Kreises: Er ist nach Jordan Peele und Spike Lee erst der dritte Schwarze Filmemacher, der in einem Jahr für Produktion, Regie und Drehbuch berücksichtigt wurde. Erst als siebter Schwarzer Regisseur überhaupt erhält er eine Oscar-Nominierung. Auch seine Ehefrau Zinzi Coogler schreibt Geschichte: Als erste philippinischstämmige Produzentin und dritte Schwarze Frau ist sie in der Kategorie "Bester Film" nominiert. Gemeinsam bilden sie das erste Schwarze Ehepaar, das jemals in einer Oscar-Kategorie nominiert wurde.

Hannah Beachler bleibt zudem die einzige Schwarze Frau, die je in der Kategorie "Bestes Szenenbild" nominiert wurde. 2018 gewann sie für den Science-Fiction-Film "Black Panther", für "Blood & Sinners" erhält sie ihre zweite Nominierung. In der Kategorie "Beste Kamera" wurde Autumn Durald Arkapaw als erste Filipina und erste Woman of Color vorgeschlagen.

Rekordjahr für Lateinamerikanerinnen und Lateinamerikaner

Auch für lateinamerikanische Kunstschaffende ist es ein historisches Jahr. Der mexikanische Filmemacher Guillermo del Toro wird mit seiner "Frankenstein"-Verfilmung zum meistnominierten, lateinamerikansichen Produzenten. Der puerto-ricanische Schauspieler Benicio del Toro avanciert zum meistnominierten Lateinamerikaner in der Kategorie "Bester Nebendarsteller". 2001 gewann er einen Goldjungen für seine Leistung in "Traffic - Macht des Kartells", 2004 wurde er mit einer Nominierung für "21 Gramm" bedacht. Jetzt folgt die dritte Nominierung. Zum zweiten Mal ist die mexikanisch-amerikanische Produzentin Yvett Merino in der Kategorie "Bester animierter Spielfilm" nominiert. Zuvor war sie bereits die erste Lateinamerikenerin, die in dieser Kategorie antrat.

Auch Wagner Moura setzt eine Bestmarke: Er ist der erste Brasilianer und erst der sechste Lateinamerikaner, der für den Oscar als bester Hauptdarsteller berücksichtigt wird. Gemeinsam mit dem brasilianischen Kameramann Adolpho Veloso ("Train Dreams") und Regisseur Kleber Mendonça Filho ("The Secret Agent") übertrifft er zudem die bisherige Bestmarke Brasiliens in Sachen Oscar-Nominierungen.

Frauen feiern historische Erfolge

Die diesjährigen Nominierungen sind auch für Frauen ein Meilenstein: Mit 74 Berücksichtigten gibt es drei mehr als 2023 - und damit so viele wie nie zuvor. Unter ihnen ist Regisseurin Chloé Zhao, die zum zweiten Mal für die beste Regie nominiert ist. 2021 gewann sie bereits den Oscar für "Nomadland" - als zweite Frau überhaupt in dieser Kategorie und erste nominierte Woman of Colour in der Kategorie.

Emma Stone hält als 37-Jährige nun den Rekord als jüngste Frau und zweitjüngste Person überhaupt mit sieben Oscar-Nominierungen. Für "Bugonia" ist sie gleich zweimal nominiert - einmal als Schauspielerin, einmal als Produzentin. Nur Walt Disney war mit 34 Jahren noch jünger, als er zum siebten Mal vorgeschlagen wurde. "F1"-Produzentin Dede Gardner überholt mit ihrer neunten Nominierung Kathleen Kennedy und ist nun die meistnominierte Frau in der Kategorie "Bester Film".

Die 98. Verleihung der Academy Awards findet in der Nacht vom 15. auf den 16. März statt. Moderiert wird die Zeremonie erneut von Conan O'Brien.

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