VG-Wort Pixel

Missbrauchsanklage Verfahren eingestellt: Prinz Andrew hat den Millionen-Vergleich an Virginia Roberts gezahlt

Prinz Andrew hat seine Schulden gegenüber Virginia Giuffre offenbar beglichen.
Prinz Andrew hat seine Schulden gegenüber Virginia Giuffre offenbar beglichen.
© imago/i Images
Nach der Einigung auf einen Vergleich hat Prinz Andrew nun die geforderte Zahlung an Klägerin Virginia Roberts geleistet und ist somit einem zivilrechtlichen Prozess entgangen.

Im Missbrauchsprozess von Prinz Andrew und Virginia Roberts Giuffre ist es Mitte Februar zu einer außergerichtlichen Einigung auf einen Vergleich gekommen. Nun hat der Sohn von Queen Elizabeth II. die geforderte Entschädigungssumme gezahlt. Das berichten die britische Nachrichtenagentur PA sowie die AFP. Demnach soll es sich dabei um einen achtstelligen Betrag handeln.

Zuletzt wurde noch vor wenigen Tagen spekuliert, dass Prinz Charles den Großteil der außergerichtlichen Einigung zahlen wird. Um die Summe für seinen jüngeren Bruder aufzubringen, soll Charles demnach sogar einen Kredit aufgenommen haben. Der britische Steuerzahler habe aber nichts davon bezahlt. Obwohl die Bedingungen des Vergleichs streng geheim bleiben sollten, soll Prinz Charles seinem Bruder sieben Millionen Pfund geliehen haben. Auch die Gesamtsumme des Vergleichs ist dadurch nicht bestätigt, jedoch ist immer wieder von zwölf Millionen Pfund zu hören. Auch die Queen zahlte aus eigener Tasche einen Teil der Entschädigung. Zwei Millionen Pfund soll die Königin an den Wohltätigkeitsfond von Roberts überweisen haben.

Außergerichtliche Einigung Mitte Februar

Das Zivilverfahren, das Andrew vor dem Vergleich noch drohte, ist nun offiziell gerichtlich abgewiesen worden. Die entsprechenden Gerichtsdokumente, die lediglich eine Unterschrift des zuständigen New Yorker Richters fordern, wurden am Montag verschickt. Ein Bundesrichter in New York unterzeichnete am Dienstag eine "Vereinbarung über die Einstellung des Verfahrens" zwischen dem zweiten Sohn von Königin Elisabeth II. und Klägerin Virginia Roberts. Durch den Vergleich, auf den sich Prinz Andrew und Roberts Mitte Februar geeinigt hatten, konnte der Queen-Sohn einen Zivilprozess in den USA abwenden.

Der Zivilprozess mit dem Vorwurf Missbrauch einer Minderjährigen hätte öffentlich vor einem Geschworenengericht stattgefunden. Roberts hatte Prinz Andrew vorgeworfen, sie im Alter von 17 Jahren mehrfach sexuell missbraucht zu haben und in den USA geklagt. Prinz Andrew bestreitet die Tat zwar nach wie vor, ging aber dennoch auf den finanziellen Vergleich mit der Klägerin ein.

ckl SpotOnNews AFP

Mehr zum Thema



Newsticker