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Polit-Serie "House of Cards": Guckbefehl: Francis Underwood müssen Sie kennenlernen

Was schaue ich als nächstes? Ganz klar: die großartige Politthriller-Serie "House of Cards". So gut, dass man sich vor dem Politikbetrieb in Washington gruselt.

Von Ulrike Klode

Worum geht's?
Francis Underwood, langjähriger demokratischer Kongress-Abgeordneter mit Hang zum Höheren, wird ganz knapp nicht zum Außenminister der USA ernannt - und soll stattdessen die Mehrheit im Kongress beisammenhalten. Das tut er mit allen Mitteln: Manipulation, Arroganz, Speichelleckerei. Notfalls auch mit Gewalt.

Und auf der Meta-Ebene?


"House of Cards" ist ein Löchlein in die Kulissenwand, die uns Normalbürger vom wahren Geschehen im Politikgeschäft trennt. Wenn man durch dieses Löchlein schaut und auf Francis Underwoods fiktives Leben und Arbeiten im politischen Washington blickt, erschreckt man und möchte am liebsten wieder weggucken. Gleichzeitig ist man von der Skrupellosigkeit und der Grausamkeit so fasziniert, dass man immer weiter durch dieses Löchlein schauen muss.

Warum muss ich das gucken?


Kevin Spacey. Robin Wright. David Fincher. Und eine großartige Geschichte.

Wer hat's erfunden?


"House of Cards" basiert auf dem gleichnamigen Vierteiler der BBC aus den 90ern, der wiederum als Grundlage den Roman "Ein Kartenhaus" von Michael Dobbs hatte. Das Drehbuch stammt von Beau Willimon, der auch die Vorlage für den Clooney-Film "Die Iden des März" geschrieben hat. Die Idee, eine Politthriller-Serie konzipieren zu lassen, kam von den Chefs des Streamingdienstes Netflix selbst.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Seit Anfang Februar gibt es die zweite Staffel - wie bei der ersten auch hat Netflix alle Folgen auf einmal ins Netz gestellt. Für die erste Staffel gilt: Jede neue Folge übertrifft die vorhergehende. Für die zweite gilt das zwar nicht uneingeschränkt, aber sehenswert ist auf jeden Fall.

Für wen ist die Serie geeignet?


Wer den Film "Ghostwriter" mochte, wird diese Serie lieben. Und natürlich auch alle anderen, die gerne Politthriller sehen. Außerdem: Kevin-Spacey-Fans. Robin-Wright-Fans. Und Fans von David-Fincher-Filmen.

Und sonst?


Ganz großartig: Wenn Francis Underwood sich der Kamera zuwendet, um eine Handlung oder einen Dialog zu erklären. Diese Arroganz!

Wie kann ich die Serie gucken?


In den USA ist die Serie beim Streamingdienst Netflix zu sehen - alle Folgen der zweiten Staffel sind am 14. Februar 2014 auf einmal veröffentlicht worden. Genau wie bei der ersten Staffel, bei der das für Aufsehen gesorgt hatte. Und das kam sehr gut an bei den Serienfans. Die dritte Staffel soll am 27. Februar veröffentlicht werden. In Deutschland hat Sky die Rechte, daher sind die Folgen beim Bezahlsender Sky Atlantic HD zu sehen. Außerdem gibt es die erste Staffel auf DVD oder bei iTunes.

Wie lange dauert's?


Die Staffeln haben 13 Folgen, jede zwischen 46 und 59 Minuten lang. Die ideale Gucksituation: ein "House of Cards"-Marathon, nur unterbrochen durch den obligatorischen Besuch der Toilette und den Anruf beim Pizza-Service.

Von Ulrike Klode

Weitere Tipps für Serien-Fans gibt's hier: Guckbefehl!

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