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TV-Kritik

"Adam sucht Eva": Schamhaar-Apokalypse im Paradies

Natalia Osada und Bastian Yotta sind das "Adam sucht Eva" Traumpaar 2017. Eine Notlösung - fand doch sonst kein anderes Paar zusammen. Zuvor gab's noch richtig Zoff im Paradies.

Von Andrea Zschocher

"Adam sucht Eva"-Gewinner Bastian Yotta und Natalia Osada

"Adam sucht Eva"-Gewinner Bastian Yotta und Natalia Osada

"Shampoo, Conditioner, danach föhnen." In ihren "Südseeteppich" investiert Natalia Osada viel Zeit. Es erübrigt sich zu erklären, dass hier nicht von ihren Kopfhaaren die Rede ist. Osada lässt wachsen - nicht waxen. Mit Erfolg, denn sie fährt nicht alleine von der Insel nach Hause.

Osada und  sind das "Adam sucht Eva"-Paar 2017, das Pärchen, das so richtig big in love ist. Wobei sie ja irgendwie auch das einzige Paar sind, das auf der Insel mal irgendwie miteinander rumbalzte. Gewinnen, weil es keine Alternative gibt. Eine Notlösung.

Los Angeles - nur safe mit dem Yotta

Jedenfalls, so der Plan, packt Natalia nun ihre Koffer und zieht zum Hansdampf im Selbstmarketing nach . Denn der Yotta, der macht Nägel mit Köpfen. Nix mit Kennenlernen, Rumknutschen und dann mal ohne Kameras und mit Klamotten abchecken, wie das so läuft. Nein, am letzten Tag im Paradies wird ein "Ich liebe dich" gehaucht und der gedrohte Hinweis, dass die Auserwählte in seinem Leben verweilen muss. "Du musst einfach", setzte er die leicht Verschreckte vor vollendete Tatsachen. Sie erklärte noch schüchtern, dass ihr das ja eigentlich ein bisschen zu schnell ginge, und sie Zeit zum Nachdenken brauche, aber der Yotta, der ist voll famous in L.A. und deswegen fügte sich Natalia schließlich in ihr Schicksal.

Wider besseren Wissens, möchte man da fast sagen, denn im Gespräch mit , die nebenbei ruppig versuchte, Natalia die Extensions vom Kopf zu bürsten, erzählte der Yotta mal aus dem Nähkästchen. Eine Freundin, "Playmate of the USA", die war nach einem Jahr L.A. "durch, die will auch keiner mehr". Immerhin, ja, am Anfang, da hätte sie auch Hermés-Taschen und Penthouse-Wohnungen gehabt, aber dann, tja dann. Natalia hörte wohl nicht mehr so genau hin, sie erklärte zwar, dass sie eigentlich noch Zeit bräuchte, aber erstmal "ja" hauchen, wenn der Yotta sie nach Los Angeles beruft, schien ihr dann doch der klügere Weg. Und das, was dem Playmate da in L.A. passierte, das wird schon nicht passieren. Da passt Yotta und der Inner Circle schon auf, immerhin hat der Yotta ja nen Stellenwert, da in seiner Wahlheimat.

"Für mich bist du nix" - One Night Stand, ade

Wer überhaupt keinen Wert mehr hatte, war Christian. Tagelang glaubte Patricia mit dem Tennislehrer aus Freiburg auf die Insel der Liebe übersetzen zu können, als gestern Gisella eintraf. Nach kurzem Kennenlernen erwählte er sie für 24 Stunden Zweisamkeit. Auch hier wurde nicht gefragt, was die Auserwählte selbst eigentlich davon hielt, brav packte sie ihr Täschlein und folgte. Auf der Insel dann aber die herbe Enttäuschung. Während Christian sich "einen One-Night Stand mit Gisella gut vorstellen" konnte, wollte die einfach nicht. "Für mich bist du glaube ich nichts", kühlte sie ihn runter. Er blaffte dann was von wenig Interesse an einer Freundschaft und war sichtlich angefressen, dass er so gar nicht zum Zug kam.

Bildausfall bei "Adam sucht Eva"

Wer auch angefressen war, waren sicher einige Zuschauer. Die konnten über 20 Minuten vom "Adam sucht Eva" Finale nämlich gar nicht gucken. Bild- und Tonausfall bei den Nackedeis. Das Bild kam erst zurück, als Patricia sich bei Gisella für ihren Ausraster vom Vortrag entschuldigte. Christian hatte sie enttäuscht, der habe weder Eier noch Hirn, weswegen er auch kurze Zeit später die Insel verlassen musste.

Ist aber nicht so tragisch, letztlich mussten eh alle das Feld räumen. Darauf wies auch die Nachricht vom Pumuschelmann ausdrücklich hin, auch wer keinen Partner fürs Leben fand, musste zurück nach Hause. Patricia Blanco ging, genau wie , schon vorm Zapfenstreich nach Hause. Die Blanco-Tochter nahm aber immerhin zwei Kuscheltiere und eine Panflöten-Kette mit nach Hause. Und viele neue beste Freunde.

Wenn der Schniedel steht, dann mag er mich

Todor, das nach Selbstauskunft "schweizer Messer" unter den Kandidaten, nahm die Gedanken an ein Bodypainting mit nach Hause. Vermutlich ersonnen von den verzweifelten Redakteuren bei "Adam sucht Eva", um die Stimmung vor Ort auf den letzten Metern doch noch etwas anzuheizen. Die 40-jährige Jessica griff beherzt zu und bemalte dem Taubenzüchter auch die Männlichkeit. "Lieber Gott, lass ihn so wie er steht, nicht nach vorn", schickte der ein Stoßgebet gen Himmel.
Diesen frommen Wunsch hatte der Yotta lange fahren lassen, seine Rute schlug regelmäßig aus, wenn Natalia in seiner Nähe war. "Er hat mir erläutert, dass man daran erkennt, ob ein Mann wirklich an einer Frau Interesse hat oder nicht", erklärte Natalia treudoof in die . Möchte man an dieser Stelle wissen, ob dem armen TV-Mäuschen das vorher noch nie jemand erklärt hat? Nein.

Patricia Blanco oder Djamila Rowe hätten den Sieg verdient

Am Ende dieser "Adam sucht Eva"-Staffel bleibt die Erkenntnis, dass zwischen sexueller Belästigung und Kompliment meist nur ein paar Zentimeter und wenige Grad liegen. Macho-Yotta passt ins Hollywood eines Harvey Weinstein - immer schön auf dicke Hose machen. Doch im Paradies wirkt er wie aus der Zeit gefallen. Wären wir im Dschungelcamp, hätte eine der beiden starken Frauen gewonnen: Patricia Blanco oder Djamila Rowe. Schade.

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