"Bares für Rares" Affentheater im Verkaufsraum: Händler treiben den Preis in die Höhe

"Bares für Rares"
"Bares für Rares"-Händler David Suppes, Daniel Meyer und Fabian Kahl (v.l.) begutachten den weißen Affen
© ZDF
Ein weißer Kunststoff-Affe sorgt bei "Bares für Rares" für Begeisterung: Zwei Händler wollen das Tier unbedingt haben - und liefern sich ein rasantes Bietergefecht.

Diese Pranken haben es Horst Lichter angetan: "Zum Umgraben brauchst du keinen Spaten", sagt Lichter, nachdem er seinem Studiogast Heiko Wolf die Hände geschüttelt hat. "Machst du das beruflich?", will er wissen. Der 61-Jährige ist allerdings nicht Gärtner, sondern Polizeibeamter und lebt in Recklinghausen. Bei "Bares für Rares" möchte er eine riesige Affenfigur verkaufen, die zu Hause keinen Platz mehr hat. 

Wie Detlev Kümmel erklärt, handelt es sich um ein Produkt der belgischen Firma Kipling, die sich nach dem Dschungelbuch-Autor Rudyard Kipling benannt hat und auf Rucksäcke und Taschen spezialisiert ist. Es handelt sich um eine Werbefigur aus weißem Kunststoff, die in Geschäften ausgestellt wurde. Zeitlich datiert der Experte das Objekt auf die 2000er Jahre.

"Bares für Rares": Der Affe sorgt für Irritationen

Kümmel schaut sich den Affen näher an und entdeckt kleine Beschädigungen am Lack, der an manchen Stellen aufgeplatzt ist. Insgesamt fallen die Mängel aber nicht weiter ins Gewicht. "Ansonsten sieht das ja top aus", findet auch Lichter. Was den Wunschpreis angeht, gibt sich der Verkäufer bescheiden: Er wäre schon mit 80 Euro zufrieden. Doch Detlev Kümmel hält deutlich mehr für möglich: Er schätzt den Wert auf 150 bis 250 Euro. "Damit komme ich klar", sagt Wolf. 

Im Händlerraum sorgt der Affe derweil für Irritationen: Daniel Meyer hält ihn zunächst für einen Roboter, David Suppes denkt dagegen, es handele sich um eine Porzellanfigur. Die beiden Händler sind es auch, die den Kauf unter sich ausmachen: Gleich mit dem Startgebot von 100 Euro hat Meyer den Wunschpreis übertroffen, da Suppes konsequent dagegenhält, lassen die beiden auch die obere Grenze des Schätzwertes hinter sich. 

Am Ende wechselt der Affe für 340 Euro seinen Besitzer - für diese Summe ersteigert ihn David Suppes. "Sensationell gelaufen", freut sich Verkäufer Heiko Wolf hinterher. 

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