Die stern.de-TV-Tipps zu Silvester Ein paar Knaller sind noch übrig


Wir müssen das nicht extra erwähnen, oder? Silvester ist keine gute Zeit für anspruchsvolle Fernsehprogramme. Trotzdem gibt es ein paar bunte TV-Knaller, die das Warten auf Mitternacht versüßen.
Von Peer Schader

ProSieben verkürzt das Warten auf den Jahreswechsel mit Comedy: Die "Simpsons" dürfen wieder ran, fast drei Stunden am Stück (ProSieben, 16.30 Uhr). Davor läuft ein "Switch Reloaded"-Marathon mit den zum Teil sehr gelungenen Fernsehparodien von Michael Kessler und Kollegen (ProSieben, 13.50 Uhr). Ein schönes Kontrastprogramm hat Kabel 1 parat, das am Mittag schon den Director's Cut von "The Abyss" wiederholt (Kabel 1, 15.15 Uhr). Und bei RTL läuft vor dem Mittagessen "Die Zeitmaschine" nach dem Buch von H. G. Wells - und zwar die Originalverfilmung von 1960 mit Rod Taylor (RTL, 11.30 Uhr).

Dinner mit Angie

Das Pflichtprogramm am Abend ist klar: Nein, nicht "Dinner for One", das hat man inzwischen ja wirklich oft genug gesehen und es ist bloß eine Frage der Zeit, bis Sat.1 oder RTL das mal als "Event" neuverfilmen. Wir meinen die "Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin", bei der uns Angela Merkel vermutlich erzählen wird, dass wir ein erfolgreiches Jahr verabschieden, dass Deutschland ganz doll weitergekommen ist und sich 2008 neue "Herausforderungen" ergeben werden (Das Erste, 20.10 Uhr). Wissen wir ja.

Danach kann endlich gefeiert werden. Und lassen Sie bloß den Fernseher aus. Sonst sehen Sie womöglich noch in der ARD das "Silvesterstadl", die "ZDF-Hitparty" mit Andrea Kiewel, "Die ultimative Chartshow" bei RTL oder die "Hit-Giganten" auf Sat.1. Wer die Glotze nebenbei laufen lassen will, sollte hingegen 3sat einschalten: Der Sender zeigt in seinem "Pop around the Clock"-Special wieder den ganzen Tag Live-Konzerte - von Queen über Madonna bis Take That. Los geht's Sonntagnacht um 4 Uhr mit Elton John, Dienstagmorgen macht Mika den Abschluss.

Neujahr mit Godzilla

Schöner kann 2008 kaum beginnen: 3sat bringt noch einmal den Doku-Höhepunkt des Jahres 2006: die fantastische Reihe "Die Rockies" von Fritz Pleitgen, Klaus Bednarz und Gerd Ruge, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise von ihren Erlebnissen mit einsamen Schlittenhundführern, aussterbenden Cowboys und fanatischen Christen berichten. Unbedingt ansehen, allein schon wegen der Naturaufnahmen (3sat, 20.15 Uhr; weitere Teile am 2.1. und 3.1.)! Noch mehr Doku bietet das ZDF am frühen Abend bei "Toronto - Vancouver, einfache Fahrt bitte!" mit einer Reise quer durch Kanada (ZDF, 18 Uhr).

Für Filmfreunde lässt ProSieben am Abend den Saurier von der Leine: Roland Emmerichs "Godzilla" wälzt wieder New York platt (ProSieben, 20.15 Uhr). Etwas gemütlicher geht's in der ARD zu, die "Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann wiederholt (Das Erste, 20.15 Uhr). Höhepunkte gibt es aber schon am Nachmittag: Das Vierte zeigt Terry Gilliams wahnwitzige Zeitreisekomödie "Time Bandits" (Das Vierte, 15.50 Uhr) und der MDR hat Daniel Brühl mit "Goodbye Lenin" im Programm (MDR, 16.45 Uhr). Der NDR wiederum geht mit einer interessanten Aufforderung ins neue Jahr: "Bitte sagen Sie jetzt nichts...", einem Abend in Erinnerung an die 2007 verstorbene Evelyn Hamann.

Zum Schluss noch eine Warnung: Der selbsternannte Männersender Dmax zeigt zu Neujahr "Die Ludolfs – Vier Brüder auf‘m Schrottplatz", eine Reality-Dokusoap über eine Schrotthändlerfamilie, die ja ganz unterhaltsam sein mag - aber doch bitte schön nicht 24 Stunden am Stück.

Und nun: Angenehmes neues Fernseh-Jahr!


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