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Dschungelcamp 2022 Nix kapiert – Janina Youssefians halbherzige Entschuldigung

Janina Youssefian sorgte mit einem Rassismus-Eklat im Dschungelcamp für Entsetzen.
Janina Youssefian sorgte mit einem Rassismus-Eklat im Dschungelcamp für Entsetzen.
© RTL
Nach ihrer rassistischen Entgleisung musste Janina Youssefian das Dschungelcamp verlassen. Auf Instagram hat sich das Model zu dem Vorfall geäußert. Ihre Entschuldigung zeigt, dass sie die Dimensionen noch nicht erkannt hat.

Das Dschungelcamp 2022 hat seinen ersten Eklat: Janina Youssefian hat Linda Nobat rassistisch beleidigt: "Geh doch in Busch wieder zurück, wo du hingehörst", warf sie der 27-Jährigen an den Kopf.

Noch vor Ort versuchte sich Youssefian zu entschuldigen, ließ dabei aber jede Einsicht vermissen: "Es tut mir leid, wenn das rassistisch rüberkam. Das war nicht so gemeint", versuchte sie die Wogen zu glätten.

RTL verbannt Janina Youssefian aus dem Dschungelcamp

RTL zog umgehend die Konsequenzen aus dem Vorfall und entfernte die 39-Jährige aus dem Camp. Die hat mittlerweile etwas mehr Zeit gehabt, über ihr Verhalten nachzudenken, und veröffentlichte am Dienstagmorgen auf Instagram ein längeres Posting, in dem sie öffentlich um Vergebung bittet. "Es tut mir aufrichtig leid, dass ich im Dschungelcamp so sprachlich entgleist bin", heißt es da. "Mein Verhalten und meine Äußerung Linda gegenüber sind nicht zu entschuldigen."

Bei diesen - durchaus glaubwürdigen - Worten beließ es die frühere Bohlen-Geliebte jedoch nicht. Sie verwies nun auf ihren eigenen Migrationshintergrund. Fast so, als würde das ihre rassistische Formulierung etwas weniger schlimm machen. Youssefian berichtete, selbst Rassismus schmerzhaft erfahren zu haben. "Es ist die unterste Form einer Beleidigung. Ich kann die Situation nicht zurückdrehen, Worte sind gesprochen worden und Beschimpfungen gefallen."

Doch auch hier endet das Posting noch nicht. Denn nun attackiert Youssefian das Opfer ihrer Beleidigung - ohne Linda Nobat beim Namen zu nennen. Rassismus habe nichts im Fernsehen und in unserer Gesellschaft zu suchen, hebt die in Teheran Geborene an, "genauso wenig Beleidigungen in so einem Format." Das liest sich ein bisschen wie: Eigentlich sind beide schuldig. Daraus leitet sie dann ihre Folgerung ab: "Es wäre richtig gewesen uns beide rauszunehmen."

Mit dieser Volte versucht sie, Nobats Verhalten mit dem ihren auf eine Stufe zu stellen. Nach dieser Logik ist das Opfer der rassistischen Beleidigung auf der gleichen Stufe mit dem, der sie ausspricht. Das lässt Zweifel daran, ob Youssefian wirklich verstanden hat, was im Camp vorgefallen ist. 

Verwendete Quelle: Instagram

che

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