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"Global Gladiators": Oliver Pochers mieser Sieg

Geld gab es nicht für den Sieg bei "Global Gladiators", dafür einen riesigen Pokal. Den holte sich Oliver Pocher. Im Finale setzte er sich gegen Lilly Becker durch - allerdings nicht immer mit fairen Mitteln.

Oliver Pocher

Oliver Pocher freut sich über seinen Sieg bei "Global Gladiators"

Lilly Beckers Marschroute war klar: "Sollte ich 'Global Gladiators' gewinnen, dann soll der Pokal aber größer sein als der Wimbledon- oder US-Open-Pokal von Boris. Größer als seine Grand-Slam-Pokale", sagte die Ehefrau des einstigen Tennis-Champions Boris Becker. Innerfamiliärer Wettbewerb als Triebfeder für den Sieg - ein nachvollziehbares Motiv.

Doch was treibt Oliver Pocher an? Das wüsste man gerne. Nach dem Finale der ProSieben-Show "Global Gladiators" beschleicht einen der Verdacht: Es ist die Lust daran, seinen Gegner zu vernichten. Pocher, so wirkte es, genießt vor allem die Demütigung seiner Kontrahentin. "Ich will sie noch einmal heulen sehen. Und das nicht vor Freude", sagte er vor der entscheidenden Auseinandersetzung mit Lilly Becker.

Lilly Becker vs. Oliver Pocher

Zuvor hatten die beiden beim Basketball an den Victoriafällen in Sambia Fußballerin Nadine Angerer aus dem Rennen geworfen. Die drei Kandidaten mussten von einem wackeligen Steg aus einen Ball im Korb versenken. Pro Treffer gab es einen Punkt. Wenn sie - mit einem Seil gesichert - eine gelbe Markierung überschritten, erhielten sie für jeden geglückten Wurf sogar drei Punkte. Während Pocher wie Becker jeweils vier Punkte erspielten, schied die frühere Nationaltorhüterin mit null Punkten aus dem Rennen aus.

So standen sich der 39-jährige Comedian und die zwei Jahre ältere Niederländerin im entscheidenden Duell gegenüber. In 100 Metern Höhe standen sie sich auf einer schmalen Brücke gegenüber. Mit riesigen Wattestäbchen mussten sie ihren Kontrahenten in die Tiefe schubsen. Sieger ist, wem das drei Mal gelingt.

Pochers kleiner Pokal

Hier zeigte sich nun, wie skrupellos Pocher sein kann, wenn es ums Gewinnen geht. Mehrfach stieß er seiner Gegnerin den Wattestab ins Gesicht - obwohl das eigentlich gegen die Regeln war. Becker beklagte sich zwar und schimpfte: "Nicht immer in mein Gesicht, du Arschloch!" Doch die unfaire Strategie zeigte Erfolg - und so darf nun Oliver Pocher den Pokal nach Hause nehmen. 

Einziger Trost für Lilly Becker: Die Trophäe ist kleiner als der Henkelpott, den Boris für seine Wimbeldon-Siege bekam.

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