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Wahl in Österreich: Ein Baby als Kanzler: "heute-show" veräppelt Sebastian Kurz und seine Anhänger

Der 31-jährige Sebastian Kurz will bei der Wahl am Sonntag neuer Kanzler Österreichs werden. In der "heute-show" wurden der ÖVP-Chef und seine Anhänger gnadenlos durch den Kakao gezogen.

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Die "heute-show" zeigte den österreichischen Kanzlerkandidaten Sebastian Kurz als Baby

Mit 24 wurde er Integrations-Staatssekretär, mit 27 Außenminister und mit nun 31 Jahren ist Sebastian Kurz auf dem besten Weg, es zum nächsten Kanzler Österreichs zu schaffen. Im Fall einer erfolgreichen Regierungsbildung wäre der ÖVP-Chef der jüngste Regierungschef Europas. Die vorgezogenen Neuwahlen im Nachbarland beschäftigten auch Moderator Oliver Welke und sein Team von der "heute-show".

Kanzler Christian Kern wird als Kaiserin Sisi belächelt

"Der SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern zittert um seinen Job", sagte Welke und zeigte dazu den 51-Jährigen verkleidet als Kaiserin Sisi mit der Anspielung auf die 50er-Jahre Schmonzette "Schicksalsjahre einer Kaiserin".

Kerns Konkurrenten Kurz bezeichnete Welke ob seines jugendlichen Aussehens als "Baby". "Tatsächlich war der Sebastian immer schon der Jüngste bei allem. Schon als Kind sah der Basti so jung aus, dass er jedes Jahr neu eingeschult wurde. Er war sogar das jüngste Baby, das je in Österreich geboren wurde."

Um Kurz' politische Absichten ein wenig zu durchleuchten, schickte die "heute-show" Außenreporter Fabian Köster nach Österreich. "Der einzige Reporter, der noch jünger ist als Sebastian Kurz", sagte Welke über den 22-Jährigen, der schon unter Stefan Raab bei "TV total" sein Talent als Satiriker unter Beweis stellte.

Bei einem Wahlkampfauftritt von Sebastian Kurz in Graz führte Köster die Anhänger des ÖVP-Politikers gnadenlos vor. "Er bringt es eben nicht so verbissen, sondern jung rüber", sagte eine Blondine, als Köster sie darauf ansprach, dass Kurz viele Ansichten und Themen von der rechtspopulistischen FPÖ übernehmen würde.

"Sollte man nicht ein generelles Bekleidungsverbot für Frauen einführen?"

Auch das seit dem 1. Oktober geltende Burkaverbot kam zur Sprache. "In Deutschland wünschen sich das jetzt auch viele", sagte ein Kurz-Wähler. Auf Kösters ironische Bemerkung, ob man nicht ein generelles Bekleidungsverbot für Frauen einführen sollte, antwortete der Mann: "Dazu kann ich jetzt leider nicht viel sagen. Ich bin nicht der Außen- oder Integrationsminister. Das muss man sehen, wie sich das mit der Zeit entwickelt. Ich bin kein Profi in dem Bereich."

An Sebastian Kurz selbst kam Fabian Köster allerdings nicht heran. "Herr Kurz, ich weiß, Sie sind eine Bewegung, aber können Sie nicht mal stehen bleiben?" rief der "heute-show"-Reporter dem Politiker nach. Oder: "Wollen Sie die Balkanroute genau so gut abschirmen wie die 'heute-show'?" Köster wurde von einer Horde türkisgekleideter Sicherheitsleute zurückgehalten. Nach einer fünfminütigen Wahlkampfrede rauschte Sebastian Kurz wieder davon, getreu seinem Wahlkampf-Slogan: Diesmal Kurz.

jum