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Nationalratswahl in Österreich: Kurz vor Kanzler: Basti, 31, sucht Führungsposition in Regierung

Am Anfang war Sebastian Kurz geil. Mit Protzkarre, Girls, und dem Slogan "Schwarz macht geil" holte sich der Wiener 2010 sein erstes Mandat. Jetzt hat er beste Chancen, österreichischer Kanzler zu werden - mit 31 Jahren.

Am Anfang war Sebastian Kurz geil. Das sagte er zumindest, der hellblauhemdige Bub' mit den rosigen Wangen, der mit schiefem Grinsen in der Wagentür eines schwarzen Hummers hing. Eine Protzkarosse schwarz wie die Wiener Nacht, auf der Motorhaube räkelten sich Blondinen in engen Tops und Overknees. Irgendwann posierte Kurz selber da, in Jeans und Lederschuhen, das Handgelenk seltsam geknickt, es tat allein beim Hinschauen weh. Ist man Anfang 20 und in Wien mag sehr vieles "geil" sein oder zumindest so tituliert werden. Sebastian Kurz aber war nicht geil auf die Nacht, die vor ihm lag, oder die Party, die wartete. Kurz war geil auf schwarze Politik.


"Schwarz macht geil" war damals der Slogan der Jungen ÖVP, mit dem sie um die Wählergunst für die Landtags- und Gemeinderatswahl 2010 in Wien buhlte. Heute ist ihm die Kampagne von damals etwas peinlich, heißt es von Kurz, er rede nicht gerne darüber, vielleicht auch, weil er schon so oft darüber reden musste. Herr Minister, begonnen hat alles ja ganz anders. "Ich möchte nicht auf meine Anfänge reduziert werden", sagte Kurz bereits 2013 der "Süddeutschen Zeitung". Jugendsünden. Ist doch alles längst vergessen, längst vorbei, ist doch alles anders jetzt. Aber spricht man über Sebastian Kurz und seine Jugendsünden, so sind sie eben erst sieben Jahre her.

Sieht so der nächste Kanzler Österreichs aus? Gut möglich. ÖVP-Kandidat Sebastian Kurz hat beste Karten

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Sebastian Kurz: Staatssekretär mit 24, Minister mit 27

Gefühlt, ja gefühlt, liegt der Schmäh mit dem Geil-o-Mobil schon ewig zurück. Der Kurz von heute hängt in keinen Wagentüren mehr, er trägt auch meistens keine Jeans. Kurz 2017 steht auf gut sitzende Anzüge, spricht vor den Vereinten Nationen in New York, hier Händeschütteln mit Irans Präsident Rohani, hier ein Pläuschchen mit dem großen Henry Kissinger.

Seit 2013 ist der geile Typ von damals Außenminister von Österreich, ernannt mit gerade einmal 27 Jahren, der jüngste in der EU. Zuvor war er schon Staatssekretär - da war er 24. Dann wurde er Parteichef der ÖVP, quasi der CDU der Alpenrepublik, - mit 30. Jetzt, gerade 31 Jahre alt, will er Bundeskanzler werden. Sebastian Kurz wäre der jüngste Regierungschef, den es in einem EU-Land jemals gegeben hat. Ein Blick auf die Umfragen zeigt: Es wäre mittlerweile eine Überraschung, würde er es nicht.

Österreich wählt: Sebastian Kurz ist klarer Favorit

Österreich wählt am Sonntag seinen Nationalrat neu. Die Wahl kommt eigentlich ein Jahr zu früh, sie kommt, weil Kurz sie wollte. Für ihn kommt sie gerade recht. Mitte Mai erklärte der damals noch 30-Jährige in Wien sinngemäß: Mir reicht's jetzt. Ich übernehme die Partei. Die Koalition ÖVP-SPÖ ist eh am Ende, kommt, wir wählen neu. Ich will euer Kanzler werden. Er nahm der einst schwarzen ÖVP ihren Namen und ihre Farbe, tauschte sie ein gegen "Liste Sebastian Kurz, die neue Volkspartei" und ein frisches Türkis.

Seitdem ist in Österreichs Politzirkus nichts mehr so, wie es vorher war. Spielend setzte sich die bis dahin angegraut wirkende ÖVP an die Spitze sämtlicher Umfragen, die bis dato von der rechtspopulistischen FPÖ dominiert worden waren. Es war, als hätte das Land nur auf "den Basti" gewartet. Auf den Wahlplakaten prangt nun er, er allein. "Es ist Zeit" steht da. Das muss reichen. Kurz und gut.


Sebastian Kurz als Staatssekretär: "Verarschung", schreiben Medien

Dem war nicht immer so. Kurz, als Sohn einer Lehrerin und eines Ingenieurs im sozialdemokratisch geprägten Arbeiterbezirk Wien-Meidling aufgewachsen, erinnert sich heute gerne daran, wie er als Schüler der Jungen ÖVP beitreten wollte, das aber "nicht übermäßig gut funktioniert" habe. "Die haben mir eher das Gefühl gegeben, ich soll mich in ein paar Jahren noch einmal melden", erzählt Kurz in seinem Wahlwerbespot und schlendert mit gesenktem Kopf durch eine Scheune. Kann doch nicht sein, dachte sich der junge Kurz - und bald darauf war er trotzdem dabei. 2008 wird er Landesvorsitzender der Jungen ÖVP in Wien, 2009 Bundesvorsitzender. Ein Jahr später schwingt er sich in sein Geil-o-Mobil. Es hagelt Spott und Häme - doch sichert sich Kurz mit der Kampagne sein erstes Abgeordnetenmandat.

Als er wenige Monate später als Staatssekretär für Integration ins österreichische Innenministerium gerufen wird, nennt ihn der seriöse "Standard" einen "Unterhaltungskünstler" und "Profilierungsneurotiker", seine Ernennung sei eine "Verarschung all jener, die in diesem Bereich tätig sind". In einem "Krone"-Interview vom Mai dieses Jahres erinnert sich Kurz, längst zum Außenminister aufgestiegen: "Damals gab es wirklich Leute, die bei Fotos von mir weggerückt sind, weil sie dachten, das ist schlecht für ihre Karriere."

In Österreich galt er immer als zu jung

Es gibt Politiker, denen wird nachgesagt, sie hätten nicht den nötigen Hunger auf Macht. Ihnen fehle der Biss, heißt es dann, die Kaltschnäuzigkeit. Zuletzt fiel in solchen Momenten oft der Name Martin Schulz. Guter Mann, brav halt. Wenn es ein Momentum für ihn gab, so hat er es verpasst. Sebastian Kurz verpasste nichts. Nie. Er war immer zu früh da. Egal, wohin er kam, Kurz galt immer als zu jung, zu unerfahren, und das Amt, das er bekleiden sollte, immer als ein Nümmerchen zu groß, zumindest für ihn. Da sollte er doch erst reinwachsen, der Basti.

Die Zeit sollte zeigen: Kurz wuchs nicht nur rein und zwar in alles, er qualifizierte sich offenbar auch stets fürs nächste Level. Ein Jura-Studium-Abbrecher könne doch nicht Staatssekretär - doch er konnte. Ein 27-Jähriger ohne diplomatische Vorkenntnisse könne doch nicht Außenminister - doch er kann. Als Chefdiplomat Österreichs erarbeitete sich Kurz schnell einen Ruf: freundlich, pragmatisch, immer gut vorbereitet, aber forsch. Er sei ein Mann, der jeden duze, der sich nicht wehre, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". "Ihr könnte mich ruhig Sebastian nennen." Einer, der Freundin Susanne, obwohl schon seit der Schulzeit ein Paar, am liebsten aus dem Rampenlicht heraushalte. Einer, der generell gern die Kontrolle behalte und auch hin und wieder in Redaktionen anrufen lasse.

Sebastian Kurz, Hardliner der Flüchtlingspolitik

 Sebastian Kurz gilt als neokonservativ und wirtschaftsliberal. "Leistung muss sich lohnen", fordert er und: Der Staat müsse schlanker und effizienter werden. Bei seinem wichtigsten Thema, der Flüchtlingspolitik, gibt er den Hardliner. Kurz schlug bereits vor, Flüchtlinge im Mittelmeer abzufangen und sie direkt in ihre Heimat zurückzuschicken oder auf Inseln zu internieren. Er forderte einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlung mit der Türkei. Er kritisierte die deutsche Willkommenskultur, setzte in Österreich eine Obergrenze für Flüchtlinge und schließlich die Schließung der Balkanroute durch - bis heute sein größter Coup. Kurz ist der Mann, der das Land medienwirksam vor der angeblichen Masseneinwanderung bewahrte. Und Kurz erinnert stetig daran.

"Ich wollte definitiv nie Berufspolitiker werden", sagt Kurz irgendwann in seinem Wahlwerbespot mit Landliebe-Charakter. Er marschiert schon wieder in der Scheune auf und ab. Seine Cousine spricht gegen Ende der viereinhalb Minuten von "Berufung". Es klingt, als hätten sie irgendwann ganz einfach zueinanderfinden müssen, die Bürger und der Basti. Am Anfang war Sebastian Kurz geil auf schwarze Politik. Jetzt zählt auf sebastian-kurz.at ein Countdown die Stunden bis zur Wahl. Die Ziffern sind weiß, der Grund ist türkis. Läuft alles nach Plan, ist er bald Kanzler. Geiler geht nicht. 

Frau mit Burka
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?