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TV-Kritik Günther Jauch: Ein Abend für den Frustbürger und Bernd Lucke

Über Pegida, Fremdenfeindlichkeit und Ressentiments wollte Günther Jauch reden - tatsächlich ging es vor allem um Studiogast und AfD-Chef Bernd Lucke.

Von Andrea Zschocher

Ungewohnte klare Worte von Talker Günther Jauch: Am Sonntag diskutierten seine Gäste über Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Ungewohnte klare Worte von Talker Günther Jauch: Am Sonntag diskutierten seine Gäste über Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" - kurz Pegida - sind zurzeit das beherrschende Thema der Medien. Auch Günther Jauch stellte seine Sendung unter das Motto "Frustbürger und Fremdenfeinde - wie gefährlich sind die neuen Straßen-Proteste?". Gesine Schwan (SPD), Mitbegründerin und Leiterin der Humboldt-Viadrina Governance Platform prägte das Wort des Abends: Ressentiments. Diese Ressentiments hätten die 10.000 Menschen, die letzte Woche in Dresden auf die Straße gingen, Ressentiments hätte auch die, die nicht demonstrierten, aber die Meinung von Pegida teilen.

Diese Leute müsse man abholen, da stimmte sie mit Jens Spahn, CDU-Bundestagsabgeordneter, überein. "Wir müssen uns erklären, wir müssen mehr Argumente liefern", forderte er von sich und seinen Politikerkolleginnen und Kollegen. Denn, "die Massen sind verunsichert", glaubt Spahn. Politikberater Michael Spreng und der Dresdener Kommunikationsforscher Wolfgang Donsbach sprachen sich ebenfalls dafür aus, die Ängste und Ressentiments der Pegida-Anhänger ernst zu nehmen und den Dialog zu suchen. "Wir brauchen eine Kommunikationskampagne", forderte Donsbach. Dass Kommunikation aber kaum möglich ist, zeigte ein Einspieler. Eine Journalistin hatte sich unter die Demonstranten gemischt und wollte deren Beweggründe für die Teilnahme zeigen. Alle Interviewversuche wurden abgebrochen, niemand wollte mit ihr sprechen. Der allgemeine Tenor war, dass die Medien die Tatsachen verdrehen würden und falsch über Pegida berichten.

In genau diese Kerbe schlug auch Bernd Lucke, Parteivorsitzender der AfD. Auch er habe das selbst erlebt, dass seine Aussagen uminterpretiert oder zugespitzt wurden. Jauch erklärte, dass er Lutz Bachmann für die Livesendung angefragt hatte. An dieser Stelle hätte Bachmann die Möglichkeit gehabt, für Pegida zu sprechen. Es handle sich um eine Livesendung, "das ist eine Form in der nichts manipuliert werden kann." Bachmann kam nicht, und Lucke war aufgrund Jauchs Hinweis für wenige Sekunden sprachlos.

Lucke fühlt sich falsch verstanden

Jauch verteidigte sich und seine Redaktion ungewohnt scharf. Als Lucke sich mit einem Facebookpost falsch zitiert fühlte, trat er in der letzten Minute den Gegenbeweis an. Lucke, so hatte das Team von Jauch recherchiert, finde laut Facebookpost "die Forderungen der Pegida legitim". Als der Gastgeber in der Schlussminute den Text auf besagter Seite einblendete, gab sich Lucke geschlagen. "1:0 für Sie, Herr Jauch!" Allerdings wollte er die Verantwortung dafür den Betreuern seiner Facebookseite zuschreiben. So verhielt sich Lucke die gesamte Sendung über. Spreng brachte es auf den Punkt: "Das ist ja das Problem mit der AfD, dieses ja, aber..." Auch Spahn bemängelte: "So, wie die Sendung ist, so passen Sie sich an." Sowohl Schwan als auch Spahn und Spreng gingen den Mann an, das aber prallte an ihm ab.

Um Frustbürger und Fremdenfeinde ging es in der Sendung auch, aber alle Anwesenden konnten über die Beweggründe der Demonstranten nur mutmaßen. Wieso die Pegida-Bewegung gerade in Dresden so enormen Zulauf hatte, darauf wusste der Dresdner Kommunikationsforscher Dohnsbach Antwort. Es liege schlicht an der Historie der Stadt. Jeder fünfte Sachse sei, das habe seine Untersuchung ergeben, latent rechtsradikal. Allerdings, so relativierte er, sei das gesamtdeutsch betrachtet kein ungewöhnliches Bild, die Zahlen wären für alle anderen Bundesländer leider ähnlich. Dass Pegida in ganz Deutschland solch einen Zuspruch erfährt, unterstützte seine These. Allerdings seien ja nicht alle, die mit Pegida demonstrieren, rechtsradikal meinte Bernd Lucke. Für ihn sei diese Bewegung nur Ausdruck einer "Vertrauenskrise" in die Politik. Politikberater Spreng wehrte sich, "das sind Codewörter für Rechtsradikale" wies er Lucke zurecht.

Gesine Schwan war stets versucht, die Diskussion über Pegida und die Gründe für den hohen Zulauf zu erklären. Leider standen in der Livesendung vor allem die AfD und ihr Parteichef Lucke im Mittelpunkt. Auch wenn Günther Jauch ungewohnt oft eingriff, Lucke konnte seine Parolen, seine Nicht-Fisch-, Nicht-Fleischhaltung über einen Großteil der Sendung publizieren.

Schwan zeigte sich überzeugt, dass die AfD irgendwann irrelevant werden wird, der Zuspruch für Pegida aber, und die "Bereitschaft an so was teilzunehmen wird wachsen."

Ein ernüchterndes Fazit, dem Spahn mit unermütlicher poltitischer Arbeit entgegenwirken möchte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(