HOME

Serie mit Tom Beck: Einstein streckt der Polizei die Zunge raus

Wenn Einstein Kommissar geworden wäre, wäre die Aufklärung von Mordfällen wohl sehr unterhaltsam gewesen. So stellen sich das die Macher der neuen Sat.1-Serie "Einstein" vor. Für den Hauptdarsteller Tom Beck waren die Dreharbeiten nicht einfach. 

In der neuen Sat.1-Serie "Einstein" spielt Tom Beck einen genialen Physik-Professor

In der neuen Sat.1-Serie "Einstein" spielt Tom Beck einen genialen Physik-Professor. An seiner Seite: Annika Ernst als Kommissarin.

Am 10. Januar startet eine neue Serie auf Sat.1. "Einstein" zeigt in zehn Folgen das schräge Leben des Physik-Professors Felix Winterberg. Vor knapp zwei Jahren strahlte der Sender einen gleichnamigen Film aus. 

Tom Beck als genialer Professor

Tom Beck spielt den Physiker aus Bochum, der von der Polizei immer wieder als externer Ermittler engagiert wird - gegen seinen Willen natürlich, denn der Job ist für ihn Zeitverschwendung, und die Polizisten denken ihm sowieso viel zu langsam. Sat.1 zeigt dienstags zwei der zehn Folgen hintereinander (20.15/21.15 Uhr).

Winterberg will schließlich nicht weniger als das Energieproblem der Menschheit lösen. Nur die entscheidende Formel fehlt ihm noch. Tag und Nacht arbeitet er daran. Auch weil er an der Krankheit Chorea Huntington leidet und wohl nur 40 Jahre alt wird. Die Zeit, die ihm noch bleibt, will er nutzen. Da lässt er sich auch von attraktiven Studentinnen nicht ablenken, wenn er mitten in der Nacht eine geniale Idee hat.

Einstein ermittelt auf Sat.1

Um durchzuhalten schluckt Winterberg gerne mal illegale Aufputschmittel, was ihm Ärger mit der Polizei einbringt. Der Deal: Zum Ausgleich für den Pillenkonsum muss Winterberg der Polizei ab und an bei kniffligen Ermittlungen helfen. Der Jung-Professor ist aber nicht nur superintelligent, sondern auch sozial inkompatibel. Darunter hat vor allem Kommissarin Elena Lange (Annika Ernst) zu leiden. Auch Kripo-Chef Stefan Tremmel (Rolf Kanies) und die Spurenermittlerin Kirsten Maybach (Haley Jones) sind immer wieder Opfer von Winterbergs großer Klappe.

Einstein erklärt die Welt

Hauptdarsteller Tom Beck hatte mit Physik nicht viel am Hut, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Er habe das Fach in der 10. Klasse abgewählt. "Ich war schon immer mehr der künstlerische Typ." Die Figur des Physik-Genies findet er spannend: "Er hat ja ein gravierendes Problem geerbt, eine Krankheit, die in Demenz und dann im frühen Tod endet." Was ihm gefällt: Dass Winterberg "so radikal und schroff ist, und keine Angst hat anzuecken".

Keine gewöhnliche Rolle

Weil für Winterberg im Leben jede Minute zählt, spricht er auch entsprechend schnell. Für den Hauptdarsteller gar nicht so einfach:  "Er denkt sehr schnell und spricht dementsprechend schnell. Die Rolle war definitiv die anstrengendste, die ich bisher hatte", erzählte Beck. "Den Text zu lernen, war sehr anspruchsvoll, weil die physikalischen Begriffe nicht gerade einfach sind."

Eine klassische Krimiserie ist "Einstein" keineswegs. Die Suche nach dem Mörder steht nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um die unkonventionellen Ermittlungsansätze Winterbergs und um seine Unfähigkeit, mit seinen Mitmenschen normal umzugehen. Auch für Tom Beck ist "Einstein" keine typische Krimiserie: "Ich bin nicht so der Krimigucker. Aber ich glaube, keiner braucht eine weitere Soko-Reihe, bei der Sätze fallen wie "Wo waren Sie gestern Abend?". Wir wollten uns schon abheben, das Zwischenmenschliche steht im Vordergrund."

fri / DPA