HOME

Pfiffe beim Pokalfinale: Würdelos - warum allein der DFB am Helene-Fischer-Debakel schuld ist

Es sollte eine Show nach dem Vorbild des amerikanischen Super Bowl werden: Doch die Halbzeit des Pokalfinals endete mit einem Pfeifkonzert für Helene Fischer. Drei Gründe, warum allein der DFB die Schuld an dem würdelosen Spektakel trägt.

Helene Fischer

Helene Fischer während der Halbzeit auf dem Rasen im Berliner Olympiastadion

Ein derartiges Pfeifkonzert hat sie in ihrer Karriere noch nie erlebt: Helene Fischer wurde am Samstagabend bei ihrem Live-Auftritt beim Pokalfinale zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion gnadenlos ausgebuht. Über Minuten wurde sie von den Fußballfans niedergebrüllt. "Da muss ein Musiker vielleicht auch mal durch", sagte die Sängerin am Sonntagabend in der RTL-Sendung "Mensch Gottschalk". Dabei trifft Fischer in Wahrheit keine Schuld. Denn der Groll der Fußballanhänger galt nicht ihr, sondern den Verantwortlichen beim . Drei Gründe, warum allein der Verband das Fischer-Debakel zu verantworten hat.

1. Murks bei Bayerns Meisterspiel

Dass der FC Bayern Meister werden würde, stand schon lange vor dem letzten Bundesliga-Spieltag fest. Deshalb sollte der 20. Mai in der heimischen Allianz-Arena eine fröhliche Party werden. Die Bayern heuerten Sängerin Anastacia an, die in der Halbzeit sang. Doch dadurch verzögerte sich das Spiel, die zweite Halbzeit konnte erst Minuten später angepfiffen werden - und das, obwohl es für Gegner Freiburg noch um den Einzug in die Europa League ging. Ein Skandal, den der DFB hätte verhindern müssen. Die Fans ärgerten sich zu Recht über derartigen Murks. Die Folgen bekam dann zu spüren.

2. Das war keine Show, sondern würdelos

Endlich haben sie's beim DFB verstanden - hätte man denken können. Statt die Motorradstaffel der Berliner Polizei auftreten zu lassen, machen sie's wie beim Super Bowl und engagieren den größten deutschen Star. Doch statt Fischer einen spektakulären Auftritt anzubieten, durfte sie nur am Spielfeldrand mit Halbplayback singen. Null Inszenierung, null Show und eine Bildregie, als hätten die Kamerakinder von "Eins, zwei oder drei" am Drücker gestanden. So geht Unterhaltung nicht, das war einfach nur lieblos.

3. Der DFB hat kein Gespür für seine Fans

Jetzt haben wir's so geplant, jetzt machen wir's auch so. Das muss der Satz gewesen sein, der in der vergangenen Woche in der DFB-Zentrale in Frankfurt öfter gefallen ist. Denn das Debakel von Berlin war abzusehen. Statt die , die sich über Helene Fischer schon im Vorfeld lautstark beschwert hatten, zu besänftigen und mit ihnen zu sprechen, stellte der DFB auf stur. Das Programm wurde durchgezogen. Einmal mehr beweist der Verband damit seinen unsensiblen Umgang mit den Fußballfans in Deutschland.

Fazit

"Wir analysieren nach jedem die Abläufe, das werden auch in diesem Jahr tun. Danach entscheiden wir, was wir beibehalten oder verändern", teilte der DFB am Sonntag mit. Das bedeutet wohl, dass wir in Zukunft auf Halbzeitshows beim DFB-Pokalfinale verzichten müssen. Dann gibt's eben wieder Motorradstaffel.

Ihre Meinung ist gefragt

Können Sie die Pfiffe beim Auftritt von Helene Fischer während des DFB-Pokalfinales nachvollziehen?



Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo