Royals
Wie Prinz William ausgerechnet Fan von Aston Villa wurde

Prinz William feuert Aston Villa an
Come on, Villa! Prinz William feuert seinen Lieblingsklub an – hier beim Halbfinale der Europa League gegen Nottingham
© ASSOCIATED PRESS / Picture Alliance

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Große Aufregung bei Prinz William: Sein Lieblingsklub Aston Villa spielt im Finale der Europa League gegen den SC Freiburg. Warum er das Team aus Birmingham unterstützt.

Manchmal sind auch Thronfolger nur Männer, die sich aufführen wie Rumpelstilzchen im Fußballstadion. Schön zu sehen bei Prinz William, wenn er auf der Tribüne von Aston Villa herumhüpft und mit seinem Lieblingsverein fiebert. Sein Fan-Dasein hat jetzt eine neue Qualität erreicht, da der Klub im Finale der Europa League steht: Heute Abend spielt Aston Villa gegen den SC Freiburg um den „Cup der Verlierer“, wie Franz Beckenbauer einst spottete, als die Europa League noch der Uefa-Cup war.

Klar, es ist nicht die Champions League, um die es dabei geht, doch für Aston Villa ist das Endspiel eine ebenso große Sache wie für den FC Freiburg. Was prominente Fans angeht, haben die Engländer schon gewonnen, denn mehr als der britische Thronfolger geht ja kaum. Es heißt, Prinz William werde beim Finale in Istanbul vor Ort sein – vielleicht gibt es endlich mal wieder einen Titel für seine Villans, wie sie genannt werden. Die kommen aus dem Birminghamer Stadtteil Aston, was die Frage aufwirft, wie der Prinz eigentlich an sie geraten ist.

Prinz William und Sohn George bei Aston Villa auf der Tribüne
Nachwuchs-Fan: Auch Prinz Williams Sohn George ist schon Anhänger von Aston Villa. Im April 2025 besuchte er mit seinem Vater ein Europapokalspiel des Klubs
© DPPI media / Picture Alliance

Schließlich wuchs William im Kensington-Palast in London auf, er hätte leicht ein Fan von einem der Topklubs aus der britischen Hauptstadt werden können. Birmingham hingegen liegt in den West Midlands, mehr als drei Stunden Autofahrt entfernt. Da ein Villa-Fan zu werden, ist in etwa so, als wäre man in München geboren, würde dann aber mit Fortuna Düsseldorf sympathisieren. Und so b‑klassig wie die Fortuna spielte auch Aston Villa zwischenzeitlich.

Der Verein war zwar Gründungsmitglied der 1888 ins Leben gerufenen Football League und auch der 1992 gegründeten Premier League. Seine letzte Meisterschaft liegt aber so lange zurück, da war William noch nicht einmal geboren: 1981 war das. 1982 folgte der Gewinn des Pokals der Landesmeister gegen den FC Bayern München – kurz darauf kam der Prinz zur Welt. Das ließ ihn sich später mit Aston Villa verbunden fühlen.

Prinz William wollte emotionale „Höhen und Tiefen“ spüren

William wurde während seiner Schulzeit Fan der Villans. Dass sie nicht zu den Klubs zählen, die seit Ewigkeiten die englische Meisterschaft unter sich ausmachen – wie der FC Chelsea, Manchester United oder Arsenal London, interessierte William nicht: „Ich war total fußballbegeistert. Ich habe mich nach Vereinen umgesehen. Meine Freunde waren entweder Fans von Manchester oder von Chelsea, und ich wollte nicht für so einen Durchschnittsverein sein“, erzählte er einmal der BBC. „Ich wollte einen Verein, der eher im Mittelfeld der Tabelle spielt und mir emotionalere Höhen und Tiefen bescheren kann.“

Prinz William jubelt auf der Tribüne von Aston Villa
Königlicher Jubel: Prinz William nach dem Sieg von Aston Villa im Halbfinale der Europa League
© empics / Picture Alliance

Und da war er bei Aston Villa genau richtig. „Aston Villa hat eine lange und großartige Geschichte“, so William. „Eines der ersten FA-Cup-Spiele, die ich besucht habe, war Bolton gegen Aston Villa im Jahr 2000. Leider verlor Villa dann im Finale gegen Chelsea“, erinnerte sich der Prinz. Aber: „Es war fantastisch. Ich saß mit meiner roten Mütze bei all den Fans und hatte eine tolle Zeit.“ Er hielt dem Team auch die Stange, als es in der Saison 2015/16 aus der Premier League abstieg. Erst drei Jahre später gelang der Wiederaufstieg.

Da gehörte Aston Villa schon dem chinesischen Geschäftsmann Tony Xia, der Millionen von britischen Pfund in den Klub pumpte. Wie man halt in der Premier League vorankommt: mit mächtigen Investoren. Später übernahm das ägyptische Unternehmen NSWE, das zwei Milliardären gehört, die Anteile des Chinesen.

Nun gehen die Engländer als Favoriten in das Finale gegen Freiburg. Ihr Coach Unai Emery, ein früherer Zweitligaspieler aus dem Baskenland, hat die Europa League so oft gewonnen wie kein Trainer vor ihm: dreimal hintereinander mit dem FC Sevilla (2014 bis 2016) und einmal mit dem FC Villarreal (2021). Mit Aston Villa möchte er jetzt nachlegen. Und Prinz William zum ultimativen Herumhüpfen bringen.

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos

Mehr zum Thema