Vergangenen November zogen Prinz William und seine Frau Kate mit ihren drei Kindern in die Forest Lodge – ein hübsches, denkmalgeschütztes Herrenhaus mit acht Schlafzimmern im Park von Schloss Windsor. Es soll ihr „forever home“ sein, wie es in der britischen Presse gern heißt, ihr Zuhause für die Ewigkeit – und das lassen sich die beiden etwas kosten, wie die Londoner „Times“ jetzt herausfand: William und Kate zahlen umgerechnet 354.493 Euro Miete im Jahr. Macht knapp 30.000 Euro im Monat.
Das Blatt konnte Dokumente einsehen, die Kate und William als offizielle Mieter ausweisen. Ihr Mietvertrag gilt über 20 Jahre und umfasst das Haupthaus sowie zwei Cottages, die vom Personal genutzt werden; wie etwa ihre langjährige Nanny Maria Turrion Borrallo etwa, die sich um Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis kümmert, wenn die Eltern ihren Repräsentationspflichten nachgehen.
Kate und Williams Vermieter ist der Crown Estate, der die Immobilien auf dem Gelände verwaltet. Die Renovierung der Forest Lodge und ihren Umzug dorthin haben der Thronfolger und seine Frau selbst finanziert. Es heißt, die Familie fühle sich dort sehr wohl. Auch wenn sie rund 100.000 Euro mehr bezahlen als ihr Vormieter Alexander Fitzgibbons, der Chef der Eventagentur Fait Accompli, die einst Williams und Kates Hochzeit organisierte. Die deutlich teurere Miete der Royals entspreche den Veränderungen auf dem Immobilienmarkt, so die „Times“.
Prinz William zahlt die Miete aus seinem Einkommen als Herzog von Cornwall: Als solcher verwaltet er die Duchy of Cornwall – große Ländereien, mit denen er im Jahr fast 30 Millionen Euro umsetzt. Seine Einnahmen daraus finanzieren auch die Ausgaben seiner Frau: Kates Garderobe für königliche Anlässe, die sie steuerlich absetzen kann. Aber auch private Ausgaben, die sie nachweisen muss, von Friseurbesuchen über Urlaubsreisen bis hin zur Kleidung für ihre drei Kinder.
60.000 Euro im Jahr für Kates Kleidung
„Der verschwiegene Prinz William gibt natürlich nicht bekannt, wie viel vom Gewinn des Herzogtums für Kates Kleidung ausgegeben wurde, aber es hieß bereits 2012, allein die Kosten beliefen sich auf mehr als 60.000 Euro“, erklärte jetzt der Königshausexperte Norman Baker der „Daily Mail“. Baker hat ein Buch über die Finanzen der Royals geschrieben. Er sagt, Kate würde sich aber auch regelmäßig „Haute-Couture-Abendkleider von den Top-Modehäusern“ ausleihen, natürlich kostenlos.
Privat trägt die Prinzessin gern Zara oder auch Boden, nichts Spektakuläres. Dafür geht sie zu einem High-End-Friseur – dem italienischen Hairstylisten Rossano Ferretti, der für seinen fast 600 Euro teuren „Method“-Haarschnitt berühmt ist, bei dem er handgefertigte Texturscheren verwendet; sehr exquisit. Kates Styling für offizielle Anlässe wird bezahlt, die Pflege von Farbe und Schnitt aber muss sie selbst finanzieren.
Doch wenn man die Ausgaben der Familie betrachtet, kann man fast sagen, dass der Prinz und die Prinzessin von Wales verhältnismäßig normal leben. Keine teuren Sportwagen, wie man sie in den Garagen britischer Fußballprofis findet, nur ein elektrischer SUV von Jaguar, mit dem die Kinder zur Schule kutschiert werden, und ein elektrischer Audi, den Prinz William fährt.
Die Kinder tragen meist Kleidung von Boden, die es auch im Katalog gibt. Und in der Schule ihre Uniform. Die könnte für Prinz George allerdings teurer werden, wenn seine Eltern ihn nach den Sommerferien aufs schicke Eton College in Windsor schicken, wie spekuliert wird: Da kosten Frack, Hose und Weste schon mal über 1000 Euro.
In den Schulferien lässt die Familie es sich gut gehen: Anfang des Jahres waren William und Kate mit den Kindern im Skiurlaub im französischen Alpenort Courchevel – auch bekannt als das Saint-Tropez der Pisten. Sie wurden in einem Bergrestaurant gesichtet, in dem ein Schinken-Käse-Toast 85 Euro kostet. Allerdings mit Trüffel. Nicht unbedingt das Lieblingsessen von Kindern.