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Beschimpfungen, Betrugsvorwürfe: Keine gute Woche für Kim Kardashian

Für James Bond ist sie eine Idiotin, Ex-Ehemann Kris Humphries redet sogar von Betrug. Und selbst Justin Bieber macht Kim Kardashian das Leben im Moment so richtig schwer.

Von Frank Siering, Los Angeles

Also doch, alles nur Show, alles nur gestellt? Nach kleiner Sendepause, einer eingereichten Scheidung und Tränen im TV meldete sich gestern endlich und erstmals der gescholtene Ehemann zu Wort. Und wie!

Kris Humphries, einst auserwählter Mustergatte für Amerikas Reality-Queen Kim Kardashian, verlangt umgehend eine Annulierung seiner 72 Tage währenden Ehe mit Kim K. Der Grund ist mit einem Kreuz auf den eingereichten Gerichtspapieren beim Superior Court in Los Angeles markiert: "Betrug".

Damit hat Humphries eindeutig klargestellt, dass er glaubt, die Ehe zu Kim Kardashian sei nur gespielt gewesen. Eine Erfindung fürs Fernsehen, eine Cash-Cow, die reichlich gemolken werden sollte. Nichts soll echt gewesen sein.

Daniel Craig nennt Kardashians "Idioten"

Gemunkelt wird, der Kardashian-Clan habe mehr als 18 Millionen Dollar an der Vermarktung der angeblichen Traumhochzeit – die Entertainment-Sendung "Access Hollywood" nannte das Paar "Amerikas Royalty" - verdient. Eine Summe, die Kris Jenner, Mutter und Managerin von Kim K., bis heute kategorisch verneint. Beweise, dass kein Geld geflossen ist, legt sie aber nicht vor.

Kardashian, sie selbst hatte schon vor Humphries' Annulierungsforderung die Scheidung eingereicht, nutzte die gestrige PR-Vorlage des Ex', um sich erneut sofort in den Vordergrund zu drängeln. "Es war kein Betrug, es war Liebe", so Kim K. in einer gefaxten Stellungnahme.

Kein Wort verlor die stets perfekt geschminkte Schönheit darüber, dass James Bond himself, alias Daniel Craig, ihre gesamte Familie in einem Interview mit der englischen Ausgabe von GQ als "verdammte Idioten" bezeichnet hatte. Craig im Detail: "Man sieht sich das an und denkt: 'Wie bitte? Das heißt, alles, was ich tun muss, ist, mich im Fernsehen wie ein verdammter Idiot zu verhalten, und schon zahlt man mir Millionen?'"

Sinkt der Stern der Kim K.?

Kim K., so wissen Menschen, die ihr nahestehen, stecke solche Kritik unter der Rubrik "Auch schlechte PR ist Publicity" weg. Und der Erfolg scheint ihr Recht zu geben. Der Start in ihre neue Reality-Saison mit der Show "Kourtney and Kim take New York" brach in den USA alle Einschaltquoten für den Sender E! - Betrug oder kein Betrug, den Zuschauern scheint es egal zu sein.

Oder vielleicht doch nicht? Der Trennungsskandal hat zumindest dazu geführt, daß Kim K. nicht länger auf Platz eins der Rankings der meist gesuchten Prominenten in Amerika geht. Die Suchmaschine "Bing" gab am Mittwoch bekannt, dass Justin Bieber die 31-jährige Kardashian vom Spitzenplatz verdrängt habe. Und Jennifer Aniston sei ihr ganz knapp auf den Fersen.

Geht der Stern der Kardashian also doch langsam unter? Für eine solche Behauptung sei es im Moment sicherlich noch zu früh, meint Hollywoodkenner Jeff Gardere. Der Psycholge kann sich aber dennoch gut vorstellen, "dass die Fans irgendwann einmal genug von diesem Theater haben und einfach wegschalten". Das wäre für Kim K. natürlich die ganz große Katastrophe.

Gute Nachrichten von der großen Schwester

Und so wundert es kaum, dass sie derzeit eifrig im Schneideraum helfen soll, schon abgedrehte Szenen ihrer Reality-Show zu manipulieren, um sie in einem günstigeren Licht erscheinen zu lassen. Denn auch eine fürs TV kreierte Kim Kardashian kann nur dann im Tal der Quoten überleben, wenn die Menschen sie lieben. Eine "Betrügerin" hat in den USA so gute Karten wie ein betrunkener Autofahrer oder ein Leibarzt, der heimlich Propofol spritzt.

Nur gut, dass Schwester Kourtney dieser Tage gute Nachrichten hat. Sie ist wieder schwanger, teilte sie auf dem Titelblatt einer Klatschpostille der Welt mit. Das hat sie von ihrer Schwester so gelernt. Der Kardashian-Clan macht auf diese Weise auch positive Schlagzeilen - und ein bisschen ist somit auch die Welt von Kim wieder in Ordnung gebracht.

  • Frank Siering