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"The Fast and the Furious"-Star Paul Walker wollte raus aus Hollywood


Millionen Fans trauern um den toten Paul Walker. Nun gibt es neue Details zu seinem Todesfall, seinen Hollywood-Plänen - und von einem alten Kollegen, der sich eindringlich von ihm verabschiedet.
Von Christoph Fröhlich

Paul Walker wurde weltweit bekannt als Brian O'Conner, dem draufgängerischen Undercover-Cop aus der Filmreihe "The Fast and the Furious", der sich in schnellen Autos waghalsige Straßenrennen lieferte. Und es ist an Tragik kaum zu übertreffen, dass der 40-jährige Schauspieler mit den stahlblauen Augen vergangene Woche bei einem Unfall mit einem Sportwagen ums Leben kam. Er saß als Beifahrer in einem Porsche Carrera GT, einer Rennmaschine mit 612 PS, und war auf dem Rückweg von einer Wohltätigkeitsveranstaltung gewesen, als der Wagen gegen einen Baum raste und Feuer fing. Walker und sein Geschäftspartner Roger Rodas starben an den Folgen des Unfalls und des anschließenden Feuers, wie das gerichtsmedizinische Institut in Los Angeles mitteilte.

Besonders tragisch: Wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, wollte Walker Ende des Jahres anscheinend seine Hollywood-Karriere weitgehend an den Nagel hängen, um mehr Zeit mit seiner 15-jährigen Tochter Meadow verbringen zu können. Sie habe die ersten 14 Jahre ihres Lebens auf Hawaii bei ihrer Mutter verbracht, schreibt die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Das berichten übereinstimmend zwei von Walkers besten Freunden, Ronn Shikari und Vince Krause.

Shikari war der Jiu-Jitsu-Lehrer von Walkers Tochter. Der "Daily Mail" sagte er: "Wir waren wirklich gute Freunde und ich konnte ihn immer sehen, wenn er in Hawaii war. Er war ein großartiger Kerl und so Anti-Hollywood, wie man nur sein konnte." Er sei stets bodenständig geblieben, sagt Shikari. "Walker war ein Familienmensch und ich wusste, dass es ihm schwer fiel, so lange Zeit von seiner Tochter Meadow getrennt zu sein. Er liebte es, Zeit mit ihr zu verbringen, sie war seine Welt. Deshalb wollte er die Schauspielerei beenden und hatte bereits mit seiner Familie darüber gesprochen."

Freund versuchte Walker aus den Flammen zu retten

Der genaue Unfallhergang ist immer noch nicht lückenlos aufgeklärt. Doch ein Tonband, das dem US-Portal "TMZ" vorliegt, liefert neue Details: Demnach war der Rettungsdienst drei Minuten nach dem Anruf vor Ort und es ist von "zwei Todesopfern" die Rede, die bereits bei der Ankunft verstorben waren. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele Helfer vor Ort, unter anderem Newt Wimer, ein US-Stuntman und enger Freund von Paul Walker. Er rannte kurz nach dem Unfall zum Auto und versuchte, die Flammen mit einem Handfeuerlöscher einzudämmen - vergeblich.

Ob und wie lange Walker nach dem Unfall noch am Leben war, könne derzeit noch nicht genau gesagt werden, erklärte Gerichtsmediziner Ed Winter gegenüber "CNN". Der abschließende Autopsiebericht werde erst in einigen Wochen vorliegen.

Fans nehmen von ihrem Idol Abschied

Eine Woche nach seinem Tod nehmen Tausende Fans mit einem Autokorso von ihrem Idol Abschied. Knapp 7500 Menschen haben in einer Facebook-Gruppe zugesagt, an diesem Sonntag im US-amerikanischen Valencia Walker Tribut zu zollen. Auch im schweizerischen Wohlen findet am Sonntagmittag eine Trauerfahrt zu seinen Ehren statt.

Vin Diesel, der gemeinsam mit Walker für die "The Fast and the Furious"-Filmreihe vor der Kamera stand, postete am Samstag einen emotionalen Beitrag auf seiner Facebook-Seite. Der 46-jährige Schauspieler schrieb an seine 54 Millionen Fans: "Als ich davon hörte, flog ich zurück nach kalifornien und ging schnurstracks in das Haus seiner Mutter… Ich glaubte, dass sie meine Stärke brauchte, doch dann bin ich vor seiner Familie zusammengebrochen und merkte, dass ich ihre brauche." Walkers Mutter habe ihn daraufhin umarmt und gesagt, dass es ihr leid tue. Er erwiderte darauf: "Leid tun? Du bist doch die Mutter, die ihren Sohn verloren hat?" Sie antwortete: "Ja, aber du hast deine andere andere Hälfte verloren."


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