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Bob Guccione ist tot: "Mr. Penthouse" stirbt an Lungenkrebs

Mit einer Mischung aus provokanten Fotos und Boulevard-Journalismus positionierte Guccione "Penthouse" 1965 als Konkurrenz zum seriöseren "Playboy". Nun ist der Macher des Blattes gestorben.

Bob Guccione, der Gründer des US-Magazins "Penthouse", ist tot. Der Verleger starb am Mittwoch im Alter von 79 Jahren in Plano (Texas) an Lungenkrebs, wie US-Medien unter Berufung auf Gucciones Familie berichteten.

Guccione, der 1930 in Brooklyn geboren wurde, besuchte in seiner Jugend für mehrere Monate ein katholisches Priesterseminar. Später reiste er jahrelang durch Europa und arbeitete als Maler.

Der gebürtige New Yorker brachte 1965 erstmals den Gegenentwurf zum "Playboy" in London heraus. Vier Jahre später brachte Guccione das Heft in die USA - auf dem Höhepunkt der Frauenbewegung und der sexuellen Befreiung. Mit einer Mischung aus provokanten Fotos und Boulevard-Journalismus positionierte Guccione "Penthouse" als Konkurrenz zum seriöseren "Playboy" Hugh Hefners. Seit 1980 gibt es eine deutschsprachige Ausgabe.

Zeitweise gehörte der Verleger zu den reichsten Amerikanern: Guccione war im Besitz einer beeindruckenden Kunstsammlung mit Bildern von El Greco, Modigliani, Dali, Degas, Matisse und Picasso. Das Auktionshaus Christie's taxierte den Wert der Kollektion im Jahr 2000 auf rund 59 Millionen Dollar. Wegen finanzieller Probleme ließ der "Penthouse"-Chef seine Sammlung 2002 versteigern.

Guccione war dreimal verheiratet, er hat fünf Kinder.

DPA/APN / DPA