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Sänger vermisst: Familie von Daniel Küblböck: "Wir hoffen auf ein Wunder" - Ex-Freund schließt Suizid aus

Was geschah mit Daniel Küblböck? Der 33-Jährige stürzte am Sonntag von einem Kreuzfahrtschiff. Inzwischen wurde die Suche eingestellt, Küblböcks Familie will die Hoffnung dennoch nicht aufgeben.

Vermisster "DSDS"-Star: Das bewegte Leben des Daniel Küblböck

Noch immer fehlt von Daniel Küblböck jede Spur. Der Sänger verschwand am Sonntagmorgen von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Aida Luna". Am Montag wurde die Suche nach dem 33-Jährigen eingestellt. Seine Angehörigen hoffen auf ein Wunder. Auf der Internetseite des Sängers haben sie eine Erklärung verfasst. Der Eintrag trägt die Überschrift "Die Hoffnung bleibt…".

"Wir können derzeit nur den aktuellen Stand zu den dramatischen Ereignissen wiedergeben, die sich in den frühen Morgenstunden des 9. September auf dem Schiff der AIDAluna vermutlich abgespielt haben.

Uns hat die Nachricht erreicht, das Daniel von Bord ins Wasser gestürzt ist. Die Suchmannschaften in der Luft und auf See suchen noch den ganzen heutigen Montag weiter. Wir, die Familie, Angehörige und engen Freude, hoffen auf ein Wunder! Ab morgen wird die Suche vorerst eingestellt; die Schiffe in diesem Gebiet werden informiert weiterhin Ausschau zu halten.

Die kanadische Polizei ermittelt seit heute auf der AIDAluna in Halifax, um sich ein genaues Bild von den Ereignissen zu machen." 

Zudem bitten sie noch "alle Medienvertreter von Anrufen und direkten Anfragen Abstand zu nehmen und Spekulationen keinen Raum zu lassen. Wir, die Familie, Angehörige und enge Freunde, sind tief bestürzt und haben derzeit keine Kraft die Vorfälle zu kommentieren". Der letzte Satz lautet: "Wir denken mit all unserer Kraft und Liebe an Daniel und hoffen auf ein großes Wunder..."

Ex-Freund von Küblböck glaubt nicht an Suizid

Während sich Gerüchte um Depressionen und einen möglichen Suizid ranken,  glaubt sein Ex-Freund Robin Gasser nicht daran, dass Küblböck freiwillig aus dem Leben scheiden wollte. In einem Interview mit "t—online" sagt er: "Er wollte sich nicht umbringen". Was es mit einem offenbar erst kurz vor dessen Reise angelegten, nicht verifizierten Instagram—Account auf sich hat, auf dem der Sänger scheinbar unter dem Profil rosa_luxem Selfies in Frauenkleidung veröffentlicht hat, kann er sich nicht erklären. "Ich habe Daniel nicht als Frau kennengelernt, ihn nie so erlebt. Keine Ahnung, wie er dazu kommt", so der Make-up-Artist, der laut Bericht von 2014 bis 2017 mit dem Entertainer liiert gewesen sein soll. "Gehen wir doch mal davon aus, er hat sich entschieden, eine Frau zu werden – gerade dann bringt man sich doch nicht um, weil man sich psychisch darauf einstellt und sich darauf freut, endlich so sein zu können, wie man will."

Gasser geht zudem davon aus, dass Küblböck von dessen Adoptivmutter, der Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser, die er auch als seine Oma bezeichnete, auf der Schiffsreise begleitet wurde. Schon allein deshalb schließe er einen Suizid aus. " Daniel hätte das seiner Oma nie angetan." "Die beiden hatten ein sehr enges Verhältnis, wie zwischen besten Freunden, nur noch inniger", wird Gasser zitiert. "Für mich ist es ein Unfall und ein kleiner Funken Hoffnung bleibt. Und solange mir dieser Funke nicht genommen wird, lebt er und egal, was passiert, er wird in mir weiterleben."

Suche nach Daniel Küblböck eingestellt

Daniel Küblböck war zwei Tage nach seinem 33. Geburtstag, am 29. August, in Hamburg zu einer 17-tägigen Transatlantikfahrt gestartet, die in New York enden soll. Am Sonntag dann folgte eine Meldung der Reederei: Nach Durchsagen und einem Kabinencheck sei festgestellt worden, dass Daniel Küblböck verschwunden sei. Es gebe Grund zur Annahme, dass der inzwischen als Daniel Kaiser-Küblböck auftretende Sänger absichtlich gesprungen sei. "Das ist unsere Vermutung", sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Einen Tag später stellte die kanadische Küstenwache die Suche ein. "Angesichts der geringen Überlebensdauer bei den dort in dieser Jahreszeit herrschenden Wassertemperaturen wurde die schwierige Entscheidung getroffen, die Suche zu beenden", erklärte ein Sprecher der Küstenwache, Mark Gough, am Montag. Von dem 33-Jährigen fehle jede Spur.

Dieter Bohlen und Daniel Küblböck 2003 auf einer Pressekonferenz. 
jek